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Die soziale Sichtweise, Fleischfresser oder Vegetarier?

Die endlose Diskussion um den Konsum von Fleisch und Fleischerzeugnissen und der Fleischlosenernährung z.B. in Form von vegetarischen Ansichten und dem grundlegenden Verzehr von pflanzlicher Nahrung, wird wohl nie enden… Dieser Artikel konzentriert sich nur auf den sozialen Aspekt und nicht auf den ernährungsphysiologischen, weshalb es zu keinen Gegenüberstellungen von Nährstoffen oder Nahrungsbestandteilen kommen wird.

Warum gibt es die Diskussion und Fragestellung überhaupt?

Unsere Empfehlungen der DGE, WHO und usw., bauen alle auf einer Tatsache auf, dass der Mensch aus verschiedenen Problemen heraus Richtlinien festlegt und diese früher als Wegweiser angesehen wurden, um diese Probleme zu beseitigen. Nach diesen Problemstellungen wurde ebenfalls der präventive Ansatz, Gesundheitsmanagement und vieles weiter in der Ernährung eingeführt, sodass man in den letzten Jahrzehnten auch begonnen hat, die Empfehlungen zu verbessern und zu hinterfragen, da sich unsere Ernährungssituation im Bezug auf Krankheiten, besonders im Stoffwechselbereich und auch z.B. bei Adipositas, eindeutig verschlechtert hat. Neben der Geburtsstunde der Diäten und ihrer Verwirrung des Verbrauchers, um Kasse zu machen, wurden ebenso viele Konzepte, Systeme und Forschungsaktivitäten eingeführt und durchgeführt, um das Wohl des Menschen zu verbessern und den Weg der „richtigen Ernährung“ zu ebnen. Schauen wir uns heute die zahlreichen Methoden des Kochens an, welche für unsere Vorfahren durch den Einsatz des Feuers, ein Meilenstein in der Entwicklung darstellte, so sollte klar sein, dass unsere Möglichkeiten, auch bei der Speisenzubereitung sowie bei der Auswahl der Ernährungsform unglaubliche Maße angenommen haben. Zurück zur Problemdarstellung wird schon länger versucht eine optimale Ernährungsweise zu generieren, bisher ohne wirklichen  Erfolg, die Frage, was unsere Vorfahren vor z.B. 8000 Jahren gegessen haben, wurde herangezogen und auch hier befindet sich das Problem. Viele sprechen von großteiliger pflanzlicher Ernährung, durch verschiedene  Ansätze unseres Gebisses und andere wiederum zeigen genau das Gegenteil. Neue Erkenntnisse sollen auch wiederum aufzeigen, dass durch Isotopbestimmungsmethoden in der Zeit vor dem Ackerbau grundlegend mehr Fleisch gegessen wurde, andere Studien zeigen, dass es in Gebieten gar kein so großes Angebot an Fleisch gegeben haben kann und so auch die Ernährung zu einem Großteil aus pflanzlicher Nahrung bestehen musste. Egal welche Quellen man sich aussucht, man wird immer Aussagen treffen können, welche sich gut belegen lassen.

Eine Glaubensfrage

Durch die doch sehr vielen unterschiedlichen Meinungen von Experten, Autoren, Institutionen uvm. ist es wohl eher eine Glaubensfrage, welche Ernährung der frühere Mensch hatte, hier setzt der soziale Aspekt eindeutig an. Aber warum ist die Frage um unsere Vorfahren überhaupt so wichtig? Ganz einfach, denn wer mitreden möchte, egal ob die Evolution in dieser Zeit schon einige Änderungen vorgenommen hat, muss eine Stellung in diesem Bereich einnehmen können, einfach gesagt, eine These muss als wahr angesehen werden und sobald man dies nicht tut, steht man als Unwissender im Raum und hat keine Ahnung. Dabei können beide Lager meist die Argumente des anderen nur sehr schlecht verstehen oder diese richtig reflektieren, was auch wieder zeigt, dass es fast nicht mehr um den wissenschaftlichen Beweis, sondern mehr um den Glauben an eine Sache geht.

Die Ernährung heute, eine andere Sichtweise

In der heutigen Zeit sind die genannten Einflussfaktoren jedoch meist gar nicht mehr der ausschlaggebende Grund für eine Ernährungsweise. Viel mehr findet durch z.B. den Vegetarismus ein sozialer Standplatz in der Gesellschaft seinen Vorrang. Es wird gegen die schlechte Behandlung von Tieren und die Lebensmittelindustrie und fragwürdige Produktionsprozesse und neuere Verfahren, wie zum Beispiel Bestrahlung und genveränderte Organismen eingesetzt und so protestiert. Durch den Überfluss an Nahrung kann einen solche Ernährung ebenfalls ausgewogen und vollwertig sein, jedoch wird so der soziale Standpunkt aufgezeigt und es soll zu einem Boykott der Industrie kommen.

Fazit

Aus sozialer Sichtweise ist der Vegetarier ein Kämpfer für Gerechtigkeit und präventive Ansätze in der Ernährung und den Lebensmitteln. Der Fleischkonsument steht in diesem Zusammenhang leider als negativ im Raum, was sich leider auch schlecht vermeiden lässt, da sämtliche Statistiken im Bereich Ressourcenschonung gegen den übermäßigen Fleischkonsum sprechen, hier ist nur derjenige angesehen, der bewusst Fleisch einkauft und nicht in übermäßigen Mengen konsumiert. Dieser Trend ist jedoch für den Sportler problematisch. Wer Jedoch begutachtet was auch bei vielen Vegetariern auf dem Teller liegt, der wird feststellen, dass an vielen der soziale Aspekt vorübergegangen ist und es mehr oder weniger ein Trend ist, kein Fleisch zu konsumieren. Die Ausgangsfrage ist allgemein somit nicht einfach zu beantworten, findet aber heute im sozialen Bereich mehr den Anklang des Vegetariers, egal wie die Evolution ausgesehen hat.
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  • Moin

    Moin!

    Interessanter Beitrag in Deinem Forum. Ich selbst ernähre mich vegetarisch, habe deshalb aber kein schlechtes Bild von Fleischessern.
    Wer sich sein Putensteak bestellt und mich zeitgleich ohne Murren und Knurren die Tofu-Alternative verzehren lässt, hat keinerlei Kritik zu erwarten.

    Allerdings denke ich schon, dass in Bezug auf Fleischkonsum viel Unwissen existiert und empfinde die Argumentation diskussionswütiger Carnivoren deshalb zum Teil als fragwürdig.

    Wenn du lieber BMW als Opel fährst, dann ist das dein Ding - willst du mir jedoch erzählen, dass die neuen 5er jetzt sogar fliegen können und ohne Benzin auskommen, wirst du dir kritische Fragen gefallen lassen müssen. :-)
    So - oder so ähnlich - sehe ich es beim Fleisch. Moralisch vertretbar ist es in den heutigen Zeiten aufgrund der Massentierhaltung kaum noch; schmecken tut es jedoch weiterhin. Wer sich pro Fleisch entscheidet, hat das gute Recht seinen Bissen zu genießen, allerdings ist es kein ernährungsphysiologisches Muss, wie uns viele vegetarische und auch vegane Sportler zeigen.

    Grüße aus dem Norden...

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