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3 Mythen rund um Kalorien und warum diese nicht zählen!

Es ist interessant. Wenn es um die Abnahme von Körpergewicht geht oder auch um den Aufbau von Körpermasse aka Muskelmasse - zumindest im besten Falle - ist irgendwie jedem klar, dass die Energiezufuhr eine bedeutende Rolle spielt. Und dem ist auch so. Und trotz dem dass jeder mittlerweile weiß, dass man um Körperfett abzubauen ein Kaloriendefizit benötigt und umgekehrt, mit zu wenig Kalorien kein optimaler Muskelaufbau möglich ist, gibt es immer wieder Ansätze, die versuchen, irgendeiner anderen Sache mehr Bedeutung einzuräumen. Timing, die „richtige“ Nahrungsmittelauswahl oder die „perfekte“ Makronährstoff-Kombinationen, die plötzlich das Kalorienthema aufheben sollen und suggerieren, dass Kalorien keine wirkliche Bedeutung haben. Die populärsten Mythen hier aufgedeckt:

Mythos 1: Die Qualität ist wichtiger als die Quantität!

Es ist sicherlich unumstritten und wir werden uns alle einig sein, dass eine Ernährung bestehend zu einem Großteil aus naturbelassenen, qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln, die den Bedarf aller essentieller Nährstoffe deckt, die gesündere Alternative zu Junk Food und verarbeiteten Lebensmitteln mit viel Chemie ist. Das bedeutet aber noch nicht, dass wir einzig und alleine auf die Qualität der Nahrung achten müssen. Denn selbst, wenn wir die besten Lebensmittel dieser Welt zur Verfügung hätten, uns damit jedoch maßlos „überfressen“, werden wir ungeachtet des hohen Qualitätsstandards an Körperfett zunehmen. Die Tierwelt macht es uns ja letztlich vor. Wilde Tiere ernähren sich ausschließlich von qualitativ hochwertigen, da naturbelassenen Nahrungsmitteln und schaffen es trotzdem, sich einen Winterspeck anzufuttern, der das Überleben sichern soll, zu einer Zeit, während der quantitativ wenig qualitativ hochwertige Nahrungsmittel zur Verfügung stehen. Die Qualität ist also NICHT alles!

Mythos 2: Die richtige Kombination macht es!

Ein sehr gutes Beispiel für diesen Mythos ist die Zone Diet, die einem Verhältnis von 40:30:30 von Kohlenhydraten zu Proteinen zu Fett eine fast schon magische Wirkung auf die Körperzusammensetzung und die hormonelle Balance in unserem Körper zuspricht. Die Vorgabe bei dieser Diätform ist es, jede Mahlzeit in diesem Verhältnis zu gestalten, für optimale Gesundheit und Körperzusammensetzung. Doch auch hier gilt, 1000kcal zu viel von diesem mysteriösen Verhältnis sind nun mal 1000kcal zu viel, die eingelagert werden müssen. Egal ob diese Mahlzeiten ein Verhältnis von 40:30:30 oder 45:30:25 aufweisen. Die richtige Kombinationen sind ein Teil einer möglichen Optimierungsstrategie, wenn das Kalorienziel im Auge behalten wurde.

Mythos 3: Timing-Strategien

Wer kennt den Spruch nicht…“Nach dem Training werden die Kohlenhydrate nicht im Fett gespeichert, sondern in den Muskeln eingelagert“. Das mag durchaus richtig sein. Kommt dann aber im Laufe des Tages mehr Energie über die Ernährung in den Organismus, als dieser verbrannt hat, spielt der kurzfristige Effekt einer solchen Timing-Strategie langfristig keine Rolle. Und genau DAS ist eine der Schwächen, wenn es um die Wissenschaft hinter diesen Timing-Strategien geht. Es wurden immer nur die kurzfristigen Effekte untersucht. Schaut man sich die Ergebnisse dann im langfristigen Vergleich an, macht es keinen Unterschied mehr, wie getimed wurde. Zumindest, wenn es um die Körperzusammensetzung geht. Womit wir hier auch schon zum zweiten Punkt kommen: Wer wurde denn untersucht? Und wie wurde untersucht? Denn Studien, die die Glykogenresyntheserate von Ausdauersportlern untersuchen, oder von Leistungsathleten die zweimal täglich trainieren usw. haben keine Relevanz für Personen die 3-4 mal die Woche mit einem weitaus geringeren Trainingsvolumen trainieren und die nicht innerhalb weniger Stunden mehrfach Höchstleistung erbringen müssen, sondern die das Ziel haben, den Körperfettanteil zu senken und/oder den Muskelaufbau zu fördern.

Fazit:

Auch wenn es den einen oder anderen jetzt ärgern mag, aber Fakt ist Timing, Frequenz, Verhältnis von Nährstoffen usw. sind „nette Spielereien“ für FitnessFreaks, allerdings nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, wenn die Kalorienbilanz bereits der Zielsetzung angepasst wurde und der Proteinbedarf für das jeweilige Trainingsziel genauso gedeckt ist, wie die essentiellen Nährstoffe. Bevor man sich also mit Timing-Strategien und komplizierten Diätmehthoden beschäfftigt, sollte man sich mit den angesprochenen Basics beschäftigen - und nicht umgekehrt.
Tags: iifym, Makros, Timing
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