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Kraftsport im Jugendalter: 4 Tipps auf dem Weg

Wenn es um das Thema Kraftsport geht, dann haben wir alle irgendwann einmal klein angefangen. Einige von uns vielleicht im frühen Jugendalter, nachdem sie per Zufall ein Magazin über Fitness & Bodybuilding in die Hand bekommen haben, ganz fasziniert darin herumgeblättert. Vielleicht waren es die vielen Schwarzenegger-Klassiker – oder irgendwelche anderen coolen Streifen mit legendären Actionhelden, die über einen ansehnlichen Körper verfügten (z.B. der gute Dolph oder Monsieur Van Damme) – die junge Buben dazu brachten eine Hantel vom Boden aufzuheben und erste Gehversuche im Bereich des Muskelaufbaus zu machen. Oder vielleicht war man einfach mit seinem Body unzufrieden und wollte dies ändern. Egal wie man schlussendlich ans Eisen gekommen ist: Für die meisten von uns ist das regelmäßige Training mittlerweile so essenziell geworden, wie die Luft die wir tagtäglich ein- und ausatmen. Der Fitnessboom aus den 80er Jahren ist bis heute nicht verebbt und manch einer würde sogar behaupten, dass er heute noch größer denn je sei: Gesundheit, Fitness und ein wohlproportionierter Körper sind für viele Leute ausschlaggebend, um mit der Leibesertüchtigung anzufangen. Eine spezielle Personengruppe, um die es im weiteren Verlauf dieses Artikels gehen wird, sind all die vielen Jugendlichen und Teenager, die gerade auf dem Weg sind ihre Leidenschaft zur Hantel – so kitschig es auch klingen mach – zu entdecken. Und auch wenn die hier dargebotenen Tipps für jedermann gelten könnten, der sich in diesem Sport engagieren möchte, so sind es doch insbesondere „die jungen Wilden,“ die einer speziellen Anleitung und Fürsorge bedürfen, denn ihre Körper befinden sich noch in einem natürlichen Wachstumsprozess. Zuviel Elan bei den falschen Übungen oder die falsche Technik, ein schlecht designter Trainingsplan oder rigide Diäten im Jugendalter können sehr schnell zu irreversiblen Schäden führen, die jahrelange Folgen mit sich bringen. Die heute dargebotenen Tipps werden mit Sicherheit das Rad nicht neu erfinden, doch sie zählen zu jenen Ratschlägen, die man gerne seinem jüngeren Ich mit auf dem Weg geben würde, wenn man noch die Gelegenheit dazu hätte. Einiges mag trivial erscheinen, andere Dinge dürften sich für viele Athleten sogar mittlerweile von selbst verstehen – immerhin haben sie diese Erfahrungen oftmals am eigenen Leibe gesammelt. Dennoch macht es Sinn sich diese Dinge in regelmäßigen Abständen vor Augen zu halten.

Tipp #1: Einen guten Mentor finden

Es ranken sich eine ganze Menge Mythenvorstellungen darüber wer oder was ein Mentor ist. Für manch einen ist es ein professioneller Coach, der im Idealfall bereits auf viele Jahre an Erfahrung zurückblickt und der mit einer Vielzahl von Athleten zusammengearbeitet hat. Doch davon rede ich hier gar nicht. Ein Mentor kann prinzipiell jeder sein, der schon weiter in diesem Sport ist, als ihr selbst. Egal ob Profi oder ambitionierter Eisenjunkie – worauf es ankommt, ist die Tatsache dass ihr jemanden an der Seite habt, der nicht nur eure Leidenschaft für das Training teilt, sondern jemanden der euch motiviert, jemand der euch pusht und euch inspiriert. Diese eine Person muss nicht einmal sehr viel älter ein als ihr – sie kann sogar im gleichen Alter sein - und sie muss euch auch nicht permanent an die Hand nehmen, euren Trainingsplan designen oder euch bei der Ernährung bemuttern. Die Dinge, die ein Mentor für euch tun kann, lassen sich nur vage in Worte fassen, denn es ist nichts Präzises. Vielmehr geht es um das Vermitteln von Motivation. Es geht darum euch daran zu erinnern, was in diesem Sport wichtig ist und euch auf den geraden Weg zu bringen, wenn ihr einmal selbst eure Ziele aus den Augen verliert, euch in Details verstrickt oder euch auf einer Einbahnstraße befindet. Kraftsport ist für viele zu Beginn ein Zeitvertreib mit Hobbycharakter, doch für all jene, die lange genug dabei bleiben, wird das Studio oftmals zu einer zweiten Heimat – es wird ein Lifestyle und nichts ist motivierender, als eine Person in eurem direkten Umfeld, die genauso darüber denkt wie ihr – was uns zum nächsten Punkt auf der Agenda bringt:

