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Die Low Carb Ernährung: Vorteile, Mythen und Chancen!

Viel Kohlenhydrate oder wenig Kohlenhydrate? Viel Nahrungsfett oder wenig? Sind Kohlenhydrate der „Feind“ oder doch die Nahrungsfette? Wie steht es um Protein? Kann man mit kohlenhydratarmer Ernährung Fett aufbauen? Wow…um das Thema Low Carb gibt es noch immer viele Mythen und „Halbwahrheiten“, die im Bereich der Fitness-Szene kursieren. Dieser Artikel soll dir dabei helfen, die Low Carb Ernährung besser zu verstehen.

Mythos: Mit Low Carb kann man kein Körperfett aufbauen!

Diese Aussage kursiert noch immer gerne und hartnäckig durch die Szene. Der Hintergedanke dabei ist, dass eine Low Carb Ernährung dazu führt, dass der Insulinspiegel reduziert wird und Insulin ist schließlich das Speicherhormon Nummer 1. Ist der Insulinspiegel niedrig, kommt es zu einer geringeren Fettspeicherung und einer verstärkten Fettfreisetzung aus dem Depotfett. Man kann also den Schluss ziehen, dass ein niedriger Insulinspiegel die Fetteinlagerung hemmt. Doch ganz so einfach ist es nicht. Genau genommen muss man sich hier einige Enzyme und Proteine genauer anschauen. Da wäre zum Einen die Lipoproteinlipase, welche an der „Außenwand“ der Fettzellen sitzt. Dieses Enzym spaltet Triglyzeride aus Lipoproteinen und Chylomikronen in freie Fettsäuren und Glycerol. Die freien Fettsäuren können dann in die Fettzelle geschleust werden und dort wieder zu Triglyzeriden aufgebaut werden - der Speicherform der Fette in unseren Fettzellen. Ein hoher Insulinspiegel fördert dabei die Aktivität der Lipoproteinlipase. Entscheidender als dieses Enzym ist jedoch das Aylation Stimulating Protein (ASP) innerhalb der Fettzellen, welches wirklich für den Aufbau von neuen Fettspeichern dient. Und interessanterweise ist dieses Protein entscheidender für den Fettaufbau und weniger abhängig von Insulin. Sprich, selbst wenn der Insulinspiegel niedrig ist und die Lipoproteinlipase in ihrer Aktivität dadurch herunterreguliert wurde, kann der Körper über ASP noch Fettspeicher aufbauen. Denn die ASP-Aktivität ist weniger von Insulin, sondern vor allem von den Blutfetten abhängig, die wiederum höher sind, wenn mehr Fett gegessen wird. Beispielsweise bei einer Low Carb Ernährung. Das ist natürlich auch nicht verwunderlich, denn das Nahrungsfett muss ja irgendwie transportiert werden. Relevant wird das Ganze natürlich erst wieder bei einer Ernährung mit Kalorienüberschuss. Dann kommt es zu einer erhöhten ASP Aktivität und das Nahrungsfett einer Low Carb Ernährung kann eingelagert werden. Bei einem Kaloriendefizit, werden die Fette im Blut als Energielieferanten herangezogen und oxidiert.

Low Carb gegen hartnäckiges Fettgewebe

Im Kampf gegen hartnäckiges Fettgewebe kann Low Carb jedoch sehr hilfreich sein. Zumindest dann, wenn man sich in einem Kaloriendefizit befindet. Dann können die erhöhten Blutfette die Second Messenger Cascade (SMC) der so genannten alpha-2-Rezeptoren „verkleben“. Bindet Adrenalin an den alpha-2-Rezeptoren, kommt es zu einer Informationsweiterleitung (die SMC) ins Zellinnere, dass die Lipolyse, also die Fettfreisetzung, unterdrückt werden soll. Bei einer kohlenhydratarmen Ernährung wird diese SMC jedoch beeinträchtigt. Das bedeutet, die Fettfreisetzung aus den Fettzellen wird dadurch weniger stark gehemmt. Auch die Insulinrezeptoren an den Zellen führen zu einer SMC, welche die Lipolyse unterdrückt. Werden weniger Kohlenhydrate gegessen und wird der Insulinspiegel konstant niedrig gehalten, kommt es auch hier nicht zu einer Unterdrückung bzw. Hemmung der Lipolyse. Die Fettfreisetzung wird optimiert und die hartnäckigen Fettpölsterchen können besser „attackiert“ werden.

Fazit

Low Carb hat absolut seine Daseinsberechtigung und kann vor allem beim Kampf gegen hartnäckige Fettpolster hilfreich sein. Dass es nicht möglich sei bei einer Low Carb Ernährung Fett aufzubauen ist hingegen nicht richtig. Während einer überkalorischen Low Carb Ernährung ist der Körper sehr wohl in der Lage, Energiespeicher in Form von Körperfett aufzubauen. Kohlenhydrate und Insulin hin oder her.
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