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3 Supplements die nicht wirken!

Auf der Suche nach der Wahrheit in Sachen Supplements führt uns unser Weg durch stetig neue Errungenschaften und ebenso stetig neue Erkenntnisse der Wissenschaft. Supplement-Hersteller stützen sich bei neuartigen Ergänzungen nach wie vor gerne auf das was im Reagenzglas oder am Tier funktioniert und werfen es als bahnbrechende Neuheit auf den Markt. Einige Zeit später existieren dann die ersten Ergebnisse aus Humanstudien und evtl. sogar an trainierten Probanden und in Verbindung mit Krafttraining wo die Sache dann auf einmal völlig anders aussieht. So geschehen bei mindestens einem der drei Supplements die ich Euch heute vorstellen möchte.

Methoxyisoflavone

Bei Methoxyisoflavone (auch genannt Methoxivone, Methoxy oder 5-methyl-7-methoxy-isoflavone) handelt es sich um ein Flavonoid, also eine natürlich vorkommende Substanz der man hormonähnliche Wirkung nachsagt. In der Supplement-Szene taucht Methoxyisoflavone hauptsächlich als 5-methy l-7-methoxy-isoflavone oder 7-Isoprop oxyisoflavone (Ipriflavone) auf. Bei seiner Patentierung in den früher 1970-er Jahren unterstellte man 5-methy l-7-methoxy-isoflavone eine gesteigerte Proteinsynthese, echten Muskelzuwachs, eine Reduzierung des Körperfettgehalts, eine Reduzierung des Cholesterinspiegels sowie eine verbesserte Ausdauerleistungsfähigkeit, alles festgestellt im Tierversuch. Schon 2001 berichteten Inclendon et al. von einer ausbleibenden Wirkung einer Aufnahme von 800mg pro Tag über 8 Wochen in Bezug auf das Körpergewicht, den BMI, den Knochenmineralgehalt oder Kraftleistungen an jungen Männern im College-Alter. Den Gnadenstoß erhält Methoxyisoflavone dann 2006 in der Arbeit von Wilborn et al. Auch hier wurden am trainingserfahrenen Probanden mit der Aufnahme von 800mg pro Tag keine positiven Effekte festgestellt, dieses Mal weder auf die Körperzusammensetzung, auf Kraftleistungen oder aber auf das Hormonmilieu in Bezug auf Testosteron (frei, gesamt) oder Cortisol. Fazit Egal wie Hersteller es nennen oder Euch verkaufen wollen, Tierstudien von einst sind nicht mehr haltbar und überholt. Methoxyisoflavone ist für sportliche Zwecke wirkungslos!

Sulfo-Polysaccharide

In der heutigen Zeit ist das Thema „Myostatin-Hemmung“ in aller Munde. Bei Myostatin handelt es sich um unsere genetische Muskelwachstumsbremse also um ein Gen, welches unkontrolliertes Muskelwachstum in Zaum hält. Die Wissenschaft ist drauf und dran, wirksame synthetische Myostatinhemmer zu kreieren, bis dato ist es jedoch noch nicht gelungen ein verkehrsfähiges Medikament auf den Markt zu bringen. Natürlich ist die Supplement-Industrie hier schon wieder einen Schritt voraus. Schon vor etlichen Jahren wurden unbefruchtete Eier als effektiver Myostatinhemmer vermarktet und seit einigen Monaten kann man auch völlig legal Myostatinhemmer auf Supplementbasis erwerben. Sulfo-Polysaccharide werden gerne als Wirkstoff für derartige Ergänzungen verwendet. Als aktiver Inhaltstoff in braunen Meeresalgen soll es in der Lage sein, Myostatin zu hemmen und so seine Wirkung zu mindern, was für ein vermehrtes Muskelwachstum sprechen würde. Aus Tierstudien weiß man um überzeugende Erfolge in Sachen Muskelmasse unter direkter Hemmung von Myostatin.  2004 wurde der Einfluss dann auch am Menschen in Verbindung mit 12 Wochen Krafttraining an 22 untrainierten Probanden getestet, hier zeigten sich erstmalig schon keine signifikanten Unterschiede zwischen der Sulfo-Polysaccharid-Gruppe und der Placebogruppe in Sachen Körperzusammensetzung und Kraftleistungen. Auch hier fiel der Gnadenstoß dann 2006 in der Studie von Wilborn et al wo ebenfalls keine wesentlichen Auswirkungen auf die Körperzusammensetzung, Kraftleistungen oder Veränderungen anaboler sowie kataboler Marker festgestellt wurde. Fazit Im Tiermodell hat es funktioniert. Am Trainierenden mit sportlichen Zielen scheint Sulfo-Polysaccharide wirkungslos zu sein

Ecdysterone

Tierstudien zu positiven Effekten einer Verabreichung von Ecdysterone, einem in der Pflanzenwelt vorkommenden Steroidhormon welches bis dato noch nicht auf der Dopingliste steht, gibt es zuhauf. Unterstellt werden ein verbesserter Stoffwechsel aller Makronährstoffe (also Protein, Kohlenhydrate und Fett), ein Effekt auf das Immunsystem, eine antioxidative Wirkung sowie positive Effekte auf das Nerven- sowie Immunsystem und die Leberfunktion. Die anabole Wirkung von Ecdysterone wurde 1988 schon mit der des anabolen Steroids Dianabol verglichen. Simakin et al untersuchten die Effekte von Beta-Ecdysteron an 78 austrainierten Sportlerinnen und Sportlern in Verbindung mit einer vermehrten Proteinaufnahme und stellten im Vergleich zu Placebogruppe mit und ohne Protein einen signifikanten Anstieg an Muskelmasse fest. Gadzhieva et al 1995 bestätigen ebenfalls einen positiven Effekt in Verbindung mit der zusätzlichen Aufnahme von Protein. Anders als bei den vorherigen Supplements bestehen hier also zumindest einige Verweise auf belegbare Effekte am Menschen. Das Problem verlagert sich auf enorme Qualitäts- und Preisunterschiede des Rohstoffs der von 50 Euro bis 18.000 Euro pro Kilogramm erhältlich ist. Hochwertige Extrakte sind sehr teuer in der Beschaffung, was auch hochwertige Supplements extrem kostspielig macht. Möglicherweise aus diesem Grund stellen Willborn und Kollegen 2006 auch keinerlei positive Effekte mit der Verwendung von 200mg Ecdysterone täglich an 45 trainierten Probanden fest. Fazit Ecdysterone scheint in Verbindung mit einer ausreichenden Proteinaufnahme zu funktionieren. Wer sich jedoch nach dem „billigsten“ Angebot auf dem Markt umsieht wird aller Wahrscheinlichkeit nach ein unwirksames Supplement erwerben
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