Tipp #2: Umgib dich mit den richtigen Leuten

Nichts ist demotivierender, als Personen, die eine negative Stimmung verbreiten und euch das Leben schwer machen. Ihr habt eure Leidenschaft für das Eisen entdeckt und verbringt viel Zeit damit, euer Leben kraftsportgerecht zu gestalten (ohne dabei hoffentlich die wesentlichen Dinge des restlichen Lebens außer Acht zu lassen)? Lasst euch das nicht kaputt machen von Leuten, die keine Ahnung davon haben, was euch letztendlich antreibt und zur Höchstleistung anspornt. Lasst euch gesagt sein, dass ihr auf dem Pfad noch sehr viele Leute treffen werdet, die eure Liebe zum Training nicht nur nicht teilen, sondern auch nicht verstehen werden – das ist okay, denn es ist nicht ihr Weg, sondern eure eigene Entscheidung. Es wird auch einige Neider unter euren Kritikern geben, die euch eure Ambitionen, Träume und Wünsche schlecht werden, weil sie selbst nicht die Kraft haben diesen Pfad zu beschreiten und ihr Leben in die richtigen Bahnen zu lenken (z.B. weil sie mit ihrem Aussehen und Gewicht nicht zufrieden sind). Natürlich verlangt niemand von euch dass ihr Freunde und Familie rigoros aus eurem Leben streicht. Wer sich körperlich ertüchtigt und auf seine Ernährung achtet, soll und muss sich nicht vom Rest der Welt isolieren, dennoch solltet ihr verstehen lernen, dass es sinnvoll sein kann sich mit Leuten zu umgeben, die eure Leidenschaft teilen. Habt ihr genug vom allwöchentlichen Koma-Saufen und all den Leuten, die mit ihrem Leben nichts Besseres zu tun haben, als rumzugammeln? Dann ist es an der Zeit mit ein paar Jungs aus dem Studio was zu starten! Spaß haben bedeutet nicht immer zwangsweise, dass man sich bis zur Besinnungslosigkeit saufen muss. Kraftsport & Bodybuilding kann eine Einzelkämpfersportart sein, doch seien wir einmal ehrlich: Das Leben ist doch viel zu schön, um es die ganze Zeit alleine zu verbringen. Sprecht die Jungs (oder Mädels) auf der Trainingsfläche an, kommt ins Gespräch und lernt euch kennen - schon rasch werdet ihr vielleicht feststellen, dass ihr auf einer Wellenlänge liegt und noch andere Interessen teilt. (Und falls euch dies nicht möglich ist oder ihr euch nicht traut, dann könnt ihr es auf dem virtuellem Wege versuchen – dank des Internets ist es noch nie so einfach gewesen Gleichgesinnte zu finden, als jemals zuvor!)

