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Spielen Unverträglichkeiten wirklich eine Rolle?

Es gibt sehr viele Ernährungsformen, die bestimmte Nahrungsmittelgruppen oder Nahrungsmittelsbestandteile komplett ausschließen. Ein gutes Beispiel hierfür ist Paleo und Gluten. Die Vertreter der Paleo-Ernährung behaupten, Gluten sei praktisch der Grund allen Übels in Sachen Stoffwechselerkrankungen usw. Dieser Artikel soll sich jetzt gar nicht mit Recht oder Unrecht, Sinn oder Unsinn daherkommen und dies auch gar nicht diskutieren. Es geht auch nicht um wissenschaftliche Abhandlungen und theoretische Fakten. Dieser Artikel soll sich einzig und alleine und zu 100% der Praxis widmen und einen praxisnahen Weg zeigen, wie man selbst und ganz individuell mit derartigen Themen umgehen kann, in einem mehrstufigen Plan, der sinnvoll aufeinander aufgebaut und ergänzt ist.

Stufe 1: Das Ausschlussverfahren

Möchte man wirklich wissen, ob man gegen irgendein Lebensmittel oder einer Lebensmittelgruppe eine Allergie oder Unverträglichkeit hat oder sich mit oder ohne diesem Lebensmittel einfach nur subjektiv besser fühlt, dann muss man es zunächst ausschließen und dadurch testen. Diese erste Phase sollte mindestens 21 Tage, besser 30 Tage andauern. Während dieser Phase ist man in seiner Nahrungsmittelauswahl sehr eingeschränkt. Denn man sollte sich ausschließlich von Lebensmitteln ernähren mit geringen Toxinanteilen und niedrigem Allergenpotential. Es bleiben unterm Strich vor allem Fleisch in allen Variationen (keine Wurst und ohne Marinade), frischer Fisch (vor allem Kaltwasser-/Seefisch), Gemüse (wenn möglich frisch und regional), Obst (ebenfalls frisch und regional) und Öle. Vermeiden sollte man hingegen verarbeitete Waren, Getreide, Eier, Nüsse, Zucker und Milchprodukte. Auch künstliche Süßstoffe und Co. sind nicht erlaubt. Nicht weil diese schlecht sind. Es geht nur darum dass diese Nahrungsmittel ein höheres Allergenpotential besitzen als die zuerst beschriebenen Lebensmittel. Diese erste Phase ist sozusagen die „Reset-Phase“ des ganzen Systems.

Stufe 2: Das Wiedereingliedern

Hat man die erste Phase überstanden, bedeutet das nicht, dass man sofort wieder mit einem All-You-Can-Eat-Day startet und alles über den Haufen schmeißt. Jetzt geht es darum, einzelne Nahrungsmittelgruppen nach und nach wieder einzugliedern. Wichtig, nicht mehr als 1-2 unterschiedliche Nahrungsmittel auf einmal. Es macht außerdem Sinn, zunächst die Nahrungsmittel wieder einzufügen, die tendenziell ein geringes Allergenpotential haben. Weißer Reis wäre hierfür ein gutes Beispiel. Dabei bleibt man dann für etwa 2 weitere Wochen. Während diesen 2 Wochen mit dem zusätzlichen Reis, beobachtet man nun, wie man sich dann fühlt. Spürt man einen Unterschied? Das könnte zum Beispiel eine Veränderung in der Verdauung sein, Blähungen oder ähnliches. Wenn ja, sollte man dieses Nahrungsmittel für die Zukunft besser meiden. Wenn nicht, dann kann nach 2 Wochen das nächste Nahrungsmittel wieder eingefügt werden. Beispielsweise Eier. Man geht also wieder gleich vor und bezieht somit über die Zeit immer mehr und mehr Lebensmittel wieder mit ein.

Warum das Ganze?

Die vorgestellte Methode ist die einfachste Vorgehensweise um individuell herauszufinden, wie gut oder schlecht man ein Nahrungsmittel oder einzelne Nahrungsmittelbestandteile wirklich verträgt. So kann man nach und nach genau definieren, welche Lebensmittel für einen selbst „funktionieren“ und welche einem eher nicht bekommen oder mehr Schwierigkeiten als alles andere machen. Das hilft auf die Dauer enorm, seine Ernährung im Griff zu behalten und seine Ziele entsprechend zu erreichen.
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