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Proteinriegel: Ein guter Mahlzeitenersatz?

Wir alle kommen einmal in die Verlegenheit bei der eine unproblematische Mahlzeiteneinnahme nach unseren Wünschen nicht immer möglich ist. Wer mobil sein muss, viel unterwegs ist und keine Möglichkeiten zum Kochen zur Verfügung hat, ist a.) entweder darauf angewiesen vorzukochen & einzupacken, b.) die Alternativen vor Ort in Betracht zu ziehen und daraus die optimalste Wahl zu treffen oder c.) zu verzichten, die Arschbacken zusammen zu kneifen und paar Stunden Hunger in Kauf zu nehmen. Wahre Hardcore-Athleten werden euch sagen, dass die Möglichkeiten b.) und c.) gar keine echten Option darstellen – und so ist man dazu verdammt, sich vorzubereiten und – gut gerüstet, wie ein Soldat im 2. Weltkrieg – voll aufgerödelt, bewaffnet mit Gabel, Messer und Tupperdose in den Alltagskrieg hinauszuziehen. Dennoch: Ein waschechter Bodybuilder sichert sich am liebsten doppelt und dreifach ab. In Sachen Ernährung lautet die Devise: No risk, more food, more fun. (Oder so ähnlich). Und wenn man mal nichts dabei hat, so ist es immer noch besser in den sauren Apfel zu beißen und sich etwas einzuverleiben, bevor man wie ein ausgehungerter Löwe im Käfig zur Bestie wird. (Denn wir wissen ja alle: Nichts ist schlimmer, als ein hungriger Bodybuilder – oder?!) Doch ihr könnt aufatmen, denn auch für diese Momente hat die flotte Nahrungs- und Lebensmittelindustrie eine attraktive Ausweichmöglichkeit geschaffen: Proteinriegel für den kochfaulen Kraftsportler.

Proteinriegel als Mahlzeitenersatz?

Mit dem Advent der Supplementindustrie und der damit verbundenen Vielfalt an Produkten, rücken sogenannte „Meal Repacements“ mehr und mehr in den Fokus der muskelhungrigen Athletenschaft – darunter vor allem Proteinriegel diverser Coleur. Die Frage, die man sich als leistungsorientierter und ernährungsbewusster Kraftsportler als nächste stellt, lautet: Taugt der Kram überhaupt was? Diese Frage ist gar nicht so einfach, denn die Sorten und Arten an Riegeln, die ihr heute bekommen könnt, sind Legion. Vom voluminösen Oh Yeah-Riegel, bis zum moderaten HighProtein Bar, über sogenannte Quest Bars bis hin zu kompakten Power Bars. Ob in Schokolade, Erdbeer, Vanille oder ein wenig exotischer im Oreo Cookie Flavor (Ja, auch die gibt es mittlerweile!). Für wenige Cents, einen Euro oder gleich mehrere Talerchen – auch bei der Preisspanne gibt es ein breit gefächertes Sortiment für jeden Geldbeutel.

Das Problem

Die meisten Leute denken, dass – nur weil auf der Verpackung das Wörtchen „Protein“ extra groß und fett geschrieben ist –dass ein solcher Schokobolzen eine ideale, nahrhafte und gesunde Alternative zu einer richtige Mahlzeit darstellt, die man sich ohne schlechtes Gewissen ruhig gönnen kann.

Die Realität

Es ging genug Leute, die vor den nackten Tatsachen ihre Augen verschließen wollen, doch ein Blick auf die Zutatenliste kann nicht trügen – ein Großteil der Riegel, die sich auf dem Markt befinden, sind nichts weiter, als teure Schokoriegel mit etwas mehr Protein. Sie sind vollgeladen mit Kohlenhydraten (lese: Zucker), oftmals zäh wie Schuhleder und nur in den Wenigsten Fällen ein gleichwertiger Ersatz für eine richtige Mahlzeit oder einen gesunden Snack.