Tipp #3: Die richtigen Informationsquellen anzapfen

Noch vor wenigen Jahren, als das Internet noch nicht so verbreitet war und es nur wenige kraftsportorientierte Seiten im World Wide Web gab, musste man sich all die nützlichen Informationen in mühevoller Kleinstarbeit zusammensuchen. Hier und da schnappte man was in Gesprächen im örtlichen Gym auf oder behalf sich mit der „Oldschool-Methode,“ dem Lesen von Büchern, um sich auf dem neusten Stand in Sachen Kraftsport & Bodybuilding zu bringen. Magazine hatten damals noch einen ganz anderen Stellenwert! Heute sieht das wiederum anders aus und als Generation Internet sollte es euch spielend einfach fallen euer Schiff durch die virtuellen Meere zu segeln. Fitnessseiten sind mittlerweile Legion und die Informationen, die ihr sucht, nur einen Klick entfernt. Umso schwieriger wird es wiederum „die Spreu vom Weizen“ zu trennen. Woher wollt ihr wissen, dass Seite X oder Autor Y vertrauenswürdig sind? Vielleicht ist der Artikel, den ihr gerade lest (Hallo!) ja absoluter Bullshit und die Zeit nicht wert, die ihr investiert. Ferner ist es mittlerweile en vogue geworden, sich als Bro-Scientologe zu betätigen (und Bro-Science zu verbreiten – Inhalte, die jeglicher wissenschaftlichen Basis spotten und auf „Ich hab da mal gehört/gelesen, dass…“ basieren – wie man es schon oft im Studio gehört hat). Daher ist es als enthusiastischer Kraftsportjünger wichtig, dass man sich ein Auge für vertrauenswürde Inhalte antrainiert und Quellen zu Rate zieht, von denen man genau weiß, dass sich der Autor diese Dinge nicht bloß aus den Fingern zieht, sondern viel Arbeit in die entsprechende Recherche steckt und über eine entsprechende Expertise in seinem Fachgebiet verfügt. Ich bin ein Verfechter von Foren. Foren sind gut, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und all die Themen zu fachsimpeln, die euch gerade beschäftigen. Doch gleichzeitig sind Diskussionsboards mit Vorsicht zu genießen, denn sobald ihr einen Trainings- oder Ernährungsplan postet, könnt ihr davon ausgehen, dass jeder Hans und Franz sich dazu berufen fühlt euren Thread mit seinem Senf zu beehren und lauthals seine Meinung kundzugeben. Das Ergebnis: Die Hälfte der Leute behauptet, dass euer Plan Müll ist, ein weiteres Viertel empfiehlt einschlägige Artikel zur Thematik (mit vielen lustigen Links) und der klägliche Rest ist felsenfest davon überzeugt, dass der Plan so wie ihr ihn gepostet habt, in Ordnung ist. Wer will es einem Anfänger nun verübeln, dass er sich noch verwirrter fühlt, als zuvor? Die Folge davon ist letztendlich jemand, der nur wenig Kontinuität an den Tag legt, von Plan zu Plan springt und alle paar Tage (oder Wochen) alles über den Haufen wirft. Foren sind gut, um eine erste Meinung einzuholen, doch ihr solltet beim Thema Recherche selbst aktiv werden und nicht alles den Jungs in den Foren überlassen – schlussendlich seid ihr es, die mit den Infos arbeiten müsst. Sucht euch Seiten im Web, die nicht nur einen vertrauenswürdigen Eindruck machen, sondern auch von anderer Seite dank ihres hervorragenden und gut recherchierten Contents empfohlen werden – das Zauberwort heißt hier: Referenzen. Wer empfiehlt was und vor allem weshalb? Haltet euch des Weiteren von Seiten fern, die offensichtlich Bro-Science verkaufen wollen. Bleibt skeptisch und hinterfragt die präsentierten Inhalte. Artikel & Autoren, die wilde Behauptungen aufstellen und diese im Anschluss nicht mit einschlägigen Quellen belegen und untermauern können, sind nicht vertrauenswürdig. Hier solltet ihr ganz klar weiterrecherchieren und die Dinge nicht als „harte Fakten“ hinnehmen.

