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Ist Wasser aus PET-Flaschen gefährlich?

Ich denke die Notwendigkeit täglich genug zu trinken muss nicht in einem extra Artikel zum Thema Sporternährung diskutiert werden. Wenn es um die Art des Trinkens geht, sieht die Sache schon anders aus. Wie viel trinken ist gesund und nützlich? Was ist zu viel des Guten? Viele Fragen tun sich auf. Eine weitere interessante Frage die man sich in Verbindung mit der Aufnahme von Flüssigkeit stellen kann ist die, inwieweit es Unterschiede in der Darreichungsform gibt bzw. noch konkreter ausgedrückt, ob es Nachteile mit sich zieht, Flüssigkeit über PET-Flaschen aufzunehmen.

Was ist PET

PET ist die Abkürzung für Polyethylenterephthalat. Es handelt sich dabei um einen thermoplasmischen Kunststoff der in unendlich vielen Formen und Farben in der Industrie Verwendung findet. Einer der bekanntesten Einsatzmöglichkeiten ist die Herstellung der Standart-Kunststoff-Getränkeflasche wie wir Sie aus allen Supermärkten  und von allen namhaften Getränkeherstellern kennen.

Vorteile der PET-Flasche

Handhabung Die PET-Flasche punktet ganz klar wenn es um die Handhabung geht. Sie ist leicht, zerbricht nicht wie Glas und kann bei Bedarf im leeren Zustand sogar platzsparend gelagert werden. Fazit Wenn es um das Handling geht, hat die PET-Flasche klar die Nase vorn Wasserentkeimung Was viele nicht wissen ist, dass sich PET-Flaschen für eine Entkeimung durch die sog. SODIS (Solar Water Disinfection) eignen. UV-A-Strahlen übernehmen hier die Abtötung von Keimen. Anders als Fensterglas ist die PET-Flasche ausreichend durchlässig für UV-A-Strahlen um diesen Effekt zu unterstützen. Auch die WHO empfiehlt SODIS zur Wasserbehandlung auf Haushaltsebene. Fazit Seine Durchlässigkeit für UV-A-Strahlen macht die PET-Flasche zum entkeimenden  Wasserbehälter Bisphenol A Wer sein Wasser aus einer PET-Flasche trinkt, muss sich keine Sorgen um negative Auswirkungen durch Bisphenol A machen, da dies (anders als in anderen Plastikflaschen)  nicht in PET-Flaschen enthalten ist, so gibt es das Bundeinstitut für Risikobewertung (BfR) aus. Über die Auswirkungen von Bisphenol A existieren mehrere Studien. B ei  Männern mit erhöhten Bisphenol-Blutkonzentrationen wurden verringerte Samenkonzentrationen sowie Schäden am Erbgut festgestellt. Neuere Untersuchungen deuten auf einen Zusammenhang zwischen erhöhten Bisphenol A-Werten und der Entstehung von Diabetes, Adipositas und mangelnder Libido hin. Letztlich stellte man 2012 an der Universitätsklinik in Bonn fest, dass Bisphenol A den Hormonhaushalt negativ beeinflussen kann und Transportproteine sowie Enzyme in deren Funktion beeinträchtigt. Fazit Über Bisphenol muss man sich bei der Verwendung von PET-Flaschen glücklicherweise keine Gedanken machen. Bei anderen Plastikflaschen ist Vorsicht geboten Weichmacher (Phthalate) Auch wenn es um Weichmacher wie Phthalate geht, muss man die Art der Plastikflasche unterscheiden. Das BfR stellt auf deren Webseite klar, dass für die Herstellung von PET-Flaschen keine Weichmacher notwendig sind. Plastikflaschen mit Weichmacheranteil sorgen für schlechte Schlagzeilen. Sie beeinflussen die Menopause, erhöhen das Diabetesrisiko, verändern die Geschlechtsentwicklung bei Kindern und sind möglicherweise auch verantwortlich für ein vermehrtes Auftreten von ADHS. Wichtig ist zu wissen, dass Phthalate nicht nur in Plastikflaschen enthalten sind, sondern in einer Vielzahl an sonstigen Produkten ebenfalls auftreten zu denen neben Kosmetikartikeln auch Bodenbeläge, Textilien oder Kinderspielzeug zählen. Wir nehmen Weichmacher nicht nur oral auf sondern atmen Sie auch ein oder absorbieren Sie direkt über die Haut. Fazit Die Thematik der Weichmacher in Plastikflaschen ist nur die Spitze des Eisbergs. Als Verbraucher hat man, dem BfR zur Folge, zumindest mit der Verwendung von PET-Flaschen keine größeren Risiken zu befürchten.

