Service-Line +49 322 210 956-22 / Mo.-Fr. 07:00 - 17:00
ab EUR 40 versandkostenfrei für DE

Keinen Plan von Diäten und Supplements? – Dann lass die Finger davon

Man schätzt, dass 90% aller Freizeitsportlerinnen und Freizeitsportler Nahrungsergänzungen zum Erhalt oder dem Aufbau von Kraftleistung und/oder Ausdauerleistung konsumieren. Die Zahl derer, die dies völlig ohne Maß und Ziel macht ist erschreckend hoch und immer noch viel zu oft wird nach dem Motto supplementiert: „Mehr wirkt mehr“. Anstatt sich selbst damit  auseinander zu setzen was man vor hat jeden Tag in sich hinein zu schütten, vertraut man auf Hörensagen oder auf das was der Trainer im Studio sagt von dem man die Ergänzungen womöglich noch bezieht. Was kann an zu viel Protein, zu viel Vitaminen und Mineralstoffen schon gefährlich sein oder? Auch auf mögliche Wechselwirkungen wird keine Rücksicht genommen und wenn das Ganze dann in den Bereich des Dopings abgleitet ist die Spitze des Eisbergs bald erreicht. Der Freizeitsportler von heute macht sich einfach viel zu wenige Gedanken, denkt viel zu kurzfristig und nicht an das, was vielleicht in 3, 5, 10 oder 16 Jahren sein wird. Ich stelle Euch heute eine neue Studie vor, die sich genau damit befasst und hoffe, dass sich viele diese Zusammenfassung durchlesen und zu Herzen nehmen werden.

The risks of self-made diets: the case of an amateur bodybuilder

Unter diesem Titel untersuchten Della Guardia et al. die Auswirkung einer fortwährenden, 16 Jahre andauernden „Do it Yourself“-Diät an einem 33-jährigen Amateur-Bodybuilder. Im Verlauf der letzten Monate klagte er mehr und mehr über Erschöpfung sowie Müdigkeit im Arbeitsleben aber auch im Training. Schlaflosigkeit führte zu einem maximalen Schlaffenster von 6 Stunden pro Nacht, dazu kamen gastrointestinale (den Verdauungstrakt betreffende) Beschwerden wie Völlegefühl, Übelkeit sowie Durchfall besonders in der Zeit nach der Aufnahme von Mahlzeiten. Die Diät setzte sich typischerweise aus einer hohen Protein- sowie Kohlenhydratmenge und vergleichsweise niedriger Fett- sowie Ballaststoffzufuhr zusammen und wurde durch Mikronährstoff-Supplements ergänzt. Die Aufnahme von Flüssigkeit betrug durchschnittlich 5 Liter. Die Forscher analysierten nun die Ernährung, führten eine BIA (Bioimpendanzanalyse) durch, bestimmten den Grundumsatz und erhoben Daten aus indirekter Kalorimetrie. Die „Do it yourself Diet“ verhalf ihm zwar zu 48,5% Muskelmasseanteil, aber auch einem KFA von 20% der sich mitunter durch etliche Trainingspausen erklären ließ, die er in letzter Zeit krankheitsbedingt einlegen musste. Im Ergebnis aller Analysen ergaben sich Anzeichen auf eine leichte Fett-Malabsorption (Aufnahmestörung), eine Laktose-Intoleranz sowie eine gestörte Glukosetoleranz. In Sachen Laktose-Intoleranz könnte ein fortwährend hoher Konsum von Milchprodukten der Auslöser sein, da dieser nach eigenen Aussagen des Probanden durchaus stattgefunden hat. Bei Mikronährstoffen stelle man Überdosierungen besonders bei Vitamin A, Niacin, Zink und Selen fest, die ebenfalls wohl über sehr lange Zeit andauerten.  Grundlage zur Bestimmung bildeten die Empfehlung des „Food based dietary guidelines in the WHO European Region“ sowie eine in Italien gültige Richtlinie zur Nährstoffversorgung. Die Forscher machen das „zu viel des Guten“ für Verdauungsbeschwerden verantwortlich und untermauerten dies, indem Sie die komplette Ernährung des Probanden anpassten, sowie für Rehabilitierung des Verdauungstraktes sorgten. Fazit Eine Studie die zeigt, dass so manche selbst geplante oder von einem Trainingspartner übernommene Ernährungsstrategie über die Jahre etliches anrichten kann

Resümee

Kritiker werden jetzt sicher aufschreien und die Studie aufgrund der geringen Probandenzahl versuchen in der Luft zu zerfetzen. Was bei wem genau geschieht unterliegt sicher auch einer starken Individualität, das ist denke ich nicht diskutabel. Die eindeutige Aussage aus dieser Studie ist und bleibt dennoch die, dass viele „Do it Yourself“-Diets über die Jahre in die Hose gehen und nicht nur sportlich, sondern auch gesundheitlich einiges anrichten können. Nahrungsergänzungen sind sicher in bestimmten Situationen ein Segen, falsch angewandt können Sie aber auch zum Fluch werden, selbst wenn es sich um etwas so harmlos Klingendes wie ein Mikronährstoffsupplement oder ein Proteinpulver handelt. Mein Appell – Hinterfragt Eure Ernährung immer sehr kritisch! Wenn ihr nicht die Zeit habt, Euch mit allem auseinanderzusetzen gebt das Thema an jemanden ab der sich damit auskennt!
Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Newsletter bestellen und informiert sein!