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Werbelüge – Clausthaler „Alkoholfrei“

In Sachen Etikettenschwindel bin ich inzwischen schon auf einige interessante Dinge gestoßen die vermuten lassen, dass der Verbraucher tatsächlich teilweise absichtlich über s Ohr gehauen wird. Heute decken wir eine Werbelüge auf die wirklich weh tut, da Sie im Extremfall sogar zum Entzug des Führerscheins führen kann. Im Zuge immer härterer Strafen im Straßenverkehr ist es heute absolut kein Kavaliersdelikt mehr, sich alkoholisiert ans Steuer zu setzen. Die Begrenzungen sind hart und die Kontrollen scharf. Grund für viele Bier trinkende Verbraucher auf so genannte „alkoholfreie“ Sorten umzusteigen. Eine dieser vermeintlich alkoholfreien Sorten entstammt der Dr. Oetker-Gruppe Radeberger und nennt sich tatsächlich „Clausthaler Classic alkoholfrei“. Glücklicherweise ist man dem Etikettenschwindel auf die Spur gekommen. Hier die Ergebnisse:

Clausthaler „alkoholfrei“

„Das Bier unter den Alkoholfreien“ wie es in der Werbung genannt wird ist in Wirklichkeit zwar „alkohol-ARM“ nicht aber „alkohol-FREI“. Die eigentliche Dreistigkeit neben der Werbeaussage ist die, dass nicht einmal auf dem Etikett ein Verweise zu finden ist, dass sich im Clausthaler Classic alkoholfrei 0,45 Vol-% Alkohol befinden. Auf der Zutatenliste sind Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt und Gährungskohlensäure genannt, die Analyse zeigt alle Makronährstoffe und den Anteil an Ballaststoffen sowie Natrium nicht aber den Alkoholanteil. Trinken ohne Reue kann hier bei ausreichender Menge (wie für Biertrinker zu bestimmten Anlässen durchaus üblich) wahrlich zum Problem werden, je nachdem wie es um die Verträglichkeit steht.  Gefährlich wird es zudem im Konsumverhalten. Da man ja von Clausthaler annimmt das es tatsächlich „alkohol-FREI“ sei ist man durchaus gewillt, sich zudem noch einen kleinen Schoppen Wein zu gönnen dessen Alkoholgehalt man sich dann aber bewusst ist. Die 2-3 Flaschen Bier werden nicht zum Alkoholkonsum dazu gezählt… Fazit Alkoholfrei beworbenes Bier das keines ist  --  Vielen Dank auch!

Clausthaler ein Einzelfall?

Leider nein! Ein Großteil der in Deutschland angebotenen sog. alkoholfreien Biere enthalten wie Clausthaler Classic kleinere aber immerhin vorhandene Mengen Alkohol im Bereich von 0,02-0,5 Vol-%. Leider machen sich die Bierhersteller damit nicht einmal strafbar, denn die Angabe des Alkoholgehalts in einem Getränk ist erst ab 1,2 Vol-% Pflicht per Gesetz! Andere Länder wie Großbritannien sind uns Deutschen hier einen riesigen Schritt voraus indem die Grenze zur Angabe des Alkoholgehalts bei 0,05 Vol-% liegt. Glücklicherweise ist „Hopfen und Malz“ nicht ganz verloren, denn es existieren Biere in Deutschland die TATSÄCHLICH einen Alkoholgehalt von 0,0 Vol-% haben. Als Beispiel ist hier Bitburger alkoholfrei zu nennen. Fazit Der Gesetzgeber öffnet dem Etikettenschwindel in Sachen Alkoholgehalt zumindest in Deutschland Tür und Tor. Für diejenigen die es wirklich alkoholfrei haben wollen sollte es heißen: „Bitte ein Bit“

Resümee

Nicht einmal beim Thema Alkohol kann man sich gänzlich auf Werbeaussagen und Lebensmittelanalysen verlassen. Die Gesetzgebung führt einerseits immer härtere Strafen bei Alkoholkonsum am Steuer ein, lässt aber andererseits einen derartigen Schwindel mit der Angabe des Alkoholgehalts tatsächlich zu. Manchmal fühlt man sich als Verbraucher wirklich ausgebeutet und veräppelt!
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