Proteinriegel: Die wichtigsten Auswahlkriterien

Bevor ihr euch zum Kauf eines Proteinriegels entschließt (oder gleich ganze LKW-Ladungen ordert) solltet ihr euch zunächst über die Nährwerte des Produkts informieren. Blindkäufe, nur weil das Produkt als Proteinriegel deklariert ist, können sich relativ zügig als ein Schuss in den Ofen entpuppen. Es versteht sich natürlich von selbst, dass ein derartiger Riegel eine Mindestmenge an Protein enthalten sollte. Wer beim Studieren des Etiketts feststellt, dass der Riegel weniger als 20g an Protein liefert, sollte sich am besten gleich nach etwas anderem umsehen. Ein guter Richtwert liegt bei 20-30g Protein (was auch in etwa die Menge ist, die man benötigt, um die Proteinsynthese zu stimulieren). Weitere Kriterien sollten der Fett- und Kohlenhydratgehalt sein. Idealerweise wollt ihr natürlich, dass ein derartiger Riegel nur wenig Fett enthält und sich die Menge an Zucker im Überschaubaren Rahmen hält. Achtet hier vor allem auf den Anteil sog. Zuckeralkoholen/Polyole: Auch sie besitzen einen gewissen Kaloriengehalt und gehen nicht als „Ballaststoffe“ durch!) [1][2] Nicht wenige Athleten haben sich ihre Diät versaut, weil sie angenommen haben, dass man Zuckeralkohole getrost in der Kalorienbilanz vernachlässigen kann. Und wenn wir schon dabei sind: Natürlich entscheidet der Geschmack und die Konsistenz sowie der Preis, ob ein Riegel sein Geld wert ist oder nicht. Die meisten Proteinriegel schmecken eher bescheiden, sind trockener/krümmelig und sehr zäh (in Richtung Plombenzieher/Riesen). Wer ein derartiges cremiges Geschmackserlebnis wie bei einem fettkonzentrierten Schokoriegel erwartet, wird meistens schwer enttäuscht. (Mittlerweile ist die Supp-Industrie auch soweit, dass sie annehmbare Qualität liefert – doch die hat immer ihren Preis!) PRO-Tipp: Wenn ihr euch zum Kauf größerer Mengen entschließt, solltet ihr vorher eine Verkostung durchführen. Die meisten Riegel werden in größeren (preissparenden) Gebinden verkauft, doch wenn ihr erst einmal 25 Riegel daheim habt und euch die Sorte nicht schmeckt oder von der Konsistenz her zusagt, ist das Gejammer groß.

Abschließende Worte

Proteinriegel sollten als das gesehen werden, was sie sind: ein kraftsportgerechteres Dessert – nicht als vollwertiger Mahlzeitenersatz. Wenn ihr euch ab und zu mal einen Riegel gönnt, weil ihr das Verlangen nach etwas Süßem habt, dann wird die Welt dadurch nicht untergehen. Wer aber bewusst die Wahl trifft derartige, industriell hoch-verarbeitete, Produkte als Ersatz für echtes Essen zu wählen, der hat das Prinzip einer gesunden und nährstoffreichen Ernährung nicht verstanden – dazu gehört eben mehr als ein solides Makronährstoffprofil.. Achtet beim Kauf vor allem auf:
  • Die Zutaten, vor allem den Proteingehalt pro Riegel
  • Den Fett- und Kohlenhydratgehalt
  • Geschmack & Konsistenz
  • Preis
Riegel_Do_it_YourselfIm Optimum lasst ihr die Fertigware jedoch gleich im Regal liegen und entschließt euch dazu selbst den Kochlöffel zu schwingen! Gute, nährstoffreiche Riegel ohne künstliche Zusätze lassen sich problemlos in der eigenen Küche auf Vorrat herstellen. Sie sind günstiger und vor allem auf Dauer gesünder, als das käufliche Äquivalent! Unsere Rezepte-Ecke liefert euch hierzu viele gute und vor allem leckere Rezepte - zum Beispiel hier
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  • Hättet ihr gerade ein konkretes Beispiel für einen günstigen aber hochwertigen Proteinriegel

    Hättet ihr gerade ein konkretes Beispiel für einen günstigen aber hochwertigen Proteinriegel? Und wie teuer sind solche Riegel normalerweise?

    Grüsse

    Simon

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