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Wie entstehen diese Blähbäuche bei Bodybuildern?

Ich bin bekennender Bodybuilder aus Leidenschaft, darum mache ich keinen Hehl. In diesem Zusammenhang steht ich auf die typische V-Optik mit einem breiten Rücken, breiten Schultern, einer schmale Taille und dicken, ausladenden Quadrizeps. Dieses „Optimalbild“ eines Bodybuilders rückt leider mehr und mehr ins Hintertreffen und wurde zuletzt auch schon von Arnold Schwarzenegger im Rahmen der Arnold Classics bemängelt. Wo zu Arnolds Zeiten ein Maßband mit einem Meter noch ausreichte (Informationen zur Folge waren es bei ihm 86cm) um das Taillenmaß zu bestimmen, reicht hierzu das Metermaß heute aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr bei allen Top-Athleten des Bodybuildings aus, da seit einigen Jahren der Blähbauch Einzug hält und damit das ablöst, was Kerle wie ich als ästhetisch und athletisch empfinden. Vom Profibodybuilding ausgehend stellt man diese extrem unschöne Erscheinung auch bereits im Amateurbodybuilding fest und bei weitem nicht mehr nur in den Klassen von monströsem Ausmaß mit Athleten von 100kg und mehr, leider nein. Heute möchte ich Euch, die ihr vielleicht nicht so eng mit der Szene verschmolzen seid einen kurzen Überblick darüber geben wie so etwas zustande kommen kann.

Die Geschichte vom “Wachs-Bauch“

Sicher hat man Euch schon das eine oder andere Mal versucht das Phänomen des Blähbauchs über ein dramatisches Organwachstum zu erklären, welches aus der Einnahme von Wachstumshormon resultiert. Hierzu gibt es zu sagen, dass ein wirklicher Beweis fehlt der überschießendes Organwachstum aus der in Bodybuilding üblichen Verwendung von Wachstumshormon belegt. Zwar scheint gerade der Verdauungstrakt über eine große Anzahl IGF-Rezeptoren zu verfügen, inwieweit sich diese Eigenschaft jedoch so stark fördernd auf das Wachstum von Innereien auswirkt, dass diese in einem Blähbauch resultiert ist und bleibt bis dato nicht eindeutig geklärt. Erfahrungsberichte aus der Verwendung von Wachstumshormon in „üblichen“ Mengen berichten nicht von einer derartigen Nebenwirkung. Gefährlich könnte es werden, wenn man sehr hohe Mengen an Wachstumshormon mit höheren Dosen Insulin kombiniert. Es ist also wenn überhaupt eine Frage der Roid-Planung und weniger eine grundlegende Nebenwirkung von Wachstumshormon einen Blähbauch auszubilden oder nicht. Fazit Wachstumshormon hat beim Thema Blähbauch den schwarzen Peter und das obwohl ein wirklicher Beleg hierzu bis dato fehlt

Der Bauch ist ein Muskel

Sehr nahe liegend ist dagegen folgende Überlegung. Bodybuilder haben es auf Muskelwachstum abgesehen. Alles wird darauf hin ausgelegt, die Ernährung, das Training und vielleicht auch der Roid-Plan. Unsere Bauchmuskulatur versteht sich als großer Bestandteil der Skelettmuskulatur mit einem nicht zu unterschätzenden Hypertrophiepotenzial. Wenn also alle Muskeln des Körpers zum Wachsen angeregt werden wird dies auch mit dem Bauch geschehen. Da Bauchmuskeln nicht nach innen hypertrophieren können wachsen sie nach außen und erhöhen so den Bauchumfang. Fazit Wie jeder andere Muskel hypertrophieren auch Bauchmuskeln. Sie tun dies, indem Sie nach außen wachsen, folglich erhöht sich damit der Bauchumfang

Der Verdauungstrakt in der Peak-Week

Der wahrscheinlich tragendste, wichtigste Grund für Blähbäuche auf Bodybuildingbühnen liegt in dem, was Bodybuilder in der Woche vor dem Wettkampf (der sog, Peak-Week) so alles an Maßnahmen kombinieren um in Wettkampfform zu kommen. In der Ladephase treffen hunderte von Gramm an trockenen Kohlenhydraten auf einen dehydrierten Körper dessen Natriumbestände auf ein Minimum reduziert sind. Gegenüber einer natürlichen Entwässerung verschlimmert der Einsatz von Diuretika eine solche Situation natürlich nochmals um ein Vielfaches und sorgt dafür, dass sich sowohl die Magenentleerungsrate als auch die Absorptionsgeschwindigkeit des Dünndarmes signifikant verlangsamen. Wasser aus dem Blut wird für eine möglichst gute Verdauung in den Magen-Darm-Trakt gezogen bis in Summe ein riesiger Wulst aus nicht verdauten Kohlenhydraten und Flüssigkeit entsteht der jetzt die Bauchmuskulatur spannt und dazu beiträgt das ein Blähbauch unweigerlich auftritt. Fazit Zugunsten einer möglichst prallen und harten Optik vergessen Athleten und Vorbereiter oft wie unser Körper funktioniert. Sie übertreiben es mit Lademengen und Dehydrierungsmaßnahmen mit der unweigerlichen Folge eines Blähbauches

Außer Kontrolle

Die alten Anhänger des Bodybuildings kennen sie noch, die Vakuumpose. Damals machte man sich noch Gedanken darüber, wie man den Bauch auf der Bühne am besten unter Kontrolle bringen kann und übte sich darin ganz gezielt. Heutzutage lässt sich auf Bodybuildingbühnen ein dramatischer Kontrollverlust der Mittelpartie feststellen. Voll in Pose ist es OK, aber schon beim Luft holen nach der ersten Post geht es dahin, da die Athleten voll in ihren Bauch atmen und damit das Ausmaß des Blähbauchs voll zum Vorschein kommt. Da ich selbst schon den einen oder anderen Wettkampf bestritten habe weiß ich um die Schwierigkeit seinen Bauch für die komplette Zeit auf der Bühne unter Kontrolle zu haben. Es ist eine Extremsituation, dennoch ist sie lösbar. Wenngleich Männer in der Tat eher über den Bauch als über die Brust atmen, lässt sich eine Umstellung trainieren. Hiermit wäre ein weiterer Ansatzpunkt für Verbesserungen gegeben. Fazit Bodybuilder der heutigen Zeit haben ihre Mittelpartie nicht mehr unter Kontrolle. Mit der richtigen Atemtechnik ließ sich das Ausmaß eines Blähbauches während und nach der Post deutlich reduzieren

Resümee

Blähbäuche gehören nicht ins Bodybuilding das steht fest. Die Entstehung lässt sich aller Wahrscheinlichkeit nach auf mehrere Ursachen zurückführen von denen man zumindest einige durchaus in den Griff bekommen könnte
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