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Wenn man es mit dem Training übertreibt!

Ich verstehe jeden ambitionierten Fitness-Sportler der am liebsten jeden Tag den Fitness-Club besuchen würde um eine mehr als knallharte Trainingseinheit abzuhalten. Meine Leidenschaft und Euphorie ist nie eingeschlafen, dennoch hab ich über die Jahre gelernt, was zu wenig ist und das es auch ein Zuviel gibt. Heute soll es weniger darum gehen wie viele Tage pro Woche man trainieren kann oder sollte, sondern darüber wie Muskelschäden entstehen und wie diese zu bewerten sind.

Welche sportliche Betätigung führt zu Muskelschäden?

Ausdauertraining Fest steht, dass sowohl Krafttraining als auch Ausdauertraining Muskelschäden hervorruft. Intensives Laufen beispielsweise führt zum Anstieg muskelzellulärer Enzyme LDH (Laktatdehydrogenase) und CK (Creatinkinase) der auch einige Tage nach der Belastung noch nachweisbar ist. Auch Kaliumplasmawerte steigen mit intensiven Laufeinheiten an. Im Bereich eines Ultramarathons treten Schädigungen der Muskelfasern und auch der Mitochondrien auf, es kommt zur Degeneration von Muskelfasern des Typs II und einer Einschränkung der oxidativen Kapazität. Insgesamt führen exzentrische Ausdauerbelastungen zu stärkeren Muskelschäden als diese von konzentrischen Belastungen ausgehen. Krafttraining Mit Krafttraining werden nochmals stärkere Muskelschädigungen hervorgerufen als beim Ausdauertraining. Nach einem exzentrischen Krafttraining muss davon ausgegangen werden, dass 80% der involvierten Muskelfasern zerrissen sind, während mit betont konzentrischem Training nur etwa 1/3 der Muskelfasern betroffen sind. Mit einer Schädigung zerreißen sog. Z-Scheiben und es kommt es zur Ansammlung von Entzündungszellen die auch das umliegende Bindegewebe in Mitleidenschaft ziehen. Die Strukturschädigung wirkt sich auch auf die Energiebereitstellung aus, indem sich Mitochondrien verändern und die Glykogenresynthese unvollständig abläuft. Fazit Sowohl Ausdauertraining auch Krafttraining schädigen ab einer bestimmten Intensität und einem bestimmten Umfang den Zielmuskel

Zuviel des Guten

Natürlich sind mechanische Belastung und auch überschwellige Trainingsreize die Voraussetzung für Hypertrophie. Wie so oft führt auch hier nicht immer mehr Aufwand zu Erfolg. Wer es übertreibt, riskiert die sog. Muskelüberlastung und erreicht damit genau das Gegenteil dessen was er sich eigentlich zum Ziel gesetzt hat. Muskelüberlastung sorgt für eine Zerrung der Z-Streifen der Myofibrillen und einem starken Anstieg muskelzellulärer Enzyme die auf stärkere Strukturschäden hindeuten. Anders als ein leichter Muskelkater zwei Tage nach einem Krafttraining, treten Bewegungsschmerz und Krafteinbußen in erheblichem Maße auf und bleiben mehrere Tage erhalten. Auch nach Abklingen der Schmerzen können Krafteinbußen bestehen bleiben, da sich Reparaturveränderungen in diesen Fällen sogar über 3-4 Wochen in die Länge ziehen. Auf zellulärer Ebene kann es zu myofibrillären und neuromuskulären Schäden kommen die mit einer Abnahme sog. b-Adrenozeptoren und damit einer geringeren Sensibilität auf Katecholamine wie Adrenalin oder Noradrenalin verbunden sind. Die Mitochondrienmembran verändert sich wie oben bereits genannt nur eben sehr ausgeprägt ebenso wie es zu einer stark verminderten Glykogenresynthese kommt. Funktionelle Einheiten werden teilweise durch unfunktionelle Bindegewebsstrukturen ersetzt. Zudem nisten sich Triglyceride in die Muskelfaser ein.

Was bedeutet das nun im Klartext?

All die Fachbegriffe sollen Euch im heutigen Artikel mit auf den Weg geben, dass es sicher gut ist, sich im Training anzustrengen und alles zu geben, dass man aber auch mit Köpfchen an die Sache herangehen muss, da unser Wille durchaus dazu in der Lage ist, eine gewisse Art von Selbstzerstörung einzuleiten die Muskelaufbau eher behindert als ihn zu fördern. Ihr müsst auf Euren Körper hören und ihn beobachten. Die Ausprägung von Muskelkater aber auch Veränderungen bei Kraftleistungen sind dauerhaft zu berücksichtigen. Stagnation kann aus Adaption an eine gewohnte Trainingsbelastung aber auch aus einem angehenden Übertraining resultieren und das solltet ihr in jedem Falle vermeiden.

Resümee

JA man kann es mit Training übertreiben, im heutigen Falle ging es weniger um die Trainingsfrequenz als vielmehr um die Intensität. Hört auf Euren Körper, haltet notwendige Regenerationszeiten ein und sorgt für eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen zum und nach jedem Training
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