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Kann Getreide den Muskelaufbau hemmen?

Als Sportler soll man viel Getreide essen. Am besten noch Vollkorn! Denn im Vollkorn hat man alles was das volle Korn eben zu bieten hat. Ballaststoffe, Vitamine, Mineralien, Lektine…Moment mal…Lektine? Sind Lektine nicht etwas Negatives? Sind Lektine nicht sogar toxisch? Lektine sind der Grund, warum Getreide vielleicht doch nicht so toll ist wie man immer dachte - oder zumindest sind sie ein Mitgrund! Aber lasst uns das Thema mal etwas genauer betrachten.

Was sind Lektine?

Lektine sind sozusagen ein Schutzmechanismus der Getreidepflanze. Diese haben die Pflanzen im Laufe der Evolution zum Schutz vor Schädlingen entwickelt und diese Lektine soll Schädlinge davon abhalten, das „Saatgut“ zu zerstören. Einige Lektine wurden sogar bewusst in einzelne Getreidesorten hinein gezüchtet, damit der Ernteertrag gesteigert werden kann. Das Problem ist nur, dass Lektine auch an menschliche körpereigene Strukturen andocken können und dort Probleme verursachen können. Probleme mit vielfältiger Natur. Normalerweise können derartige Lektine zum Beispiel durch Kochvorgänge unschädlich gemacht werden. So zum Beispiel bei vielen Gemüsesorten. Denn Lektine sind keine Besonderheit die sich auf Getreide reduziert. Nahezu jede Pflanze besitzt eigene Lektine. Nur die Lektine aus Weizen und Roggen sind besonders resistent und besonders aggressiv. Sie lassen sich nicht einfach durch Kochen oder Backen zerstören. Daher können Sie sich nach dem Konsum auch schnell und einfach im Körper verteilen, docken an Geweberezeptoren an und können dann zu Entzündungen führen. Gesundheitlich betrachtet ein Problem. Doch auch aus rein sportlicher Sicht betrachtet nicht wünschenswert, da dies zu einer verzögerten oder gar stark beeinträchtigten Regeneration führen kann. Entsprechend sinnvoll und ratsam ist es, den Konsum insbesondere von Weizen und Roggen zumindest vorübergehend einzuschränken und zu beobachten, was sich verändert - oder ob man sich verändert bzw. besser fühlt.

Lektine und Muskelaufbau, Leistungsfähigkeit, Immunsystem und Gelenke

Das ist schon eine mächtige Überschrift. Und diese lässt erahnen, dass Lektine auf all diese Systeme unter Umständen negativ wirken können. Und so ist es auch tatsächlich. Denn Lektine können den Hormonhaushalt stören, welcher für den Muskelaufbau wichtig ist und kann zudem den Sauerstofftransport im Blut negativ beeinflussen, was unsere Leistungsfähigkeit beeinträchtigen kann. Zudem können sich Lektine an das körpereigene Acetyl-Glucosamin binden, welches dann nicht mehr sachgemäß für den Aufbau von Gelenkstrukturen und deren Regeneration verwendet werden kann. Und da Lektine auch negative Auswirkungen auf die Darmzellen und Darmgesundheit haben können, kann es auch zu Fehlreaktionen des Immunsystems kommen.

Doch Lektine sind nur das halbe Problem…

Neben Lektinen gibt es im Getreide auch noch Dinge wie Phytinsäure, welches den Vitamin- und mineralstoffhaushalt durcheinander bringen kann und Gluten, oder auch als Weizeneiweiß bekannt, welches eine erhöhte Darmbelastung darstellt und entsprechend problematisch wirken kann. Auch bei Personen die keine direkte Glutenunverträglichkeit diagnostiziert haben.

Die Lösung

Insbesondere der Konsum von Weizen und Roggen sollte eingeschränkt werden. Sollten diese dennoch konsumiert werden, ist Vollkorn in der Tat die eher schlechtere Wahl. Besser wäre ein Wechsel zu Dinkel oder zu weiteren Getreidesorten mit einem niedrigen Lektingehalt, wie beispielsweise Reis oder man fokussiert sich mit seiner Kohlenhydrataufnahme auf Dinge wie Süßkartoffeln.

Literatur

A.Pusztai et al. Antinutritive effects of wheat-germ agglutinin and other N-acetylglucosamine-specific lectins. British Journal of Nutrition / Volume 70 / Issue 01 / July 1993, pp 313-321
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