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Machen süße, zuckerhaltige Getränke dick?

….eine Frage die jeder voreiliger Weise sicher erst einmal mit einem klaren JA beantworten würde, denn jeder weiß, wie schnell durch Flüssigkeiten haufenweise Kalorien aufgenommen werden können ohne dadurch ein Sättigungsempfinden hervorzurufen. Man denke an Milchkaffee, Cola, Eistee, Cocktails und ganz besonders an die Getränke mit einem hohen Anteil Fructosesirup. Allesamt stellen wahre Kalorienbomben dar die manchen Wheight-Gainer-Shake aus kalorischer Sicht noch in den Schatten stellen würden. Um Gewissheit zu haben wie sich der Verzehr von zuckerhaltigen Getränken auf das Körpergewicht und die Körperzusammensetzung auswirkt wurde die DONALD (Dortmund Nutritional and Longitudinally Designed) Studie ins Leben gerufen. Sie möchte ich heute mitunter vorstellen.

Vorüberlegungen

15% aller deutschen Kinder zwischen drei und 17 Jahren gelten in Deutschland als übergewichtig, 6% sogar als adipös (krankhaft übergewichtig). Aus den USA sind Meldungen bekannt, dass eine vermehrte Aufnahme zuckerhaltiger Getränke in Zusammenhang mit einem Anstieg des Körpergewichts stehe. Der Unterschied zwischen zuckerhaltigen Getränken in den USA und hierzulande besteht in der Verwendung verschiedener Zuckerarten. Während in den USA vor allem fructosehaltiger Maissirup zum Einsatz kommt, werden in Deutschland erhältliche Softdrinks in der Regel mit Saccharose gesüßt. Fazit Erschreckend viele Kinder sind bis 17 Jahren sind bereits übergewichtig. In den USA werden noch größere Zahlen geschrieben als in Deutschland

Die DONALD-Studie

Die DONALD-Studie läuft bereits seit 1985. Jedes Jahr werden 40 bis 50 neue Kinder in den Beobachtungskader mit aufgenommen, nur ein Teil aller Probanden wurde jedoch hier berücksichtigt. Mit ihrer Hilfe sollte die Frage beantwortet werden, inwiefern energiehaltige Getränke die Entstehung von Übergewicht fördern. Insgesamt 244 junge Probanden im Alter von 9 und 18 Jahren wurden zu diesem Zweck über 5 Jahre hinweg beobachtet. Neben Ernährungsprotokollen wurden Veränderungen des Körpergewichts, des BMI und des Körperfettgehalts festgehalten und gegenüber gestellt. Mit Hilfe der Ernährungsprotokolle wurden aufgenommene Energieträger analysiert. Bei den Getränken wurden insgesamt vier Gruppen differenziert.
  • Mit Zucker gesüßte Softgetränke wie Limonade oder Eistee
  • Diät- oder Light-Getränke mit niedrigem Kaloriengehalt
  • Fruchtsäfte mit einem Fruchtsaftgehalt von 100%
  • Die Summe aus beiden energiehaltigen Getränkegruppen also Softgetränke und Fruchtsäfte

Ergebnisse

Der Anteil männlicher Probanden nahm 23,8% des gesamten Getränkekonsums über Softgetränke auf, 20,6% waren es bei den weiblichen Probanden. 14,9% aller Getränke bestanden bei den Jungs aus Fruchtsäften, während es bei den Mädels 16,4% waren. Nur ein geringer Anteil bestand aus Diätgetränken. Es konnte beobachtet werden, dass bei den Jungen die Aufnahme energiehaltiger Getränke gesamt im Laufe der Beobachtungszeit anstieg, während bei den Mädchen besonders der Gehalt an Fruchtsäften in die Höhe ging. Im Ergebnis konnte bei den Jungen kein Zusammenhang zwischen der Aufnahme energiehaltiger Getränke und Veränderungen des Körpergewichts, des BMI oder des Körperfettgehalts festgestellt werden. Ein höherer BMI war lediglich mit einem hohen Konsum von Fruchtsäften zu verzeichnen. Bei den Mädchen wurde mit einer Veränderung der Trinkgewohnheiten ein Anstieg des Körpergewichts festgestellt, auch hier ganz besonders  wenn der Anteil an Fruchtsäften hoch war.

Resümee

Die Studie zeigt einerseits ein Ergebnis mit dem die wenigsten von uns rechnen würden. Kein signifikanter Zusammenhang zwischen der Aufnahme energiehaltiger Getränke und Körpergewicht bzw. Körperfettgehalts bei heranwachenden Jungen und ein deutlich höheres Risiko einer negativen Entwicklung bei Mädchen besonders wenn vermehrt Fruchtsäfte aufgenommen werden. Ein derartiges Ergebnis macht Raum für neue Fragen, insbesondere hinsichtlich unterschiedlicher Kompensationsmechanismen unseres Körpers wenn wir entweder insulinneutralen Fruchtzucker oder richtigen Zucker aufnehmen. Fürs Erste wackelt der Ruf von Fruchtsäften als gesunde Getränkealternative……

Quelle

Libuda L., Alexy U., Sichert-Hellert W., Stehle P., Karaolis-Danckert N., Buyken A.E., Kersting M.: Pattern of beverage consumption and longterm ssociation with body-weight status in German adolescents-results from the DONALD study. Br J Nutr. 2008; 99(6): S. 1370–1379
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