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5 Argumente, gegen den veganen Hype!

Vorab möchte ich von vorne herein einmal klar stellen, dass ich absolut nichts gegen eine vegane Ernährung habe. Ich bin nicht grundsätzlich gegen eine vegane Ernährung und sehe hier auch nicht nur Schlechtes dahinter. Wer vegan leben möchte, soll und darf dies natürlich tun. Wer aus Überzeugung vegan lebt, beispielsweise weil man sich aktiv gegen Tiermast und Massenzierhaltung aussprechen möchte, glaubt mir, ihr habt meine Stimme. Wer sich jedoch vegan ernährt, mit der Begründung, es sei die einzig wahre gesunde Ernährung oder aus der Behauptung heraus, der Mensch sei eigentlich von Natur aus ein Pflanzenfresser, dem möchte ich heute in diesem Artikel mit einigen Gegenargumenten entgegnen.

Behauptung 1: Der Mensch ist ein Pflanzenfresser

Nein, der Mensch ist kein Pflanzenfresser. Er ist jedoch auch kein Fleischfresser. Er ist ein Allesfresser bzw. besser ausgedrückt, er ist ein Mischköstler. Je nach Umgebung mag es richtig sein, dass die Ernährung mehr pflanzenlastig oder fleischlastiger ist, jedoch ist unser Körper so aufgebaut, dass er sowohl pflanzliche, als auch tierische Nahrung verwerten kann. Das Ganze beginnt mit unserem Gebiss. Wir haben sowohl Teile eines Pflanzenfresser-Gebisses (Backenzähne) als auch Teile eines Fleischfresser-Gebisses (Eck- und Schneidezähne). Wir sind somit ein Mittelding und können keiner speziellen Nahrung zugeschrieben werden. Uns Darm ist ein weiteres gutes Beispiel. Für einen reinen Pflanzenfresser haben wir einen zu kurzen Darm, für einen reinen Fleischfresser einen zu langen. Auch hier sind wir praktisch wieder in der goldenen Mitte und von Mutter Natur nicht auf eine einzige Nahrungsquelle angewiesen. Ähnliches gilt dann auch noch für Enzymsätze, die sowohl auf tierische als auch auf pflanzliche Nahrung ausgelegt ist. Das müsste demnach auch jedem Veganer einleuchten. Umgekehrt jedoch auch. Denn wer darauf pocht, Menschen sind primär Fleischfresser, liegen demnach genauso falsch.

Behauptung 2: Tierische Fette sind ungesund

Mit dieser Behauptung kommt meist gleichzeitig die Behauptung, dass es sich bei tierischen Fetten vornehmlich um gesättigte Fette handeln würde. Was absolut nicht der Fall ist. Je nach Fleischart können bis zu 50% der tierischen Fette einfach-ungesättigter Natur sein. Und selbst wenn es sich alleine um gesättigte Fette handeln würde, diese haben keinen direkten negativen Einfluss auf unsere Gesundheit. Umgekehrt sind viele Fettsäuren veganer Quellen jedoch mehrfach-ungesättigt. Doch dies ist nicht automatisch gesünder oder besser! Denn primär handelt es sich dabei um Omega-6-Fettsäuren, die in zu hoher Zufuhrmenge mehr Schaden als Gutes anrichten. Beispielsweise über die Erhöhung diverser Entzündungsmarker in unserem Körper.

Behauptung 3: Die Proteinzufuhr ist kein Problem bei einer veganen Ernährungsform

Das mag durchaus der Fall sein. Dennoch lässt sich nicht abstreiten, dass der überragende Großteil der Pflanzenproteine keine kompletten Proteine sind und jeweils einen Mangel an einzelnen essentiellen Aminosäuren aufweisen. Durch geschicktes Kombinieren einzelnen pflanzlicher Proteinquellen, lässt sich dies zwar wieder ausgleichen, tierische Proteine liefern jedoch direkt und von Natur aus ein vollständiges Aminosäurenprofil. Mit der Ausnahme von Gelatine. Jedoch ist diese einzelne Ausnahme im Vergleich zur überwältigenden Mehrheit unvollständiger Proteine bei der Pflanzenkost eher zu vernachlässigen. Zumindest kann nicht behauptet werden, Pflanzenproteine wären in irgendeiner Hinsicht minderwertiger als tierische Proteine.

Behauptung 4: Eine vegane Ernährung liefert alle wichtigen Nährstoffe

Außer Eisen. Und Vitamin B12. Und Omega-3-Fettsäuren in aktivierter Form. Kurz gesagt, die Nährstoffausbeute aus veganer Ernährung ist bei weitem nicht so vollständig wie oftmals behauptet wird. Und wenn sich doch Spender dieser Nährstoffe finden lassen, dann meist in einer Form, wie sie vom Körper nur sehr schwer resorbiert werden kann. Hier liefert tierische Nahrung bedeutsame Vorteile! Und wer seinen Nährstoffbedarf nicht rein über die Ernährung decken kann, sondern mehr oder minder auf Nahrungsergänzungen angewiesen ist, der sollte seine Einstellung zur doch so gesunden veganen Ernährung doch noch einmal hinterfragen.

Behauptung 5: Veganer leben gesünder

Auch das ist so nicht richtig. Denn hierzu gibt es weder Belege noch eindeutige Hinweise. Das bedeutet nicht, dass Veganer weniger gesund wären. Allerdings gibt es auch genug Gegenbeispiele. Die Inuit beispielsweise leben praktisch ausschließlich von Fisch und Robbenfleisch mit minimalen pflanzlichen Zusätzen und erfreuen sich bester Gesundheit. Zivilisationserkrankungen und Co. kennen sie gar nicht. Und den Thesen der veganen Fraktion nach, dürfte das ja dann überhaupt nicht funktionieren.

Fazit:

Weder rein pflanzliche Nahrung, noch rein tierische Nahrung ist das Optimum. Die beste Lösung ist eine Mischkost aus pflanzlicher und tierischer Nahrung, optimalerweise aus regionalen Quellen und saisonaler Auswahl. Weder das eine, noch das andere Extrem kann als optimal angesehen und/oder empfohlen werden.
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