Service-Line +49 322 210 956-22 / Mo.-Fr. 07:00 - 17:00
ab EUR 40 versandkostenfrei für DE

Die Ananas - Halbwahrheiten aus der Fitness-Presse

Heute muss ich anhand eines aktuellen Beispiels leider einmal ein kritisches Wort an meine Kolleginnen Kollegen, Autorinnen und Autoren richten, die in der einschlägigen Fitness-Presse, also in Fachzeitschriften wie der Sport-Revue, der Muscle&Fitness oder der Flex für die vielen kleinen aber meist doch feinen und informativen Kurztexte sorgen.

Die Ananas  ein „POST-WORKOUT-KRAFTWERK“

Es natürlich klar, dass sich derartige Hefte irgendwie finanzieren müssen, dass als Finanziers gerne diverse Supplementfirmen auftreten und genau aus diesem Grund gerade Bewertungen zu bestimmten Substanzen, Zusammensetzungen oder Produkten oftmals etwas besser ausfallen müssen als Sie tatsächlich sind. Was ich nicht verstehen kann sind Berichte zu Lebensmitteln, in denen Eigenschaften zugesprochen werden, die mit der Aufnahme üblicher Mengen schlichtweg nicht auftreten können. So gesehen bei meinem nun folgenden ersten Beispiel der Ananas. Ich glaube nicht, dass das  Ananas-produzierende Gewerbe als Geldgeber einer Szene-Zeitung auftritt – den Anschein macht es aber wie ihr gleich sehen werdet. Das schreibt die Presse In einem aktuellen Artikel ist nachzulesen, dass die Ananas besonders nach dem Training aufgenommen riesen Vorteile birgt,  da Sie voll von Vitamin C, einem starken Antioxidant ist. Vitamin C hilft zudem unglaublich gut beim Erhalt von Knorpeln und Knochen. Auch der hohe Gehalt an Vitamin B6 macht die Ananas zu einem perfekten Post-Workout-Lebensmittel, da dieses Vitamin die Bildung von roten Blutzellen unterstützt. Der hauptsächliche Nutzen der Ananas ist jedoch, den Ausführungen zur Folge, der außerordentlich hohe Gehalt an Bromelain, einem Enzym welches die Proteinverdauung unterstützt und entzündungsfördernde Effekte im Körper hemmt. Kritik Vitamin C fungiert tatsächlich als Radikalkiller, POST-Workout ist diese Eigenschaft jedoch nicht wirklich von Nutzen, da der durch Training ausgelöste oxidative Stress einen der Pathways für die Initiierung der Muskelproteinsynthese und damit des Muskelwachstums darstellt. Seine antioxidative Abwehr zu unterstützen ist sicher eine gute Sache, ein Mehraufkommen an freien Radikalen gerade POST-Workout aber auch, weshalb hierfür eigentlich der falsche Zeitpunkt ist, Vitamin C über die Ananas aufzunehmen. Selbst wenn eine Gabe antioxidativer Substanzen POST-Workout in meinen Augen richtig wäre, würden mir an dieser Stelle auf Anhieb mit der Verabreichung von EGCG oder einer Portion Blaubeeren 2 Alternativen einfallen, bei denen das antioxidative Potential um ein Vielfaches  höher ausfällt Fazit Antioxidatives Potential der Ananas POST-Workout  -- Ein falscher und halbherziger Ansatz! Eine Extragabe von Vitamin B6 zur erhöhten Bildung von roten Blutzellen klingt ja auch erst einmal nach einer tollen Sache   --  wäre dies aber nicht eher Pre-Workout besser getimt, also bevor wir auf eine bessere Sauerstoffzufuhr, ausgehend vom Blut, im Rahmen des folgendes Trainings angewiesen sind? Die Eigenschaft roter Blutzellen bzw. roter Blutkörperchen wäre nämlich eigentlich genau die, dies zu fördern. Fazit Mehr rote Blutkörperchen sind auch POST-Workout sicher eine feine Sache, vor dem Training hätten Sie jedoch direkt für das anstehende Training einen Nutzen Letztlich wird die Ananas seit jeher für ihren hohen Gehalt an Bromelain gelobt, ein Enzym, welches unter standarisierter Gabe wirklich Außerordentliches bei Vermeidung überschießender Entzündungsprozesse bewirken kann. Hier muss ich sagen, verstehe ich die Welt nicht mehr. Wenn selbst die Leute die kein Geld mit der Ananas verdienen nicht die Wahrheit schreiben können, nämlich dass für eine signifikante Wirkung des Bromelains in Sachen Entzündungen die Aufnahme von stolzen 2kg Ananas notwendig wären, was soll man denn dann als „normaler“ vielleicht sogar leichtgläubiger oder unbeholfener Leser noch glauben und was nicht? Fest steht, dass genau meine oben gemachte Aussage gilt! Bromelain ist hochwirksam, allerdings erst ab Mengen die mit einer Aufnahme rein über die Ananas fast nicht gewährleistet werden können. Bromelain nimmt man darum im Falle des Falles immer als standarisiertes Enzympräparat ein und genau mit Solchen wurde es auch erfolgreich in Studien und in der Sportmedizin getestet. Nach dem Training treten entzündliche Prozesse besonders dann auf, wenn wir es geschafft haben in unserem Muskel Mikrotraumata herbeizuführen. An dieser Stelle helfen genau diese Entzündungsmediatoren uns aber bei der Ausheilung, der Reparatur und Regeneration und sollten daher nicht durch entzündungshemmende Substanzen gestört werden. Fazit Bromelain POST-Workout als fantastischen Entzündungshemmer darzustellen birgt eigentlich gleich 2 Falschaussagen auf einmal

Resümee

Ich bin immer bestrebt, meine Leserinnen und Leser mit gut recherchierten und vor allem ehrlichen  Informationen zu versorgen. Aus diesem Grund gehe ich davon aus, dass aus meinem heutigen Beitrag „Halbwahrheiten aus der Fitness-Presse“ durchaus ein Mehrteiler werden könnte.  Im Falle der Ananas wurde hier jedenfalls richtig daneben gegriffen.
Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

  • Sehr Hilfreich danke

    Sehr Hilfreich danke, und nun habe ich auch etwas in Erfahrung gebracht was bei meinen Muskel Entzündungen vlt. etwas Abhilfe schaffen könnte :)

  • Vielen Dank für diesen mehr als überzeugenden und informativen Artikel

    Vielen Dank für diesen mehr als überzeugenden und informativen Artikel! Gerne mehr davon!!

Newsletter bestellen und informiert sein!