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Wie Hormone deinen Fettabbau beeinflussen!

In einer idealen Welt haben wir alle einen schönen Six Pack, reichlich Muskelmasse und einen gute laufenden Stoffwechsel. Wann immer wir aufbauen wollen tun wir das möglichst lean und wenn wir dann doch Fett zu verbrennen haben, machen wir das einfach mal im Handumdrehen. Traurig zu betrachten, wie weit wir doch in Wahrheit von dieser idealen Welt entfernt leben. Denn unser Körper scheint uns diese Traumvorstellung einfach nicht zu gönnen. Er stellt sich physiologisch wahrhaft als harter Gegner dar. Damit wir aber das Beste daraus machen können, müssen wir einmal schauen, welche Hormone denn welchen Einfluss auf unseren Fettabbau haben, damit wir maximale Resultate erzielen können für eine Definitions- oder Recomp-Phase.

Adrenalin und Noradrenalin

Adrenalin und Noradrenalin werden auch als Katecholamine bezeichnet. Sie haben die Fähigkeit die Fettfreisetzung aus dem Körperfettgewebe zu fördern. Dazu docken sie an den so genannten beta-2-Rezeptoren unserer Fettzellen an und lösen dadurch einen Signalweg aus, der die Lipolyse begünstigt. Und die Lipolyse ist der erste Schritt der Fettverbrennung. Die Katecholamine stehen also ganz zu Beginn der Kette.

Insulin

Insulin ist zunächst der „Feind“ der Fettverbrennung. Denn Insulin führt dazu, dass genau der Mechanismus der durch Adrenalin und Noradrenalin ausgelöst wird, unterdrückt wird. Das bedeutet, Insulin hemmt die Fettfreisetzung aus den Körperfettdepots und blockiert die Fettverbrennung somit vom ersten Schritt an. Das bedeutet nicht, dass Insulin von Grund auf schlecht ist, allerdings sollte man bei einem Fettabbauplateau vielleicht einmal darüber nachdenken, nicht nur einfach das kcal-Defizit zu vergrößern, sondern auch die Insulinreaktion im Hinterkopf behalten. Insbesondere dann, wenn man bereits sehr niedrige Körperfettwerte aufzuweisen hat.

Glukagon

Glukagon ist sozusagen der Gegenspieler des Insulins. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, Glukagon hebt diesen an. Fälschlicherweise wird noch immer häufig argumentiert, dass Glukagon an der Fettfreisetzung beteiligt ist. Bei Tieren ist dies auch der Fall, beim Menschen nur in einem minimalen Ausmaß, wenn überhaupt. Glukagon ist in erster Linie zur Stabilisierung des Blutzuckerspiegels zuständig.

Wachstumshormon

Das Wachstumshormon hat starke lipolytische Eigenschaften. Das bedeutet, es fördert die Fettfreisetzung. Gleichzeitig wirkt es anti-katabol auf die Muskelmasse. Während langer Fastenphasen kommt es zu einem starken Anstieg der Wachstumshormonausschüttung. Gleichzeitig kommt es zu keinem signifikanten Muskelabbau (bei einer einmaligen Fastenphase von 72 Std am Stück). Wird die Wachstumshormonausschüttung während einer solchen Fastenphase jedoch unterdrückt, kommt es zu einem signifikanten Muskelabbau und einer verringerten Fettfreisetzung aus den Fettdepots.

Cortisol

Cortisol wir meist als ein „böses“ Hormon betitelt. Doch das ist so nicht ganz richtig. Denn Cosrtisol ist sehr wichtig für unseren Körper. Ohne Cortisol hätten wir kaum Energie, unsere Gelenke würden schmerzen und wir hätten gesundheitliche Probleme. Das eigentlich „schlechte“ an Cortisol ist ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel durch zu viel Stress, insbesondere dann, wenn dieser erhöhte Cortisolspiegel nun noch auf einen hohen Insulinspiegel trifft. Dann kann Cortisol in dieser Kombination tatsächlich gesundheitsschädlich und auch nachteilig auf unser ästhetisches Erscheinungsbild wirken.

Schilddrüsenhormone

Die Schilddrüsenhormone T3 und T4 haben einen starken Einfluss auf die Stoffwechselgeschwindigkeit und unseren Grundumsatz. Zudem stehen sie in engem Zusammenhang mit der Aktivität der Katecholamine. Diese beeinflussen sich gegenseitig und können daher positiv auf den Fettabbau wirken.

Leptin

Leptin ist ebenfalls ein Hormon welches den Grundumsatz positiv beeinflussen kann. Hohe Leptinspiegel können zu einem höheren Grundumsatz führen und die Fettfreisetzung ebenfalls fördern. Um die Leptinspiegel und die Leptinausschüttung zu stimulieren werden in der Praxis während einer Diät häufig überkalorische Carb-Refeeds ausgeführt, um den Stoffwechsel „am Laufen“ zu halten.
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