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Der Fitnessriegel Wahnsinn – Teil 2: Die Fakten

In Teil 1 meines 2-Teilers ging der Fitnessriegel im Vergleich zum Schokoriegel als glänzender Sieger hervor, da er in der Regel weniger Kalorien und weniger Zucker liefert, dafür aber mehr in Sachen Protein zu bieten hat. Bevor ihr nun aber losgeht und Euch mit allen möglichen Riegelvarianten eindeckt, solltet ihr Euch noch kurz die Zeit für Teil 2 nehmen. Heute möchte ich den Fitnessriegel noch einmal unter dem Gewichtspunkt „Sporternährung“ unter die Lupe nehmen.

Die Analyse

Der durchschnittliche Fitnessriegel (siehe Analyse aus Teil 1) liefert pro 100g mehr als 350kcal, 25g Protein, 41g Kohlenhydrate (davon etwa 18g Zucker)  und 12g Fett. Das ergibt eine Gewichtung der Makronährstoffe von etwa 25% Protein, 45% Kohlenhydrate und 30% Fett. An dieser Stelle meine erste Frage. Für welche Mahlzeit eignet sich eine derartige Verteilung der Nährstoffe?
  • Zu viel Fett für Pre- und Postworkout-Nutrition
  • Zu viele Kohlenhydrate für eine Zwischenmahlzeit oder den späten Abend
Die zweite Frage stellt sich hinsichtlich der Diättauglichkeit von Fitnessriegeln?
  • Eine sehr hohe Kaloriendichte
  • Relativ viel Zucker für jeden Low-Carb Ansatz der zudem schnell für Heißhunger sorgen kann
  • Kohlenhydrat (Zucker) und Fettgemische welche den Aufbau von Adipozyten begünstigen können
Fazit Ein genauer Blick auf die Verteilung der Makronährstoffe zeigt zwar einen annehmbaren Gehalt an Protein, dennoch aber eine Makronährstoffgewichtung wie Sie ansonsten ungünstiger beinahe nicht sein könnte.

Die Zutaten

Dem nicht genug möchte ich nun noch einen Auszug gängiger Zutaten in Fitnessriegeln auflisten:
  • Fruchtpaste
  • Milcheiweiß
  • Glukosesirup
  • Kakaobutter
  • Vollmilchpulver
  • Vollmilchschokolade
  • Gerstensirup
  • Weizenmehl
  • Reismehl
  • Pflanzliches Fett
  • Gerstenmalzextrakt
  • Zucker
  • Milchfett
  • Erdnussöl
  • Farbstoffe
  • Konservierungsmittel
Ich denke es genügt an dieser Stelle Nun die Original-Analyse eines Mars-Riegels zum Vergleich „Zucker, Glukosesirup, Kakaobutter, Vollmilchpulver, Kakaomasse, Sonnenblumenöl, Milchzucker, Magermilchpulver, Molkenpulver, fettarmer Kakao, Butterreinfett, Gerstenmalzextrakt, Emulgator (Sojalecithin), Salz, Eiweißpulver, Pflanzenfett, hydrolisiertes Milcheiweiß, natürliches Vanilleextrakt.“ Beinahe alle der Inhaltstoffe in Mars finden sich auch im Rezept unserer Fitnessriegel wieder! Fazit Im Prinzip handelt es sich bei vielen Fitnessriegeln um mit Proteinpulver gestreckte Schokoriegel!

Fettverbrennende Carnitinriegel

Abschließend noch kurz zu 2 Besonderheiten in Sachen Fitnessriegel. Eine sehr namhafte Firma wirbt mit einem Riegel der gut schmeckt und zudem noch L-Carnitin enthält. „…. Ideal für den "kleinen Hunger" zwischendurch“ so heißt es, noch besser und tatsächlich Original aus der Produktbeschreibung eines Shop-Anbieters entnommen aber folgende Aussage: •mit L-Carnitine •fördert die Fettverbrennung Unser Riegel liefert sage und schreibe 24g Kohlenhydrat und 3g Fett pro 45g, dazu noch Carnitin in einer Menge von lediglich 200mg und dennoch traut man sich hier die vermeintlich Fett verbrennenden Eigenschaften des Carnitin-Anteils herauszustellen? Fazit Ich hoffe ich muss an dieser nicht mehr dazu schreiben als: LASST EUCH NICHT VERARSCHEN

Irreführung Polypole

„Carb-Control“ ebenfalls eine äußerst geschickte Strategie den Endverbraucher zu verunsichern bzw. bzgl. des Kohlenhydratgehalts auf den Irrweg zu führen. Einige Hersteller werben damit, für Ihre Fitnessriegel keine richtigen Kohlenhydrate sondern sog. Polypole zu verwenden. Neben Ihrer Eigenschaft bei zu hoher Zufuhrmenge Blähungen zu verursachen, haben Sie tatsächlich den Vorteil vom Körper „Insulin-neutral“ resorbiert zu werden, dh. dass deren Aufnahme nicht für eine signifikante Ausschüttung von Insulin führen wird, was sich zumindest in Sachen Fett-Anabolismus sicher günstiger niederschlagen wird, als dieselbe Menge Zucker aufzunehmen. ABER Die Verwendung von Polypolen bedeutet NICHT, dass damit der Brennwert der Kohlenhydrate nicht in die Bilanz aufgenommen werden muss. Wenn gleich bei einigen Vertretern leicht reduziert, schlagen auch die Kohlenhydrate in „Carb-Controlled“ Riegeln kalorisch zu Buche! Fazit Vorsicht bei Fitnessriegeln mit mehrwertigen Alkoholen, Polypolen oder wie auch immer Sie genannt werden. Eindeutige Vorteile in Sachen Insulinausschüttung bedeuten nicht, dass man mit Ihnen keine Kalorien aus Kohlenhydraten aufnimmt!

Resümee

Auch wenn ich mich damit unbeliebt mache, muss ich allen Leserinnen und Lesern von der Verwendung der meisten Fitnessriegel als festem Bestandteil Ihrer Sporternährung abraten. Was gelegentlich sicher eine willkommene Alternative zum Schokoriegel ist, sollte wirklich eine Ausnahme bleiben!
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