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Wenn Ernährung zum „Denk-Fehler“ wird!

Wir kennen das Phänomen mit ziemlicher Sicherheit alle mehr oder weniger. Bei dem einen ist es stärker ausgeprägt als bei dem anderen. Aber jeder von uns wird wahrscheinlich schon einmal etwas vom so genannten „Dammbruch-Syndrom“ gehört haben oder es an sich oder anderen miterlebt haben. Die Wahrscheinlichkeit dass man selbst schon „Opfer“ dieses Syndroms geworden ist, ist recht hoch. Denn tendenziell erwischt es auch eher Personen die schon einmal auf Diät waren, auf Diät sind oder Personen, die als „gezügelte Esser“ bezeichnet werden. Gezügelte Esser sind die Personen, die sich nicht von ihrem Körpergefühl leiten lassen und nicht nach Hunger und Sättigung sowie nach Geschmacksempfinden essen, sondern die ihre Ernährung nach vorgeschriebenen Regeln kontrollieren. Alle die regelmäßig Kalorien zählen und somit nicht dann aufhören zu essen, wenn sie satt sind (weil sie vielleicht auch schon verlernt haben was Sättigung bedeutet), sondern weil das „Makro-Konto“ erschöpft ist, sind ebenso gezügelte Esser, wie Personen die unbedingt nach exakt 3 Stunden wieder eine Mahlzeit aufnehmen müssen oder ihren täglichen Kohlenhydratanteil bei perfekt 252g einpendeln wollen usw. Je perfektionistischer ein Mensch an die Sache herangeht, desto schlimmer kann sich dieses Dammbruch-Syndrom auswirken.

Was ist ein Dammbruch-Syndrom?

Warst du vielleicht schon einmal auf einer Party und hast 2-3 Stücke Pizza gegessen, obwohl du dir vorgenommen hast nur eines zu essen? Und das Nächste an dass du dich erinnerst ist, wie du zum Nachtisch ein Stück Käsekuchen auf deinem Teller hast - neben den leckeren Cupcakes mit Schokoladenüberzug und dem tollen Blaubeer-Muffin. Denn jetzt ist ja sowieso alles egal. Morgen geht es weiter. Und so zieht sich der Abend dann durch. „Es ist ja sowieso schon alles egal“. Das ist das Dammbruch-Syndrom. Bricht man seine sich selbst auferlegten Regeln, gibt es plötzlich keinen Plan B mehr. Es gibt kein Halten mehr und aus der kleinen Party mit Freunden wird ein All-You-Can-Eat-Abend. Den du am nächsten Morgen mit Sicherheit bereuen wirst. Dazu gab es in der Vergangenheit bereits ein interessantes Experiment. Man bildete 6 unterschiedliche Gruppen. Zunächst unterteilte man zwei Gruppen. Eine Gruppe die regelmäßig Diäten befolgt, in der Vergangenheit häufig dem Jojo-Effekt zum Opfer gefallen ist oder die derzeit auf Diät sind und ihre Kalorien zählen. Die zweite Gruppe waren Personen die keine Diät halten oder Kalorien zählen. Die beiden Gruppen wurden dann noch einmal unterteilt. In jeder Gruppe gab es eine Untergruppe die einen Milchshake bekam, eine Gruppe die zwei Milchshakes bekam und eine Gruppe die nichts bekam. Die letzte Mahlzeit war bereits einige Stunden vergangen. Anschließend durften die Probanden an ein Buffet mit Keksen. Ihnen wurde gesagt, sie seien als Produkttester ausgewählt und sollten die Kekse bewerten. Sie könnten dabei so viel essen wie sie möchten. In der Gruppe der „Nicht-Diäter“ aßen die Personen die keinen Milchshake bekamen am meisten und diejenigen mit zwei Milchshakes im Vorfeld am wenigsten. Was ja auch nicht ungewöhnlich erscheint. Denn diejenigen ohne Milchshakes werden wohl auch am meisten Hunger gehabt haben. In der „Diäter-Gruppe“ war das Resultat jedoch exakt umgekehrt. Diejenigen mit den zwei Milchshakes im Vorfeld aßen am meisten, mit der Begründung, sie hätten ja bereits durch die Milchshakes ihre Diät schon durchbrochen, auf die Kekse würde es dann auch nicht mehr ankommen.

Was sagt uns das Ganze?

Interessant an diesen Ergebnissen ist insbesondere die Tatsache, dass hier sehr deutlich wird, dass Diäter und gezügelte Esser ein vollkommen verdrehtes Verhältnis zur Ernährung haben. Es ist weniger ein eigentliches Essens-Problem, dass man nicht mehr aufhören kann, weil der Körper einen förmlich dazu „zwingt“, sondern vielmehr ein emotionales Problem - ein „Denk-Fehler“. Und an diesem gilt es zu arbeiten, anstatt ständig auf der Suche nach der „besten Diät“, dem besten Makroverhältnis, dem besten Timing und der besten Nahrungsmittelauswahl zu sein. Denn bevor dieses Problem nicht behoben ist, wird keine der Diäten funktionieren!
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