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Experiment „VEGAN“ - Ein Erfahrungsbericht!

„Wissen ist Macht – der wichtigste aller Werte ist dennoch der Erfahrungswert“ Wer mich und meine Arbeit kennt, hat diesen Satz möglicherweise schon einmal gelesen. Während es dem reinen Praktiker oftmals am nötigen Hintergrundwissen fehlt um das Maximum aus seinen sportlichen Bemühungen zu schöpfen, sind es die reinen Theoretiker mit all ihren Studien und Untersuchungen die es oftmals nicht schaffen den Bezug zur Wirklichkeit herzustellen, da es Ihnen an eigenen Erfahrungen mangelt. Vegetarische Ernährung und insbesondere der mit extremste Ansatz die sog. VEGANE Ernährung werden in der Szene immer wieder breit diskutiert. Es existiert eine absolute Minderheit an mehr oder weniger erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler die eigenen Angaben zur Folge auf eine vegane Ernährung schwören. Fest steht jedoch, dass dieser Ansatz der Ernährung eine Art von Einseitigkeit mit sich bringt. Einseitigkeit steht immer für das Entstehen bestimmter Defizite und somit für eine Situation die sich über kurz oder lang leistungsmindernd oder gar gesundheitsgefährdend auswirken kann. Gott sei Dank gibt es Leute wie die IFBB Austria Athletin Katharina R. aus Wien die sich im Dienste der Wissenschaft selbst mit bestimmten Situationen wie einer veganen Ernährung konfrontieren, das ganze dokumentieren, letztlich bewerten und, ganz wichtig, eigene Erfahrungen sammeln die Sie bereit sind mit der Szene zu teilen. Auszüge aus Katharinas Experiment VEGAN gibt es heute.

Das Projekt beginnt

Experiment VEGAN war eigentlich als Langzeitexperiment geplant. Wie ihr noch sehen werdet, gibt es einen Grund dafür, dass letztlich nach 10 Wochen rohveganer (100% Rohkost) Ernährung bereits wieder Schluss war. Was als Langzeitexperiment geplant war endete schon nach 10 Wochen

Makro- und Mikronährstoffversorgung

Die Ernährung umfasste einen kalorischen Wert von 1800-2000kcal/Tag bei einer Aufteilung der Nährstoffe von
  • 70%      KH
  • 20%      Protein
  • 10%      Fett
Ausgehend von 63 kg Körpergewicht wurden etwa 1,4g Protein pro Kilogramm Körpergewicht aufgenommen. Der KH-Anteil beträgt bei 1900 angenommenen Kalorien ca. 325g der Fettanteil etwa 20g. Die vegane Ernährung ist hier stark kohlenhydratlastig, fettarm und proteinmoderat In Sachen Mikronährstoffe sorgte die vegane Ernährung ohne die gleichzeitige Verwendung von Supplements für folgende Defizite
  • Vitamin      B12
  • Vitamin      B3
  • Vitamin      D3
  • Vitamin      E
  • Calcium*
  • Selen
  • Eisen      **
  • Natrium
  • Zink
Anmerkungen *Zu wenig Calcium und zugleich ein Defizit bei Vitamin D3 – Knochengesundheit auf Dauer stark in Frage gestellt! **Beim Eisenanteil muss man wissen das mit einer veganen Ernährung immer NON-Häm-Eisen mit seiner im Vergleich zu Häm-Eisen deutlich schlechteren Resorption aufgenommen wird Was in der Theorie vermutet wird, zeigt auch das IST-Profil der Mikronährstoffversorgung Glücklicherweise wurde im Rahmen der veganen Ernährung eine bestimmte Supplementierung ausgleichend zur Einseitigkeit der Ernährung eingesetzt:
  • Reisprotein      (4xtägl)
  • Calcium
  • Selen
  • Vitamin      D3
  • Vitamin      B-Komplex
Eine zum Abschluss der 10 Wochen durchgeführtes Blutbild zeigt letztlich
  • einen      Calciumwerte am unteren Referenzlimit
aber auch
  • sehr      niedrige Blutglucosewerte (trotz jeder Menge Kohlenhydrate)
  • niedrige      Werte bei Cholesterin und Triglyceriden
  • keine      Anzeichen auf immunologische Reaktionen
  • Normwerte      bei Verdauungsenzymen
  • Normwerte      bei Leberenzymen
Besonders auffällig war der viel zu niedrige Wert bei Harnstoff der vor dem Experiment immer innerhalb der Referenz lag. Harnstoff entsteht im Rahmen der Verstoffwechslung von Protein. Derart niedrige Werte weisen auf eine Mangelversorgung mit Protein hin. Die Versorgung mit Calcium und ganz besonders mit Protein war aus gesundheitlicher und sportlicher Sicht anzuprangern. Besonders zweit genannter Punkt sorgte letztlich für den Abbruch des Experiments

