Service-Line +49 322 210 956-22 / Mo.-Fr. 07:00 - 17:00
ab EUR 40 versandkostenfrei für DE

Die biologische Wertigkeit

Die biologische Wertigkeit wird vor allem beim Verkauf von Nahrungsergänzungsmitteln immer wieder gerne genannt, doch was verbirgt sich hinter den Zahlen?

Definition der biologischen Wertigkeit

Die biologische Wertigkeit drückt die Qualität der Proteine in Lebensmitteln oder Lebensmittelkombinationen aus. Sie gibt an, wie viel Gramm Körpereiweiß durch 100 g von einem bestimmten Nahrungseiweiß aufgebaut werden kann. Je höher die biologischen Wertigkeit ist, desto mehr Eiweiß kann in körpereigenes Eiweiß umgewandelt werden. Hühnerei hat zum Beispiel die biologische Wertigkeit 100. Durch geschickte Kombination verschiedener Lebensmittel lässt sich die Wertigkeit einzelner Lebensmittel einfach erhöhen. Ein typisches Beispiel wäre die Kombination von Hühnerei und Kartoffeln. Bei dieser Kombination wird eine biologische Wertigkeit von  136 erzielt, wobei das Hühnerei allein nur eine Wertigkeit von 100 aufweist. Der Gehalt verschiedener Aminosäuren, der einzelnen Lebensmittel, wirkt hierbei ergänzend. Für die sportive Ernährung wäre diese Kombination allerdings wenig brauchbar, da für den Tagesbedarf an Eiweiß sechs Eier (360 g) und ca. 750 g Kartoffeln gegessen werden müssten. Es macht also Sinn, viele verschiedene Proteinquellen zu verwenden und geschickt zu einer hohen biologischen Wertigkeit zu kombinieren und viel körpereigenes Eiweiß aufzubauen.

Typische Fehlansicht zur biologischen Wertigkeit

Wie kann es sein, dass mehr als 100% des zugeführten Proteins, in körpereignes Eiweiß umgewandelt werden können? …solche Fragen liest man sehr häufig in Foren. Die Zahl 100 ist dabei keine Prozentangabe, sondern lediglich eine dimensionslose Zahl, welcher die Umwandlung beschreibt. Früher ist man davon ausgegangen, dass Vollei die maximale biologische Wertigkeit besitzen würden, also wurde die Zahl 100 eingesetzt, um dies mit den typischen 100% zu arrangieren, wobei klar war, dass niemals 100% externes Eiweiß in 100% körpereigenes Eiweiß umgewandelt werden könnte. Wenn ihr ein Buch besitzt und dieses eine biologische Wertigkeit mit 100% angibt, dann bitte dieses Buch direkt in den nächsten Mülleimer befördern, weil es das Grundverständnis der biologischen Wertigkeit somit komplett verfehlt. Später stellte sich heraus, dass durch die Kombination von Proteinen, diese noch besser umgesetzt werden konnten und somit das Vollei bei seiner Wertigkeit für den Aufbau von körpereigenem Eiweiß überholten. Vergleichen wir es mit einer Prozentangabe, so können ca. 60-70% des aufgenommenen Volleis wirklich in körpereigenes Eiweiß umgewandelt werden. Die biologische Wertigkeit richtig sich nur nach dem Wert des Volleis. Ein Produkt, welches zum Beispiel eine biologische Wertigkeit von 80 aufweist, kann wenn wir bei Vollei von einer tatsächlichen Umwandlungsrate von 65% ausgehen, gerade einmal zu 52% umgesetzt werden. Da die Angaben sich immer auf das Vollei mit seinen 100 beziehen, wird vom Konsumenten ein Produkt oft falsch eingeordnet. Natürlich werden die hohen Zahlen der biologischen Wertigkeit beibehalten und nicht überarbeitet, weil sie sich gut verkaufen lassen. Die Zahlen sind auch so ein guter Anhaltspunkt, dabei solltest du jedoch nicht vergessen, in welchem Zusammenhang diese Zahlen stehen. Immer im Hinterkopf behalten, dass es sich um einen errechneten Wert handelt, welcher eigentlich überarbeitet werden müsste, um die oftmals verwirrenden Aussagen des Aufbaus von Körpereiweiß zu vermindern.

Die biologische Wertigkeit ist nicht alles!

Auch wenn Kombinationen von Lebensmitteln zu hohen biologischen Wertigkeiten führen können, muss es nicht immer das Beste für den Körper sein. Dass es sich im Bereich Kraftsport und Muskelaufbau anbietet, Whey Protein mit hoher biologischer Wertigkeit, gepaart mit schnellen Kohlenhydraten, nach dem Training zu konsumieren, haben viele Studien bewiesen, jedoch sollte auch ein Mehrkomponentenprotein verwendet werden, um den Muskelschutz zu gewährleisten. Eine ausgewogene Mischkost mit verschiedenen Proteinquellen, verteilt über den Tag, bietet sich sehr gut zur Versorgung an. Die antikatabole Wirkung von Caseinprotein kann man sich auch durch eine Kombination zu Nutze machen. Wer nur Produkte mit hohen biologischen Wertigkeiten konsumiert, wird kurz nach dem Konsum auch seinen Aminosäurenpool im Blut wieder schnell herabsetzen, da das Protein schnell verarbeitet wird, jedoch ebenso schnell auch als Energielieferant dienen kann. Durch eine langsame Aufnahme von Protein mit einer niedrigen biologischen Wertigkeit, steht dir dieses in Form von Aminosäuren im Blut, auch länger zur Verfügung. Eine gute Mischung aus verschiedenen Eiweißen mit verschiedenen biologischen Wertigkeiten, kann wesentlich effektiver neue Zellen bilden und auch Reparaturvorgänge vornehmen. Nahrungsergänzungsmittel sind natürlich immer sehr unkompliziert zu handhaben, wenn du diese nutzt, achte unbedingt auf die Qualität und nicht nur auf den Preis der Produkte und schaue nicht nur auf die biologische Wertigkeit, sondern setze Eiweiße bewusst ein
Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Newsletter bestellen und informiert sein!