Nachteile der PET-Flasche

Entkeimung Da Wasser bei der Abfüllung nicht wie bei Glasflaschen heiß  abgefüllt werden dann, bedient sich die Industrie der sog. Kaltentkeimung mit Hilfe von DMDC (Dimethyldicarbonat). Diese toxische Verbindung wird zwar im Laufe der Entkeimung abgebaut, es bildet sich aber ein neurotoxisches Reaktionsprodukt, das sog. O-Methyl-Carbamat. Fazit Die Abfüllung in Glasflaschen hat den Vorteil der Entkeimung über Erhitzung. PET-Flaschen werden unter Verwendung des toxischen DMDC entkeimt Haltbarkeit Ebenfalls anders als Glas, hat PET die Eigenschaft, nicht komplett „gasdicht“ zu sein. Mit der Zeit diffundiert Kohlendioxid aus den Flaschen, Sauerstoff dringt ein. Dies führt dazu das besonders Kohlensäure haltige Getränke in PET-Flaschen oftmals eine im Gegensatz zu Glasflaschen 40-50% verringerte Haltbarkeit aufweisen. Fazit Die PET-Flasche konserviert Flüssigkeiten schlechter als Glas Hormonelle Auswirkungen Hormonähnliche Wirkungen kennen wir von einigen Lebensmitteln wie beispielsweise Leinsamen und deren Gehalt an Phytoöstrogenen.  Es handelt sich dabei um pflanzliche Hormone die, wenn auch nicht gleich stark, tatsächlich im Körper wie Östrogen wirken können. Ähnliches kann auch bei der Verwendung von Wasser aus PET-Flaschen auftreten. Im Vergleich zu in Glas gelagertem Wasser konnten bei PET-Wasser eindeutig östrogenähnliche Wirkungen festgestellt werden. Für den Otto-Normal-Sterblichen mag die Wirkung nicht wirklich merklich sein, wer aber Probleme mit Östrogendominanz hat oder wie beispielsweise Bodybuilder zu bestimmten Anlässen versuchen muss das Östrogenaufkommen zu minimieren, sollte diese Eigenschaft der PET-Flaschen nicht außer Acht lassen. Fazit Wasser aus PET-Flaschen vermittelt im Gegensatz zur Glasflasche verstärkt östrogenähnliche Wirkungen Acetaldehyd Acetaldehyd sorgt für den Kater nach einer durchzechten Nacht, ist aber auch in PET-Flaschen enthalten. Die EU hat diese Substanz zwar als karzinogene Substanz eingestuft, das BfR geht jedoch beim Umgang mit PET-Flaschen nicht von einer Aufnahme im bedenklichen Bereich aus. In der Leber kann Acetaldehyd die Ausbildung einer Leberzirrhose fördern. Fazit Rest an Acetaldehyd in PET-Flaschen gelten zwar als unbedenklich, können den Körper und vor allem die Leber aber dennoch belasten

Resumee

Nach Sichtung aller Fakten kann man die eingangs genannte Frage nach der „Gefährlichkeit“ von PET-Flaschen mit einem eindeutigen „JEIN“ beantworten. Wenngleich die PET-Flasche anderen Plastikflaschen gerade hinsichtlich des Gehalts an schädlichen Substanzen überlegen ist, findet man dennoch Argumente die bei der Darreichungsform von Wasser oder sonstiger Getränke eindeutig für die Glasflasche sprechen. Wer aus praktischen Gründen nicht auf die Plastikflasche verzichten möchte oder kann, sollte sich immer nach PET-Flaschen umsehen und andere Plastikflaschen meiden
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