Tipp #4: Sei selbstbewusst; schafft euch ein entsprechendes „Mindset“ an

Ein bekannter indischer Widerstandskämpfer sagte einst: „Stärke wächst nicht aus körperlicher Kraft – vielmehr aus unbeugsamen Willen.“ Ich hatte bereits im oberen Absatz über Mentoren und Neider gesprochen, daher will ich diese Punkte nicht länger machen, als es notwendig ist. Egal wie motiviert ihr derzeit seid, egal wie ambitioniert eure Ziele im Moment sein mögen und wie viel Power augenblicklich in euch steckt: Es wird eine Zeit kommen, wo ihr an euch selbst zweifeln werdet. Es kommen Phasen, an denen ihr euch fragt, was ihr hier eigentlich tut und wo ihr die Sinnhaftigkeit des Trainings und der disziplinierten Ernährung – ach was red‘ ich – des gesamten Lifestyles, hinterfragen werdet. Doch lasst euch weiterhin gesagt sein, dass ein derartiger Zustand in der Natur der Dinge liegt und dass solche Augenblicke oftmals nur von temporärer Dauer sind. Es gibt Leute, die scheinen Tag wie Nacht „on fire“ zu sein und vielleicht seid ihr jemand, der sich noch nie über Motivationsschwierigkeiten oder schlechte Tage beklagen konnte – das ist schön für euch und ihr solltet wirklich froh darüber sein, dass es so ist. Bei einem Großteil des ambitionierten Eisenvolkes wird es aber nicht so sein und ich spreche da aus Erfahrung. Niemand kann jeden Tag – Woche um Woche und Monat um Monat – auf einem Hoch sein. Manchmal werdet ihr nicht nur das Hoch vermissen, sondern auch versagen. Vielleicht treibt euch eure Ambition auf die Bühne und ihr befindet euch in einer Wettkampfdiät. Eine Diät, die so hart ist, dass die Selbstzweifel an euch zu nagen beginnen und ihr fast schon das Weinen anfangt. Vielleicht steht ihr auf der Bühne und verpasst den erhofften Sieg um Haaresbreite (oder ihr startet mit gänzlich falschen Vorstellungen und versagt auf ganzer Linie). Lasst euch das gesagt sein: Auch das ist normal. Fehlschläge und Niederlagen gehören so sehr zum Kreislauf des Lebens wie epische Siege und sie haben auch ihr Gutes - auch wenn das auf den ersten Blick nicht immer offensichtlich sein mag. Gewinnen kann jeder, doch nach einer Niederlage wieder aufzustehen, sich den Dreck aus den Klamotten zu klopfen und sich wieder in den Sattel zu hieven…das, ja dass meine Freunde ist die wahre Kunst, auf die es ankommt – wer es wagt, der kann verlieren, doch wer nicht bereit ist Risiken im Leben einzugehen und die Möglichkeit einer Niederlage in Betracht zu ziehen, der hat schon aus Prinzip verloren. Muskelaufbau, Kraftsport und Bodybuilding sind keine Sprint-Events – vielmehr handelt es sich hierbei um einen Marathon und der Sieger ist derjenige, der dauerhaft am Ball bleibt. Ihr habt keine Lust auf das Training? Schön – dann ruht euch aus, nehmt einen Tag oder eine Woche Auszeit, doch sobald dieser Tag oder gar die ganze Woche rum ist, solltet ihr euren Hintern am besten wieder ins Studio schleifen und neue PR’s aufstellen. Euch fehlt die Motivation? Dann lest doch mal zur Abwechslung eine Biographie vom guten alten Arni – oder irgendeinem anderen erfolgreichen Kraftathleten. Kauft euch Lektüre zum Training oder in Sachen Ernährung, probiert einen neuen Trainingsplan aus, experimentiert mit neuen Supplementen oder macht es wie viele andere Eisenkrieger auch und schaut euch motivierende Clips und Videos im Netz an. Ein wahrer Eisenjunkie kehrt früher oder später wieder an den Tatort zurück. Ihr könnt genetisch gesegnet sein, ihr könnt vor Testosteron strotzen, ihr könnt einen prädestinierten Stoffwechsel haben, der euch zum Mr. O bringen würde, doch wenn ihr euch nicht das entsprechende Mindset zulegt, euch diszipliniert und aufwacht, dann werdet ihr ob der vielen Hindernisse, die sich euch offenbaren, den Mut verlieren und irgendwann aufgeben. Ihr könnt den Eisensport nach wenigen Jahren an den Nagel hängen – oder ihr könnt noch im Alter von 60 Jahren am Eisen sein und den Jungspunden eurer Zeit in Sachen Kraft, Muskelmasse und Willen was vormachen - die Entscheidung liegt bei euch, doch solltet ihr euch darüber im Klaren sein, dass es nicht immer einfach wird. Doch wie heißt es doch so schön in unserem Sport? Am Widerstand wachsen wir - und ihr seid die Zukunft des Kraftsports! In diesem Sinne: Go hard or go home.
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