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Eiweiß-Mythen

Es gibt sehr viele Gesundheitsaussagen rund um das Thema Eiweiß - viele sind komplett überholt jedoch einige auch richtig. Man sollte nicht immer alle Aussagen schlecht machen, denn oft werden Gesundheitsangaben einfach nicht richtig interpretiert und einfach ohne jegliches Fachwissen widerlegt oder als falsch suggeriert.

In Deutschland wird zu viel Eiweiß verzehrt

Von vielen Personen als „falsch“ ausgezeichnet, ist dies allgemein richtig – wenn man sich nach den Richtlinien der DGE mit 0,8g pro kg Körpergewicht richtet und nach internationalen Standards. Daher immer auf Vergleichswerte achten und diese mitbewerten.

Viel Eiweiß führt zu einer vermehrten Calciumausscheidung

Diese Aussage ist richtig, denn durch Eiweiß wird vermehrt Calcium gebunden und kann so teilweise nicht mehr resorbiert werden. Bei einer Resorptionsrate von gerade einmal 30-40% des zugeführten Calciums, sollte allgemein auf die Calciumzufuhr geachtet werden.

Durch eine hohe Eiweißzufuhr kommt es zu einer erhöhten Ausscheidung von Endmetaboliten und zu einer erhöhten glomulären Filtrationsrate, was zur Nierenschädigung führen kann.

Diese Aussage ist teils richtig. Durch aufgenommenes Eiweiß werden vermehrt Endmetaboliten produziert, was die Filtrationsrate erhöhen kann. Jedoch ist die Annahme der DGE, dass es ab 2,0g Eiweiß pro kg Körpergewicht zu Schäden im Körper kommen kann überholt. Bei adäquatem Trinkverhalten gegenüber der Eiweißmenge, gibt es keinen Beleg für diese Aussage. Auch die Nierenschädigung ist nur bei geringer Trinkmenge nachgewiesen worden.

Eiweiß hilft beim Abnehmen

Die Aussage ist teils richtig. Zu viel Eiweiß ist ebenso ein Dickmacher, da der Brennwert von 1g Eiweiß 4kcal hat – ebenso viel wie 1g Kohlenhydrate. Jedoch ist bei einer Umstellung der Nahrung auf vermehrt eiweißreiche Lebensmittel oder Zwischenmahlzeiten, der Sättigungsfaktor sehr hoch, was zu einer geringeren Kalorienaufnahme führen kann. Eiweißreiche Lebensmittel haben außerdem meist wenig Fett und somit meist weniger Kalorien wie vergleichbare Lebensmittel.

Eiweiß führt zur Beeinflussung des Säure-Basen-Haushalts

Das ist richtig! Durch Eiweiß wird vermehrt Säure gebildet, um jedoch das Säure-Basen-Verhältnis signifikant zu stören, muss schon sehr viel Eiweiß aufgenommen werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann durch viel Obst und Gemüse dem Körper genügend Basen zur Verfügung stellen, um präventiv vorzusorgen.

Viel Eiweiß kann zur Fettleibigkeit führen!

Viel Eiweiß bringt auch viel Energie. Wer also viel Eiweiß zu sich nimmt und dabei nicht beachtet wie viele Kalorien er täglich konsumiert, wird folglich an Körpergewicht zu legen. Deshalb ist die Aussage richtig. Wer jedoch auf seine Nährstoffzufuhr achtet, kann auch vermehrt Eiweiß konsumieren. Fettleibig wird nur der, der mehr Energie aufnimmt, als er benötigt und somit eine positive Energiebilanz erreicht. Auch eine Erhöhung von Cholesterin kann eine mögliche Folge eines hohen Proteinkonsums sein. Dabei geht man davon aus, dass durch eine vermehrte Aufnahme von Fleischerzeugnissen automatisch vermehrt Cholesterin aufgenommen wird, dies muss aber nicht der Fall sein. Es kann ebenso durch vegetarische Kost viel Eiweiß aufgenommen werden und ebenso durch Fleischerzeugnisse, die einen geringen Anteil an Cholesterin aufweisen. Eine „mögliche“ Folge ja, jedoch keine grundsätzliche.

Eiweißshakes sind wichtig für den Muskelaufbau

Das ist natürlich nicht richtig. Eiweißshakes bieten eine schnelle Alternative zu Lebensmitteln und sind, wie ihr Name schon sagt, ein Ergänzungsmittel zur Nahrung. Sie können jedoch durch die schnelle Verfügbarkeit der enthaltenen Aminosäuren und ihrer Zusammensetzung helfen, eine optimale Versorgung des Körpers zu begünstigen, da die Einnahme von entsprechenden natürlichen Lebensmitteln zeitlich und in gewünschter Zusammensetzung nicht immer möglich ist.

Mehr Protein = mehr Muskelmasse

Dies ist teilweise korrekt. Durch eine Erhöhung der Eiweißzufuhr wird die Eiweißsynthese im Körper angeregt und es kann zum vermehrten Muskelzellensynthese kommen, dies ist jedoch auch sehr hormonbedingt. Wer jedoch denkt, dass Unmengen an Protein zu riesigen Muskelbergen führen täuscht sich. Wir empfehlen dir lieber den Zeitpunkt der Eiweißzufuhr und die möglichst beste Qualität des aufgenommen Eiweißes zu beachten. Eiweißmengen über 3g pro kg Körpergewicht sind meist utopisch. Dabei wird oft auch nicht mehr genug Flüssigkeit zugeführt, was definitiv zu Schäden im Körper führen kann.

Unser Tipp für dich!

Eiweiß ist ein essentieller Stoff für deinen Körper, da verschiedene Aminosäuren nicht selbst vom Körper gebildet werden können und Protein für die Zellbildung unerlässlich ist. Achte als Sportler gut auf deine biologisch hochwertige Eiweißversorgung und auf die jeweilige Art des aufgenommenen Eiweißes, sowie den Zeitpunkt der Zufuhr - dabei sollten natürliche Lebensmittel immer die erste Wahl sein!
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