Service-Line +49 322 210 956-22 / Mo.-Fr. 07:00 - 17:00
ab EUR 40 versandkostenfrei für DE

Der Fleischbetrug

Wir Sportler essen gerne Fleisch!  --  Warum? Weil es eine hochwertige, kohlenhydratfreie, reine Proteinquelle darstellt. Wir lieben Fleisch am Stück weil wir bei Wurstwaren nie genau wissen, was alles im Fleischwolf landet und quasi mit „verwurstet“ wird. Fleisch ist Fleisch! So denken sicher viele von Euch liebe Leserinnen und Leser. Habt ihr aber schon mal etwas von Transglutaminasen gehört? Falls nein werde ich Euch mit meinem heutigen Artikel sicherlich etwas schocken…. Viel Spaß

Transglutaminasen

„Transglutaminase“ lautet die Bezeichnung für ein Enzym bzw. eine Enzymgruppe die in unserem Körper aktiv ist. Sie fungieren als biologischer Kleber und sorgen dafür dass Quervernetzungen zwischen einzelnen Proteinfäden entstehen. Das Resultat aus der Arbeit von Transglutaminasen ist ein stärkeres belastungsfähigerer Gewebsverband. Auch die Lebensmittelindustrie hat Transglutaminasen für sich entdeckt und stellt Sie inzwischen in großer Menge aus bestimmten Bakterienstämmen her. Sie finden Anwendung bei einer Vielzahl an Lebensmitteln wie Fleisch, Wurstwaren, Fischprodukten oder Milchprodukten und werden eingesetzt um bestimmte Eigenschaften, die Haltbarkeit oder den Ernährungswert der Lebensmittel zu beeinflussen. Transglutaminasen sind in einer Vielzahl an Lebensmitteln enthalten und beeinflussen deren Eigenschaften

Anders als gedacht!

Wenn ihr das nächste Mal ein fertig geschnittenes Stück Fleisch, geschnittene Putenbrust oder ähnliches kauft sehr Euch einmal genau die Struktur des Fleisches an. Mit Transglutaminasen klebt die Fleischindustrie auf völlig legitime Art und Weise Reste aus der Fleischherstellung zusammen um Sie dann als Fleisch am Stück zu verkaufen. Man nennt diese Art von Fleisch „rekonstituiertes Fleisch“ Das interessante daran ist, dass Transglutaminasen meist im Verarbeitungsprozess inaktiviert werden und so eigentlich nicht mehr nachweisbar sind. Wer jedoch genau hinsieht erkennt den Unterschied eines „richtigen“ und eines „falschen“ Fleisches am Stück. Der Einsatz von Transglutaminasen wird weiter dadurch verschleiert, dass für die Anwendung bis zum heutigen Zeitpunkt keine Deklarationspflicht besteht. Ob ihr tatsächlich ein „echtes“ Fleisch am Stück verzehrt lässt sich nur schwer erkennen

Wichtig

Der alleinige Einsatz von Transglutaminasen verändert die Inhaltstoffe von Fleisch nicht, weshalb deren Einsatz über Produktanalysen schwer zu identifizieren ist. Bei Milchprodukten werden Transglutaminasen dazu verwendet, den Anteil an Trockenmasse zugunsten günstigerer Herstellungspreise zu reduzieren. Hier lohnt sich ein Blick auf die Produktanalyse.

Unbedenklichkeit geprüft!

Von sog. tTG – Gewebstransglutaminasen ist bekannt, dass Sie entscheidend an dem Ausbruch einer Zöliakie beteiligt sind. Die Unverträglichkeit gegen Gluten hat mit der enzymatischen Aktivität von Transglutaminasen zu tun wohingegen über die Nahrung aufgenommene mTG – mikrobielle Transglutaminasen keine Auswirkung haben, da Sie spätestens im Magen inaktiviert werden. Auch von möglichen toxischen Eigenschaften kann Untersuchungen der EFSA zur Folge nicht berichtet werden. Transglutaminasen täuschen den Verbraucher, tun dies aber zumindest ohne gesundheitliches Risiko

Der eigentliche Betrug kommt zum Schluss

Formfleisch
Auch für die Herstellung von Formfleisch werden Transglutaminasen verwendet. Man versteht darunter ebenfalls eine Zusammensatzung aus Schlachtresten die einen bestimmten Verarbeitungsprozess durchlaufen, mit Salz und Gewürzen versehen werden und letztlich dann wieder in gepresster Form als „Fleisch am Stück verkauft werden. Ein gutes Beispiel für Formfleisch hat jeder von Euch schon einmal verzehrt – Chicken Mc Nuggets! Für Formfleisch besteht eine Deklarationspflicht und auch bei Formfleisch muss der Fleischanteil immerhin noch bei 95% liegen. Mit Formfleisch verabschieden wir uns bereits von 100% Fleisch auch wenn es so aussieht

Lebensmittelimitate

Hier hört der Spaß auf! Wenn Fleisch nur noch nach Fleisch aussieht, es damit aber nur noch wenig zu tun hat, handelt es sich dabei um sog. Lebensmittelimitate. Der Fleischanteil wird hier durch wasserhaltige Zusatzstoffe wie Blutplasma oder Verdickungsmittel gestreckt. Natürlich werden hier auch wieder Transglutaminasen verwendet um die Beschaffenheit der Fleischbrühe letztlich wieder anzugleichen. Bestes Beispiel für Lebensmittelimitate ist der oftmals verwendete „falsche“ Pizzaschinken. Auch für Lebensmittelimitate besteht eine Kennzeichnungspflicht. Bis zum heutigen Tage gibt es jedoch noch keine eindeutige Regelung zur Deklaration derartiger Produkte mit dem Wort „Imitat“ was den unbeholfenen weniger belesenen Verbrauchern eine Differenzierung stark erschwert. Fleischbetrug – der dumme unbeholfene Verbraucher glaubt hochwertiges Fleisch zu essen – die Wahrheit sieht anders aus
Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Newsletter bestellen und informiert sein!