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Bedeutung von Körperfett im Leistungssport

Wie viel ist zu viel und gibt es auch ein zu wenig? 2 Fragen die sich in Bezug auf den Körperfettanteil eines Sportlers sicher nicht allgemein gültig für alle Disziplinen beantworten lässt. Spontan ist man sicher dazu geneigt zu sagen dass es eher von Nachteil ist, zu viele überflüssige Pfunde mit sich herum zu schleppen als etwas zu wenig Körperfett am Körper zu haben. Andererseits wissen viele von Euch aber auch, dass es sich bei Fett um den größten Energiespeicher unseres Körpers handelt der uns bei Leistung und Laune hält. Lasst uns heute einmal einiges zur Bedeutung unseres Körperfetts und in diesem Zuge Einflüsse von Körperfett auf die sportliche Leistung erörtern.

Bedeutung von Körperfett

Unsere Fettdepots stellen wie bereits genannt, den größten und essentiellen Energiespeicher unseres Körpers dar. Auf stark komprimierte Art und Weise lassen sich hier größere Mengen Energie für einen späteren Bedarf zwischenlagern. Körperfett ist aber auch wichtig für die Gewebestruktur, greift als selbständiges endokrines Organ in den Hormonhaushalt ein, dient als Isoliermaterial gegen Kälte und schützt unsere Organe sowie andere Gewebe vor mechanischen Einflüssen. Die Lehrbuchmeinung geht von einem normalen Körperfettaufkommen anhängig vom Geschlecht bei Frauen von einem Prozentsatz zwischen 20-25% (teilweise sogar 30%) und bei Männern zwischen 15-18% aus. Für Sportler handelt es sich hierbei schon um sehr hohe Werte und das sowohl bei Männern als auch bei Frauen, da in den meisten Sportarten zusätzliches bzw. zu viel Fett schlichtweg keinen Nutzen erbringt sondern im Gegenzug als unnötiger Ballast angesehen werden muss. In Laufsportarten erhöht jedes überflüssige Gramm Fett beispielsweise das Körpergewicht welche über die gesamte Distanz zu bewegen ist. Im Kraftsport ist sogar belegt, dass ein zu hoher Körperfettgehalt das Muskelwachstum hemmt. Bei Sportarten die es auf die Optik der Athletinnen und Athleten abgesehen haben wie beispielsweise Bodybuilding verschleiern überflüssige Fettpfunde die Fortschritte und ruinieren das Figur-Forming. Fazit Ganz ohne Körperfett sind wir nicht überlebensfähig, gerade im Sport pflegt man jedoch bis auf bei wenigen Ausnahmedisziplinen eher Prozentsätze die sich sogar unter den für Normalbürger empfohlenen Werten bewegen

Verbrauch von Körperfett  -Ein Beispiel aus der Praxis

Ausgehend von niedrigen Körperfettwerten nehmen wir einmal einen 80kg schweren Marathonläufer an. Bei einem Körperfettehalt von 10% entspricht dies einer Brutto-Fettmenge von 8kg. Wenn gleich ich mit pauschalen Berechnungen immer meine Schwierigkeiten habe, lässt sich in diesem eindeutigen Beispiel die Quintessenz ganz eindeutig herauslesen, selbst der Verbrauch nicht für jeden gleichermaßen angenommen werden kann. Eine pauschalisierte Berechnung ergibt bei unserem Athleten einen Energieverbrauch von 80 x 42,2 kcal also 3376 kcal. Da 1g Körperfett aus energetischer Sicht mit etwa 7kcal zu bewerten ist entspricht dies einer Fettmenge von 482g sofern 100% der verbrauchten Energie allein aus Fett bezogen werden würde. Realistisch ist die Annahme, dass bei einem Marathon und einem Mann etwa 50% der verbrauchten Kalorien aus Fettsäuren umgesetzt werden, was dann einer Fettmenge von 241g entspricht. Studien zeigen einen eindeutigen Zusammenhang zwischen besseren Leistungen im Sport und einem niedrigeren Körperfettgehalt. Aus diesem Grund ließen sich bei Eliteläufern im Rahmen einer Untersuchung auf olympischen Spielen durchschnittliche Körperfettwerte von 7,5% feststellen. Bei Frauen lagen die Werte durchschnittlich bei 10-15%. Fazit Selbst bei lang andauernden stark aeroben sportlichen Belastungen  wie einem Marathonlauf und einem angenommenen Körperfettgehalt von 10% für einen Mann wird man aus energetischer Sicht nicht einen Schuld- oder Mangelmodus fallen. Für Krafttrainierende stellen vorhandene Fettspeicher aus energetischer Sicht noch weniger ein Problem dar

Zu wenig Körperfett und Gesundheit

Auch wenn wir zur reinen Versorgung mit Energie nur sehr wenig Körperfett benötigen würden, gibt es dennoch Grenzen, ab welchen mit gesundheitlichen Einschränkungen zu rechnen ist. Als grobe Richtwerte können hier bei Männern Werte um 5% und bei Frauen Werte um 10% (teilweise werden sogar 15% angegeben) genannt werden. Untersuchungen belegen bei einem zu niedrigen Aufkommen an Körperfett Beeinträchtigungen des Immunsystems. Speziell bei Frauen sorgt zu wenig Körperfett für ein reduziertes Aufkommen an Östrogen und damit verbunden für eine verminderte Synthese von Proteinen sowie zu Störungen des Menstruationszyklus die sogar bis zum völligen Ausbleiben der Monatsblutung führen können. Auch ein Verlust an Knochenmasse ist in Zuge dessen besonders bei Frauen denkbar. Fazit Zu wenig Körperfett beeinträchtigt die Gesundheit. Stärker betroffen als Männer sind hiervon Frauen

Resümee

Sportlich aktiv zu sein macht das Aufkommen an Körperfett nur bis zu dem Punkt notwendig, bei dessen Unterschreitung mit gesundheitlichen Konsequenzen zu rechnen ist. Die besseren Sportler sind nach wie vor diejenigen die durch ausreichend Training und Disziplin für niedrige Werte beim Körperfettgehalt sorgen. Ausnahmen bei bestimmten Sportarten und sicher auch bei bestimmten Athleten bestätigen die Regel.  
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