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Vorsicht vor dem Tag NACH der Diät!

Die Szene ist voll von Empfehlungen die drauf abzielen, den Körperfettgehalt auf ein Minimum zu reduzieren. Schlechte Ratschläge nehmen dabei keinerlei Rücksicht auf den gleichzeitigen Erhalt von Magermasse (Muskelmasse), es existieren aber auch gute Konzepte bei denen beides erfüllt werden kann. Ein Körperfettgehalt unter 10% (oder bei Frauen um die 10%) ist das was sich jeder FitnessFreak für seine Diät wünscht, während es im Wettkampfbodybuilding noch wesentlich weiter runter geht. Wer sich selbst die Planung und Durchführung seiner Diät nicht zutraut, gibt dieses Thema an einen Coach ab in der Hoffnung, einen guten Begleiter für die harte Diätphase gefunden zu haben. Meistens enden derartige Coachings, aber auch eigene Überlegungen zum Thema Diät mit dem Tag X an dem die Maßnahme beendet wird, im besten Fall aufgrund des Wettkampfes, des Shootings oder eines sonstigen Zieles auf das man mühselig hingearbeitet hat. Die ernüchternde Folge aus einer solchen Vorgehensweise ist dann in vielen Fällen ein sehr fett-dominanter Rebound. Der heutige Artikel befasst sich aus diesem Grund genau mit diesem Thema und zeigt Euch was passiert wenn ihr nach der Diät nicht vorsichtig seid.

Was geschieht mit dem Stoffwechsel

Wenn wir uns auf ein Minimum an Körperfett herunterhungern stellt dies für unseren Körper eine große Stressbelastung dar, da er die Existenz als gefährdet ansieht. Von einem fettarmen Körper würde man vermuten, dass er mit einem guten Hormonstatus ausgestattet ist, ergo ein vernünftiges Aufkommen an Schilddrüsenhormon, ein niedriges bzw. normales Aufkommen an Cortisol sowie ausreichend freies Testosteron, Wachstumshormon und IGF-1. Auch würde man annehmen, dass kürzere Refeed-Phasen die Thermogenese sowie die Fettoxidation stark anheben und somit die Energieverschwendung durch Wärmeentstehung sowie die Fettverbrennung in die Höhe treiben. Dass eigentlich genau das Gegenteil der Fall ist zeigen die Ergebnisse des bekannten Minnesota Experiments. Hier wurden die Veränderungen eines extrem „ausgehungerten“ Metabolismus mit sehr niedrigem Körperfettgehalt bestimmt mit dem Ergebnis, dass es im Rahmen extremer Diätmaßnahmen zu einer reduzierten Stoffwechselrate, einer reduzierten HSL-Aktivität (ein pro-lipolytisches Enzym), einer erhöhten LPL-Aktivität (ein anti-lipolytisches Enzym), erhöhtem Cortisolspiegel, erniedrigtem Testosteronspiegel, einer reduzierten Fettoxidation, einer eingeschränkten Thermogenese und weniger aktivem Schilddrüsenhormon kommt. Fazit Wenn wir unseren Körperfettgehalt zu stark reduzieren hat dies weit reichende Konsequenzen auf den Stoffwechsel und den Hormonhaushalt die es nach der Diät zu berücksichtigen gilt

Was passiert danach?

Eindrucksvoll ebenfalls im Minnesota-Experiment aber auch in Folgestudien nachgewiesen, kommt es in Zuge der Aufnahme einer höheren Kalorienmenge nach einer extremen Diätmaßnahme zu etwas mit dem wohl die wenigsten rechnen würden. Während sich die sog. unspezifische Thermogenese mit der Kalorienerhöhung zeitgleich erhöht, lässt sich die fett-spezifische Thermogenese noch etwas länger Zeit. Anders als vermutet, findet so nach langem Fasten kein drastischer Anstieg an Magermasse sondern eine vorrangige Erhöhung des Körperfettgehalts statt. Ausgehend vom oben dargestellten Enzym- und Hormonaufkommen sind alle Signale und Vorgänge darauf ausgelegt, verlorenes Körperfett, also den Ausgangslevel vor der Diät wieder herzustellen. Was sich in Studien belegen lässt gehört auch zu dem, was ich im meinem Alltag als Nutrition-Coach immer wieder erlebt. Trainierende sind extrem ehrgeizig und diszipliniert in der Diät und ruinieren das Ergebnis monatelanger Arbeit dann wieder binnen weniger Wochen. Fazit Nach einer Diät mit minimiertem Körperfettgehalt wird Körperfett auf Kosten fettfreier Masse aufgebaut

Resümee

Für Aufbauphasen bedarf es eines bestimmten Körperfettgehalts (bis 15% bei Männern und bis 20% bei Frauen). Er ist unmittelbar mit dem Hormonmilieu und sonstigen wichtigen Stoffwechselkomponenten verbunden. Nach erfolgreicher Diät fährt man am besten damit, noch etwa zwei Wochen eine niedrig eingestellte Kalorienmenge aufzunehmen, da sich der Körper erst nach dieser Zeit wieder einigermaßen aus dem „Not-Modus“ befreit hat und auch die fett-spezifische Thermogenese dann wieder in vollem Ausmaß stattfindet. Eine Zufuhr von 115g Kohlenhydraten gilt als Garant dafür, dass auch die Schilddrüsenhormonfunktion wieder in Gang kommt. NACH DER DIÄT IST VOR DER DIÄT
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