Service-Line +49 322 210 956-22 / Mo.-Fr. 07:00 - 17:00
ab EUR 40 versandkostenfrei für DE

Einfach nur Schokomilch nach dem Training?

Die Supplementbranche boomt und das nicht nur im Kraftsport sondern auch in anderen Sportarten wie beispielsweise dem Radfahren, ergo im Ausdauersport. Besonders die richtige POST-Workout-Nutrition, also WAS soll ich WANN in welcher MENGE und ZUSAMMENSETZUNG zu mir nehmen, um nach dem Training möglichst schnell wieder zu regenerieren ist eine Frage, die jeder ambitionierte Sportler gerne beantwortet haben möchte und für dessen Gewährleistung er sicher auch bereits ist, den ein oder anderen Euro auszugeben. Aus diesem Grund ist der Markt auch voll von Post-Workout-Supplements. Ich möchte Euch heute eine interessante Studie vorstellen, die sich mit den Auswirkungen der Einnahme eines der besagten speziell entwickelten Recovery-Drinks und schnöder fettarmer Schokomilch nach einem Ausdauertraining befasst.

Die Studie

Besagte Untersuchung entstammt dem Official Journal oft he American Society of Exercise Physiologistics vom Dezember 2011. Kelly L. Pritchett und Kollegen haben sich an Aussagen des American College of Sports Medicin und der American Dietetic Association orientiert, die besagen, dass pro Stunde Radtraining ein Verbrauch von 1-1,5g Kohlenhydrate pro Kilogramm Körpergewicht angenommen werden kann. Die Gabe von Kohlenhydraten spielt eine entscheidende Rolle bei der Optimierung der Glykogenresynthese und fördert so die Regeneration. Die gleichzeitige Gabe von Protein spielt zumindest in einigen Studien hier auch eine Rolle und verbessert die Glykogenbereitstellung. Auch Veränderungen des Markers Creatin-Kinase  (CK) sind interessant, da dieser die Schädigung der Muskulatur anzeigt und erhöhte Werte mit Leistungseinbußen verbunden sind. Hier ist entscheidend was im Laufe der nächsten 6 Stunden nach dem Training geschieht. Als Probanden fungierten 10 trainierte Radfahrer im Alter zwischen 19 und 40 Jahren. Sie alle absolvierten dieselben Trainingseinheiten mit 85%VO2max bis zur Erschöpfung. Eingeteilt in 2 Gruppen, erhielt Gruppe 1 Schokomilch Gruppe 2 erhielt ein standarisiertes Recovery-Getränk. Fazit Leistungsvergleiche, Glykogenresynthese und Veränderungen des Markers Creatinkinase dienen als Vergleichsmerkmale beider Gruppen

Unterschiede in der Analyse

Beide Getränke liefern in etwa dieselbe Menge Protein und Kohlenhydrate pro Portion. Beim Fettgehalt liefert Schokomilch mit 4,6g statt 2,7g beim Recovery-Drink etwas höhere Mengen. Während Schokomilch entschieden mehr Kalium enthält, strotzt unser Recovery-Drink geradezu vor Vitamin C und Vitamin E, welche beide in Mengen weit über der täglichen Bedarfsmenge enthalten sind. Auch Natrium und Magnesium sind im Recovery-Drink etwas mehr enthalten. 2 Meiner Meinung nach interessant ist der Vergleich der Kohlenhydratformen. Schokomilch liefert Saccharose (Fructose und Glucose) sowie Laktose. Recovery-Drinks bestehen häufig aus Dextrose, Fructose und Maltodextrin.  
  Schokomilch fettarm 240 ml/mg Recoverydrink Endurox  1 Portion/mg  
Vitamin C 3,2 250 ** mg
Vitamin E 0,3 158 *** mg
Natrium 175,2 220 mg
Kalium 415,2 180 mg
Calcium 240 225 mg
Magnesium 69,6 110 mg
   Saccharose / Lactose  Dextrose / Maltodextrin/Fructose  
      ** 430% Daily Value  
     ** 730% Daily Value  
  Fazit Relativ gleiche Mengen bei Makronährstoffen, dafür teilweise sehr hochdosierte Gaben an antioxidativen Vitaminen machen das nun folgende Kapitel Ergebnisse interessant

Das Ergebnis

Was das Getränk selbst angeht, bevorzugten alle 10 Probanden sowohl geschmacklich als auch in Sachen Konsistenz die Schoko-Milch. Mögliche Ursache hierfür ist möglicherweist mitunter der etwas höhere Fettgehalt sicher aber der Einsatz von Milch. Hinsichtlich der Ernährungsgewohnheiten (Kalorienaufnahme, Mahlzeiten ect) sowie den Schlafmustern beider Gruppen konnten keine signifikanten Unterschiede festgestellt werden. 1 Auch was das Eintreten von Muskelkater anbelangt, traten bei beiden Gruppen keinerlei merkliche Unterschiede auf. Zeitwerte, sprich Leistungswerte waren relativ identisch (ohne signifikante Relevanz) und letztlich gab es auch keine signifikanten Unterschiede im Aufkommen an Creatin-Kinase sowohl Pre- als auch Post-Workout wie beigefügte Darstellung zeigt.  4

Resümee

Trotz der Unterschiede bei Kohlenhydraten (Laktose statt Maltodextrin) und der hohen Dosis an antioxidativem Vitamin C und Vitamin E traten nach 1 Woche keine merklichen Unterschiede in Sachen Leistung, Glykogenresynthese und Muskelschädigung ein. Anders als so oft vermutet, scheint Laktose bei keinem der 10 Probanden irgendeinen negativen Einfluss zu vermittelt haben. Derartige Ergebnisse unterstreiche ich immer mit Vorliebe, da ich nach wie vor ein Verfechter des Einsatzes von Milchprodukten in der Sporternährung bin, sofern in Sachen Verträglichkeit individuell keine Probleme bestehen. Der einzige Unterschied beider Getränke ist der Preis. Hier wird der Geldbeutel mit unserem Recovery-Drink sicherlich etwas schlanker als beim Einkauf fettarmer Schokomilch. Zumindest im Ausdauersport scheint der Einsatz von Schoko-Milch aus dieser Arbeit heraus interessant zu sein.  
Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Newsletter bestellen und informiert sein!