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Werbelüge Vollkornbrot - Beschiss auf der ganzen Linie

Mit Werbenamen wie „Kerngesund“, „Das volle Korn“, „Urkorn“ oder „Vitalbrot“ werden wir Verbraucher dazu verlockt, an Brotsorten bestehend aus Weißmehl im Supermarkt vorbei zugehen und stattdessen Vollkornbrot in den Wagen zu packen. „Volles Korn“ steht eigentlich für gesunde, bewusste Ernährung mit allem was uns das jeweilige Getreide zu bieten hat. Was etliche Hersteller in Wirklichkeit als sog. „Vollkornbrote“ verkaufen seht heute!

Vollkornbrot – Das regelt der Gesetzgeber

Generell besteht Vollkornbrot aus gemahlenem oder geschrotetem Vollkorngetreide sowie Hefe, Wasser, Salz sowie evtl. Sauerteig und einigen beigesetzten Gewürzen. Gerade Deutschland ist für seine Vielzahl an unterschiedlichen Vollkornbrot-Varianten bekannt. Hersteller von Vollkornbrot müssen sich an den Leitsatz für Brot und Kleingebäck halten der im deutschen Lebensmittelrecht verankert ist. Dem zur Folge muss Vollkornbrot wie folgt hergestellt werden:
  • Weizenvollkornbrot zu mindestens 90% aus Weizenvollkornerzeugnissen
  • Roggenvollkornbrot zu mindestens 90% aus Roggenvollkornbroterzeugnissen
  • Vollkornbrot zu mindestens 90% aus Weizen- und Roggenvollkornerzeugnissen ohne Vorgabe der Verhältnisses
Fazit Das deutsche Lebensmittelrecht regelt 90% der Bestandteile eines Vollkornbrotes. Mit den verbleibenden 10% wird nun Schindluder betrieben

Vollkornbrot – die Fakten

Ich habe mich in Eurem Auftrag aufgemacht, um mir einmal zwei konkrete Beispiele eines „guten-echten“ und eines „schlechten-falschen“ Vollkornbrotes zu besorgen und einen Blick auf die Analyse zu werfen. Die nun folgenden Angaben beziehen sich in Sachen Analyse und Inhaltstoffe natürlich nur auf die von mir gewählten Sorten und können von den von Euch bevorzugten Produkten leicht abweichen! Beispielhaft die Zutaten eines ECHTEN Vollkornbrotes
  • Vollkornschrot (-mehl)
  • Wasser
  • Speisesalz
Sie ergeben eine Analyse (auf 100g) wie folgt:
  • Brennwert 186 kcal
  • Protein 5,4g
  • Kohlenhydrate 33,1g
  • Fett 1,6g
Beispielhaft die Zutaten eines FALSCHEN Vollkornbrotes
  • Vollkornschrot (-mehl)
  • Wasser
  • Weizenmalzschrot
  • Zuckersirup
  • Weizenmehl
  • Salz
  • Karamellsirup
  • Sonnenblumenkerne
  • Hefe
Sie ergeben eine Analyse (auf 100g) wie folgt:
  • Brennwert 248 kcal
  • Protein 8,0g
  • Kohlenhydrate 33g
  • Fett 7,5g
Fazit Während in echtem Vollkornbrot auch die restlichen 10 nicht geregelten Prozent aus dem bestehen, was man eigentlich von einem Vollkornbrot erwartet, finden sich in falschen Vollkornbroten Zutaten die mit gesunder und vitaler Ernährung nichts mehr zu tun haben

Die Bewertung

Auch wenn nur maximal mit 10% der Gesamtmasse Eures Vollkornbrotes variiert werden kann, solltet ihr dringend darauf achten, wie sich diese 10% zusammensetzen, denn die Unterschiede sind gravierend. Viele Hersteller gaukeln dem dummen Verbraucher der sich nicht mit der Analyse eines Lebensmittels befasst einen besseren Geschmack und eine noch dunklere, gesündere Farbe des Brotes damit vor Zutaten bei zu mischen die jeglicher Grundlage entbehren. Rübensirup, Karamellsirup, Zucker, Brotsirup, Malzsirup und wie Sie alle heißen, haben in einem als „gesund“ heraus gestellten Produkt nichts zu suchen. Auch wenn Sie die Lebensmittelanalyse an sich nicht gravierend zum Nachteil verändern, wird die glykämische Reaktion auf ein falsches Vollkornbrot anders ausfallen als auf ein echtes Produkt! Während man mit dem echten Produkt auch aus den verbleibenden, variablen 10% der Gesamtmasse die Vorzüge des vollen Kornes genießt, erhält man beim falschen Vollkorbrot hier nichts weiter als leeren, industriell hergestellten Einfach- oder Zweifachzucker, im schlimmsten Falle (auch wenn hier nicht enthalten) sogar einige zusätzliche Fette wie Palmöl und Co.

Resümee

Heutzutage ist man vor nichts mehr sicher! Alles was nicht zu 100% vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist, wird in vollem Maße dazu benutzt, eigenen Produkten eine Vorreiterstellung im Markt zu verschaffen. Wie im Falle unseres Vollkornbrotes geschieht dies nicht immer im Sinne des Verbrauchers darum --- AUGEN AUF BEIM EINKAUF – und immer die Lebensmittelanalysen checken!
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