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Wie Hormone uns beeinflussen – Serotonin und Wachstumshormon

Wer sich mit seinem Körper und den darin stattfindenden Vorgängen befasst, stößt zwangsläufig irgendwann auf die Funktionen die Hormone übernehmen. Hormone sind allgegenwärtig und zirkulieren nach Bedarf in unterschiedlicher Menge dauerhaft durch unseren Körper. Für Sportler sind die Auswirkungen einiger Hormone als positiv zu bewerten, andere hingegen vermitteln eher negative Einflüsse während wieder andere sowohl „Good-Guy“ als auch „Bad-Guy“ sein können. Nachdem ich mich in Teil 1 mit Insulin und Leptin befasst habe, gibt es heute einen kurzen Überblick zu den Hormonen Serotonin und Wachstumshormon.

Serotonin

Serotonin zählt zur Gruppe der biogenen Amine. Zu seiner Bildung wird zum einen Vitamin B6 benötigt, die Muttersubstanz ist allerdings die Aminosäure Tryptophan.  Wir nehmen Serotonin über Lebensmittel wie Walnüsse, Ananas, Bananen, Kakao oder Kiwis auf, dieses Serotonin kann aber nur in der Peripherie wirken, da es die Blut-Hirnschranke nicht überwindet. Damit Serotonin als Neurotransmitter im Gehirn tätig werden kann, bedarf es also einer ausreichenden Menge Tryptophan welches den Übertritt vom Blut ins Gehirn schafft um dort für die Bildung von Serotonin bereit zu stehen. Serotonin vermittelt ein entspanntes, ausgeglichenes Dasein. Ein über Katecholamine hellwaches Bewusstsein wird durch Serotonin wieder abgedämpft. Serotonin hemmt die Schmerzentstehung und unterdrückt das Cortisolaufkommen. Kurzum Serotonin macht entspannt und glücklich. Neben diesen Eigenschaften vermittelt Serotonin auch Sättigung, weshalb der Serotoninspiegel von bestimmten Medikamenten zur Appetithemmung beeinflusst wird. Substanzen wie Sibutramin stimulieren den appetithemmenden Serotonin-Rezeptor und erhöhen die Konzentration an freiem Serotonin über eine Hemmung des Serotoninbindungsproteins SERT. Serotoninmangel ist zudem eine häufige Ursache für depressive Verstimmungen. Untersuchungen belegen eine vermehrte Ausscheidung des Serotonin-Abbauprodukts 5-Hydroxyindolylessigsäure bei depressiven Patienten. Eine Vielzahl an Depressionen wird deshalb mit sog. Serotoninwiederaufnahmehemmern erfolgreich behandelt. Da auch Sport einen positiven Einfluss auf den Serotininspiegel hat, zeichnet sich eben auch sportliche Aktivität als Therapiemöglichkeit von Depressionen ab. Fazit Eine ausreichende Versorgung mit Tryptophan und körperliche Aktivität sorgen mitunter für ein ausreichendes Serotoninaufkommen und machen uns auf diesem Wege ausgeglichen und glücklich

Wachstumshormon

Wachstumshormon gilt im Sport als absolutes Multitalent. Das Proteohormon spielt generell eine große Rolle für das menschliche Wachstum und wird aus diesem Grund verstärkt in der Pubertät gebildet. Bereits nach der Pubertät erfahren wir Jahr für Jahr einen leichten Rückgang des Wachstumshormonspiegels. Neben diesen Veränderungen ist es wichtig zu wissen, dass Wachstumshormon stark nachtaktiv ist. Das meiste Wachstumshormon wird im Schlaf und hier ganz besonders in traumlosen Tiefschlafphasen gebildet, was zu der ersten wichtigen Aussage führt nämlich, dass Schlaf enorm wichtig für das Wachstumshormon-Aufkommen ist. Wachstumshormon fördert den Muskelaufbau über einen positiven Effekt auf die Proteinsynthese an den Ribosomen unserer Zellen. Es ist auch für einen stabilen Knochenbau verantwortlich indem es den Calcium- und Kollagengehalt in der Knochensubstanz steigert. Ebenfalls interessant für Sportler ist sein positiver Effekt auf die Lipolyse, sprich die Ausschleusung von Fettsäuren aus unseren Fettdepots. Der Wachstumshormonspiegel lässt sich kurzfristig sowohl durch Training also auch durch bestimmte Substanzen steigern. In Sachen Training haben sich besonders Modelle bewährt, bei denen es zu einer hohen Ansammlung von Laktat kommt. Kurze Pausenzeiten oder die Verwendung von Intensitätstechniken können dabei helfen, dass Aufkommen an Wachstumshormon während des Trainings anzuheben. Zu langes Training sorgt hingegen für einen Abfall des Wachstumshormonspiegels unter den Ausgangswert. Fazit Wachstumshormon bietet uns seine Hilfe als Muskel-anabole und Fett-katabole Substanz an. Der beste Weg das Aufkommen gewinnbringend zu maximieren ist es, ausreichend zu schlafen

Resümee

Unglaublich wie weitreichend der Einfluss mancher Hormone ist und sie stark wir das aufkommen durch unseren Lebensstil beeinflussen. In Teil 3 werde ich nach Insulin, Leptin, Serotonin und Wachstumshormon zwei weitere Hormone mit dem Namen Östrogen und Ghrelin thematisieren
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