Resümee

Es ist davon auszugehen, dass eine rein vegane Ernährung ohne die gleichzeitige Verwendung von Nahrungsergänzungen binnen kurzer Zeit deutliche Mangelerscheinungen im Bereich der Mikronährstoffe hervorrufen wird. Nahrungsergänzungen haben nachweislich für Ausgleich gesorgt! Die fettarme, cholesterinfreie Ernährung könnte möglicherweise auf Dauer Einschnitte in der ausreichenden Bildung von Lipoproteinen und Steroidhormonen bedeuten, zu denen mitunter  Glucocorticoide, Androgene und Estrogene zählen, auch wenn hier nach 10 Wochen noch kein eindeutiger Trend zu erkennen war. Katharinas Aussage zur Folge war die Proteinaufnahme durch die Verwendung von Reisprotein schon künstlich aufgepeppt, mit 1,4g pro Kilogramm Körpergewicht stellt dies bei der zeitgleich hoher Trainingsfrequenz immer noch eine Unterversorgung dar, die sich letztlich indirekt auch über den niedrigen Harnstoffwert weit unterhalb der Referenz zeigte. Subjektiv bemerkte Katharina einen hohen Energielevel, reine Haut und einen außergewöhnlich guten Schlaf. Das abschließende Statement lautet
  • Vegane      Ernährung ohne sportliche Aktivität mit ausgleichender Supplementierung      kann zumindest in Sachen Gesundheit möglicherweise eine Alternative darstellen.
  • Sportler      und insbesondere Leistungssportler werden auf Dauer Probleme mit der      veganen Ernährung bekommen. Für Sie stehen bessere Ernährungsvarianten zur      Verfügung
Vielen Dank an Dich Katharina für dieses fundierte Experiment! Ich denke, dass eine Menge Leute von Deinen Erfahrungen profitieren können.  
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  • Ihr habt ja auch gleich die krasseste Variante veganer Ernährung gewählt

    Ihr habt ja auch gleich die krasseste Variante veganer Ernährung gewählt. Obgleich gibt es Extremleistungssportler wie Brendan Brazier, der sein Leistungspensum sehr gut mit veganer Ernährung hält und ein angesehener Triathlon Athlet ist.
    Man muss zustimmend sagen, dass man als Veganer noch genauer auf seine Ernährung achten sollte und so gewährleisten muss, sich ausgewogen und abwechslungsreich zu ernähren. Das ist wahrlich nicht immer leicht. Jedoch kann ich auch aus Erfahrung sagen, dass nicht jeder, der sich vegan ernährt, gleichzeitig unterversorgt ist. Im gleichen Sinne heißt es auch, dass jeder Omni nicht automatisch alle Nährstoffe und Vitamine zu sich nimmt, er kann sich genauso einseitig ernähren ;-) Vielleicht googlet man mal Frank Medrano, Patrik Baboumian. :-)

  • Karl Ess

    Karl Ess, Frank Medrano, Scott Jurek... Wie viele Veganer es mangelernährt trotzdem aufs Treppchen schaffen, schon erstaunlich... Was die bloß erst zu leisten im Stande wären mit Fleisch und Co...?

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