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Ist Fruchtzucker schlecht für den Sixpack ?

Es ist immer wieder interessant, wie bestimmte Lebensmittel oder Nahrungsmittelbestandteile grundsätzlich schlecht und aber auch gut geredet werden. Wie oft habe ich mich schon über Aussagen aufgeregt, die da lauten, dass z.B. Milchprodukte grundsätzlich dicke Haut machen, und die Calciumaufnahme stören, und jedes Mal stehen mir die Haare zu Berge, weil es schlichtweg falsch ist, derart verallgemeinernde Aussagen zu treffen, da Menschen individuell mit Milchprodukten und deren Bestandteilen zurecht kommen. In ähnlicher Art und Weise gestaltet sich das Ganze spiel auch mit einem besonderen Kohlenhydrat namens „Fruchtzucker“ oder auch „Fructose“ und genau diesen möchte ich heute in Eurem Auftrag einmal kritisch unter die Lupe nehmen.

Was ist Fruchtzucker

Wie der Name schon sagt, handelt es ich bei Fruchtzucker um eine Zuckerart, die sich auf natürliche Art und Weise in Früchten, Beeren und Honig wieder findet. In verarbeiteter Form ist Fruchtzucker hauptsächlich Bestandteil in Haushaltszucker aber auch in industriell gefertigten Lebensmitteln, die den mit Fructose angereicherten Sirup aus Maisstärke, genannt HFCS (high-fructose-corn-syrup) enthalten. Die große Besonderheit von Fruchtzucker liegt in der Art und Weise wie er von Körper verstoffwechselt wird. Als Einfachzucker sollte man vermuten, dass seine Aufnahme ins Blut einen schnellen Anstieg des Blutzuckers mit einer darauf folgenden Insulinspitze verursacht, aber genau DAS ist nicht der Fall. Fruchtzucker wird langsamer als Glucose resorbiert, da der Transport mit Hilfe von sog. GLUT - Glukosetransportern (Zucker-Taxis) von Statten geht. Nach dem Einschleusen in den Blutkreislauf geht es dann aber direkt zur Leber und zwar insulinneutral, d.h. es wird kein Insulin ausgeschüttet. In der Leber sorgen spezielle Enzyme für den Abbau und sorgen so dafür, dass der Fruchtzucker in seiner umgewandelten Form diese erst einmal nicht mehr verlassen kann. Die Leber verwendet die Fruchtzucker-Metabolite nun, um die organeigenen Glykogenspeicher zu füllen, kann diese aber natürlich bei Bedarf über weitere Umwandlungsschritte auch abgeben. Ein nicht unerheblicher Teil der Menschheit leidet an der sog. Fructosemalabsorption bei der es zu einer Störung der Aufnahme vom Darm ins Blut kommt. Als weitere Störung kann die hereditäre Fruktoseintoleranz genannt werden, bei der (meist erblich bedingt) Fruchtzucker nicht in ausreichendem Maß abgebaut werden kann. Für nicht Betroffene stelle die Verstoffwechslung von Fruchtzucker in normalen Mengen erst einmal kein Problem dar. Fazit Bei Fruchtzucker handelt es sich um eine besondere Art von Zucker mit völlig eigensinnigen Eigenschaften in Sachen Verstoffwechslung

Wie muss man nun mit diesen Eigenschaften umgehen?

Wenn man sich nun mit dem Einsatz von Fruchtzucker befasst, gilt es als erstes zu unterscheiden wie man diesen zuführt. Fruchtzucker aus Obst tritt in relativ geringer Menge und immer zusammen mit Glucose auf, was den Übertritt ins Blut erleichtert. Verarbeitete Lebensmittel mit Fruchtzucker liefern oftmals wesentlich größere Mengen in einem schlechten Verhältnis zwischen Glucose und Fructose. Für Diätende ist wichtig zu wissen, dass ein hohes Aufkommen an Fruchtzucker in der Leber dazu führt, dass lipogene (Fett produzierende) Enzyme hoch reguliert werden, ergo der Aufbau von Körperfett wird dadurch gefördert. Vergleicht man Studien hinsichtlich deren Ergebnis auf eine vermehrte oder verminderte Gewichtszunahme mit Glucose oder Fructose scheint Fructose die Nase die besser Wahl darzustellen, womit wir zum entscheidenden Vorteil kommen, nämlich der Insulin-neutralen Verstoffwechslung. Insulin ist bekannt als anaboles Hormon welches bereitwillig die Lipolyse (also den Fettabbau) hemmt! Studien mit einer erhöhten Aufnahme HFCS zeigen jedoch durchweg negative Folgen auf Körperzusammensetzung und Stoffwechsel. Post-Workout könnte für leistungsorientierte Menschen eine Beigabe von etwas Fructose Vorteile bergen, da so der gesamte Glykogenersatz des Körpers besser funktioniert.

Resümee

Auch beim Einsatz von Fruchtzucker darf man sich nicht zu verallgemeinernden Aussagen hinreißen lassen! Unterm Strich wird sich eine Aufnahme moderater Mengen aus natürlichen Lebensmitteln zur richtigen Zeit nicht weiter negativ auswirken, auch nicht auf die Zielsetzung bei einer Reduktionsdiät. Sehr heimtückisch sind dagegen Lebensmittel und Getränke mit HFCS-Zusatz, diese sollte man tunlichst vermeiden.
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