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Gleichzeitiger Körperfettabbau und Muskelaufbau mit Intermittent Fasting?

Fasten-Modelle sind seit einigen Jahren gerade zur Körperfettreduzierung voll im Trend. Wenngleich es mit wissenschaftlichen Studien immer noch relativ dünn aussieht, hört und liest man immer wieder von Erfahrungsberichten die mit Intermittent Fasting eine beachtliche Reduzierung des Körperfettgehalts erreichen konnten. Eine relativ neue Ausprägungsform verspricht das, was schon so viele Ernährungsstrategien vor ihr versprochen haben, nämlich den Abbau überflüssiger Fettpfunde bei gleichzeitiger Möglichkeit, Muskeln aufzubauen. Da ich mich seitjeher gegen diese These sträube war es natürlich interessant für mich zu erfahren, wie dieses Mal das Unmögliche möglich gemacht werden soll.

Der Ansatz

Dieses alternative Modell sieht vor, an 2 Tagen der Woche die Energieaufnahme auf 600 Kalorien zu beschränken. Egal wie schwer oder leicht man ist und wie viele oder wenige Muskeln man hat, mit 600 Kalorien befindet man sich auf jeden Fall in einem Bereich der unterhalb des Ruheumsatzes liegt, also der benötigten Kalorien die wir still liegend für den Erhalt der Organfunktion, Atmung und der Körpertemperatur benötigen. Fazit Es gilt also die relativ unspezifische Vorgabe, an 2 Tagen pro Woche die Kalorienaufnahme auf 600 zu beschränken. An den restlichen Tagen wird „normal“ gegessen

Verbesserte Fettverbrennung

Eine verbesserte Fettverbrennung erreicht man mit dieser Vorgabe den Begründern zur Folge über eine Beeinflussung von Leptin. Es handelt sich hierbei um ein aus den Fettzellen stammendes Hormon, welches die Aufgabe hat dem Gehirn den Energiestatus zu signalisieren. Je mehr gefüllte Fettzellen wir unser eigen nennen, desto mehr Leptin wird ins Blut abgegeben. In der Folge kommt es zu Sättigung und weniger Appetit. Fortwährend hohe Leptinspiegel, wie Sie verstärkt bei Adipösen auftreten, können an den Andockstellen des Leptins im Gehirn (den sog. Leptinrezeptoren) dafür sorgen, dass diese gegenüber Leptin resistent werden. Ähnlich wie wir es vom Insulinrezeptor und Inulin kennen, spricht die Zielzelle nun weniger stark oder weniger schnell auf Leptin an. Die Folge daraus ist eine schwächer und/oder langsamer eintretende Sättigung und das obwohl die Fettzellen bis an den Rand gefüllt sind. Um die Sensibilität der Rezeptoren wieder her zu stellen, muss man versuchen, das Leptinaufkommen zu verringern und das geschieht am besten über die Reduzierung von Körperfett. Um Körperfett zu reduzieren bedarf es einer negativen Kalorienbilanz. Ob ich diese nun über ein Fastenmodell herstelle oder über jedwelche sonstige Maßnahme ist erst einmal egal. Weniger zu essen als man verbraucht ist nichts das spezifisch nur mit Intermittend Fasting zu bewerkstelligen ist. Studien beweisen zwar, dass ein 10-wöchiges Intermittent Fasting-Programm zu einer signifikanten Senkung des Körpergewichts und einer damit verbundenen Absenkung des Leptinaufkommens führt, derartige Erfolge lassen sich aber auch mit anderen Ernährungsstrategien belegen. Letztlich wird bei Fitnessbegeisterten die sich lediglich einiger überflüssiger Fettpfunde entledigen wollen in den seltensten Fällen eine manifeste Leptinresistenz vorliegen, weshalb die Theorie der Leptin-Sensibilität hier etwas an der Zielgruppe vorbei geht und sich eher auf die Adipositas-Therapie anwenden lässt. Fazit Ein Kaloriendefizit ist die Voraussetzung für signifikanten Fettabbau. Intermittend Fasting ist eine mögliche, sicher aber nicht die einzige Methode um dies zu ermöglichen

Größeres Muskelwachstum durch Fasten

Hierzu gibt es tatsächlich einen interessanten Ansatz der davon ausgeht, dass die Proteinsynthese erhöht werden kann, indem man immer wieder bestimmte Fastenperioden gerade bei der Aufnahme von Protein in seinen Ernährungsplan einbaut. Diese Art Neusensibilisierung der Proteinsynthese scheint tatsächlich zu funktionieren, besonders wenn regelmäßig immer wieder Protein zugeführt wird, führt im Rahmen einer hypokalorischen Situation aber nicht automatisch zu einem verstärkten Muskelwachstum, da wir uns gesamtheitlich aufgrund des vorherrschenden Energiedefizits in einer katabolen Stoffwechsellage befinden. Ausnützen lässt sich besagter Effekt möglicherweise bei einer bedarfsgerechten Versorgung. Fazit Wieder einmal wird viel versprochen aber nicht eingehalten. Es ist und bleibt nicht möglich, dauerhaft gleichzeitig Fett ab und Muskeln aufzubauen

Resümee

Die Argumente für die Verwendung des beschriebenen Fastenmodells gehen leider entweder an der Zielgruppe vorbei oder beißen sich bei den Rahmenbedingungen. Das Einzige was sich für den fitnessorientierten Leser an Profit ableiten lässt, ist eine mögliche Förderung des Körperfettabbaus durch ein herbeigeführtes Kaloriendefizit
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  • Kann dir nur zustimmen

    Kann dir nur zustimmen. Ich betreibe zwar nur zu 80% die Paleo-Ernährung (+ Magerquark), jedoch in Verbindung mit dem 16/8 IF - Modell ist es sehr förderlich.

    Den einzigen Nachteil den ich sehe ist wirklich auf die kcal zu kommen, da gerade im Paleo-Bereich die Ernährung sehr kcal-arm, jedoch voluminös und somit sättigend ist.

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