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Hat Eiweiß-Brot wirklich Vorteile?

Low-Carb ist groß im Trend! Schlecht für Bäcker und die Getreideindustrie die darauf aber natürlich entsprechend reagiert und seit einiger Zeit sog. Eiweiß-Brot oder Low-Carb-Brot anbietet. Wie der Name schon sagt verspricht es einen höheren Gehalt an Protein und einen niedrigeren Gehalt an Kohlenhydraten. Was hat es aber nun wirklich damit auf sich und wie sinnvoll ist sein Einsatz?

Eiweiß-Brot – Was ist drin?

Obwohl es sicher Unterschiede je nach Hersteller und Backmischung gibt, kann man eine beispielhafte Analyse eines hierzulande gängigen Eiweiß-Brotes durchaus als Referenz hernehmen. Fertig gebackenes Eiweiß-Brot liefert ca.: 305kcal pro 100g 4,9g Kohlenhydrate pro 100g 15,3g Ballaststoffe pro 100g 14,9g Fett pro 100g 28,6g Eiweiß pro 100g An Zutaten befinden sich in den meisten Mischungen mehrere pflanzliche Proteinlieferanten wie Weizeneiweiß, Sojaeiweiß oder Lupineneiweiß, Leinsamen, Weizenkleie, Sojaschrot, Sonnenblumenkerne und auch eine kleine Menge Weizenvollkornmehl Fazit Eiweiß-Brot ist tatsächlich Low-Carb und High-Protein. Es  liefert zudem eine Menge Ballaststoffe aber auch Fett

Low-Carb heißt nicht automatisch Low-Calorie!

Diesen Leitsatz muss man sich bei der Verwendung von Eiweiß-Brot dringend hinter die Löffel schreiben. Anders als Vielfach vermutet, liefern 100g Eiweiß-Brot mindestens gleich viele, wenn nicht sogar mehr Kalorien als herkömmliches Brot. Der Grund dafür ist klar, er liegt in der Verwendung eines höheren Anteils Fettsäuren und die haben nun mal statt 4,1 kcal pro Gramm 9,3 kcal pro Gramm. Fazit Wer Eiweiß-Brot dazu einsetzen möchte Kalorien zu sparen begeht einen Fehler

Eiweiß-Brot und Ernährungsformen

Die oben dargestellte Analyse zeigt, dass sich Eiweiß-Brot in jedem Falle für die Verwendung in Low-Carb-Diäten eignet.  Der geringe Grundgehalt an Kohlenhydraten sowie der hohe Anteil an Fettsäuren und Ballaststoffen tragen dazu bei, dass die glykämische Bewertung (glykämischer Index) von Eiweiß-Brot sehr gering ausfallen wird. Dies stellt ein wichtiges Kriterium für die Wahl geeigneter Lebensmittel bei Low-Carb-Ernährungsformen dar. Für ketogene Ernährungsformen bleibt es leider dabei das Brot tabu ist, auch Eiweiß-Brot. Fazit Eiweiß-Brot ist aus Sicht der Nährstoffe ein guter Ersatz für herkömmliches Brot bei Low-Carb-Diäten

Eiweiß-Brot enthält Gluten

Gluten ist schon immer ein Thema in der Ernährungsbranche da es mitunter genetisch bedingt bei seiner Aufnahme zur Symptomatik der sog. Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) kommen kann. Diese chronische Erkrankung der Dünndarmschleimhaut kann zu Symptomen wie Müdigkeit, Gewichtsverlust, Durchfall, Appetitlosigkeit, Durchfall oder sogar Depressionen führen. Fazit Wer Probleme mit Gluten hat, muss von Eiweiß-Brot die Finger lassen, es sei denn es werden explizit „glutenfreie“ Varianten angeboten

Eiweiß-Brot liefert Ballaststoffe

Wer bis dato unmöglich war  genügend Ballaststoffe aufzunehmen hat künftig eine Sorge weniger. Bereits 100g Eiweiß-Brot decken in etwa die Hälfte des täglichen Gesamtbedarfs von 30g! Ballaststoffe gelten als Wohltäter unseres Verdauungstraktes und stehen gerade in punkto Gesundheit noch immer hoch im Kurs. Fazit Eiweiß-Brot sorgt für eine gute Versorgung mit Ballaststoffen

Zusammensatzung der Fettsäuren

Auf Seiten der Fettsäurebilanz gibt es zu sagen, dass Eiweiß-Brot aus einem nur geringen Anteil an gesättigten Fettsäuren besteht. Bei den einfach ungesättigten Fettsäuren dominiert die als positiv zu bewertende Ölsäure. Sonnenblumenkerne und Leinsamen sorgen für hohe Mengen mehrfach ungesättigter Fettsäuren. Der Leinsamenanteil gleicht dabei das schlechte Verhältnis von Omega 6 zu Omega 3-Fettsäuren der Sonnenblumenkerne aus, weshalb auch hier gute Noten vergeben werden können. Fazit Eiweiß-Brot enthält wichtige Fettsäuren in einem gesunden Verhältnis

Qualität der Eiweiß-Mischung

Beim Proteingehalt muss man klar unterscheiden. Backmischungen mit hohem Gehalt an Weizenprotein oder auch Sojaproteinkonzentrat liefern eine Eiweißmischung mit einer schlechten biologischen Wertigkeit. Interessanterweise  kann man dies von Lupinenprotein nicht behaupten. Nach Beurteilung durch den sog. Chemical Score handelt es sich bei Lupinenprotein um ein äußerst hochwertiges Protein. Die Wertigkeit wird sich durch die Kombination mit Soja- und Weizenprotein möglichweise sogar noch verbessern. Einziges Manko an Lupinenprotein ist ein hohes Allergierisiko das von ihm ausgeht. Fazit Sucht Euch Eiweiß-Brot mit hohem Gehalt an Lupinenprotein aus!

Resümee

Unterm Strich kann man Eiweiß-Brot durchaus als sinnvolle Alternative zu herkömmlichem Brot bezeichnen, sofern man sich bei der Wahl des richtigen Produkts die angesprochenen Punkte berücksichtigt
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  • Hi

    Hi,
    bzgl. dem Ausgleich Omega 3/6 Verhältnis - wie schaut es denn mit der Bioverfügbarkeit von Omega 3 aus Leinsamen aus?
    Wird das nutzbare Verhältnis von Omega 3 wirklich durch Leinsamen besser?

    Sportliche Grüße, Carsten

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