Service-Line +49 322 210 956-22 / Mo.-Fr. 07:00 - 17:00
ab EUR 40 versandkostenfrei für DE

Schulterverrenkung - Auskugeln

Die Schulterverrenkung, oder besser bekannt als „Auskugeln“, ist eine plötzlich auftretende Sportverletzung. Der Gelenkkopf des Oberarmknochens verlässt dabei die Gelenkpfanne des Schultergelenks. Doch was ist zu tun und wie wird es behandelt?
Ein Sturz, ein kräftiger Ruck des Arms nach hinten, stechender Schmerz. Bei Sportarten mit sehr hohem Geschwindigkeitsfaktor wie Handball oder auch beim Skaten und Skifahren sind dies die eindeutigsten Anzeichen für eine Schulterverrenkung (Luxation). Häufig sind Stürze die Ursache. Das Schultergelenk besitzt nur eine sehr flache Gelenkpfanne, die den Gelenkkopf am Oberarmknochen unvollständig umschließt. Dies garantiert einerseits die hohe Beweglichkeit der menschlichen Schulter, zum anderen jedoch macht es das Schultergelenk anfälliger für Verrenkungen oder sogar Ausrenkungen.

Wie erkennt man den ausgekugelten Arm?

Neben den stechenden Schmerzen sieht man häufig eine starke Bewegungseinschränkung im Schultergelenk. Der Gelenkkopf tritt in vielen Fällen als tastbarer Wulst im Achselbereich hervor. Darüber ist die leere Schultergelenkpfanne zu fühlen. Meist fällt das eigenartige Aussehen der betroffenen Schulter sofort ins Auge. Sind Nerven im Oberarmbereich betroffen, kann sich ein Taubheitsgefühl ausbilden. Der Arm wird in solchen Fällen schlaff hängen gelassen. Im Schultergelenk kommt es in der Folge zum Bewegungsverlust. Da hier Nervenschädigungen mit andauernder Taubheit drohen, ist umgehend ein Orthopäde zu verständigen.

Was tun bei Schulterverrenkung?

Die Schulter sollte geschont werden und so schnell wie möglich durch einen Fachmann, z. B. einen Orthopäden eingerenkt werden. Eine Röntgenuntersuchung hilft, bei unklarer Symptomatik zwischen Halbauskugelung und totaler Ausrenkung zu unterscheiden. Die Einrenkung ist ebenfalls mit starken Schmerzen verbunden und wird deshalb routinemäßig unter Betäubung durchgeführt. In keinem Fall darf versucht werden, das Gelenk allein wieder einzurenken. Die Gefahr, dass dabei Blutgefäße oder Nerven geschädigt werden, ist außerordentlich groß. Kann der Orthopäde die Schulter erfolgreich wiederherstellen, so wird der Arm in einer Schlinge für mehrere Wochen ruhiggestellt. Je nach Schwere der Luxation dauert das zwischen einer und sechs Wochen. Die Stellung des Arms ist nach vorn innen gewandt, da die Schulter in dieser Position am stabilsten ist. Gelingt das Einrenken nicht oder treten wiederholt Schulterverrenkungen auf, bleibt meist nur noch die Operation. Die anschließende Trainingspause kann sich über 12 Wochen erstrecken und beinhaltet eine Reihe physiotherapeutischer Maßnahmen. Die Operation ist zudem unumgänglich, wenn Knochen oder Nerven infolge der plötzlichen Schulterverrenkung geschädigt wurden. Besonders langwierig wird die Ausheilung, wenn die Kapselbänder ebenfalls betroffen sind. In solchen Fällen ist stets eine Operation nötig, die Klammerungen und den Einbau unterstützender Titananker erfordern kann.
Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Newsletter bestellen und informiert sein!