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Krafttraining: 3 gute Gründe für körperliche Ertüchtigung am Eisen

Als wir uns in einem Studio angemeldet haben oder die folgenschwere Entscheidung trafen, um in unserem Kellergewölbe eine eigene Folteroase zu erschaffen, da dachten vermutlich die wenigsten von uns an all die vielen Vorteile und Folge-Effekte, die das knochenschwere Training am kalten Stahl mit sich bringen würde. Ein Großteil der Menschen schwingt die Hantel, um in Form zu kommen, um Leiden zu lindern (Rückenschmerzen) oder zur Reha-Maßnahme (etwa nach einem Unfall und der damit verbundenen wochen- bis monatelangen Bettlägerigkeit). Eisen & Stahl sind Medizin für Körper und Geist – und das wussten schon die alten Griechen, die nicht nur philosophieren konnten, sondern auch gleichzeitig vermutlich die meisten von uns in Sachen körperlicher Fitness in die Tasche stecken würden. Immerhin waren die Bürger der damaligen Stadtstaaten im gleichen Atemzug die Verteidiger des Landes: Mens fortis in corpore forti – ein gesunder Geist in einem gesunden Körper. Schweißtreibendes Training vermag jedoch noch viel mehr, als bloß das Blut zum Kochen und das Herz zum Schlagen zu bringen.

1.Krafttraining für mehr Selbstbewusstsein

Wer regelmäßig ins Studio geht oder in sein Dungeon hinabsteigt – und sich auch nicht für harte Arbeit und schwere Gewichte zu schade ist, der lernt nicht nur seine persönlichen Grenzen kennen, sondern muss sich auch der permanenten Herausforderung stellen  und eigene  Limits durchbrechen. Muskelaufbau erfordert das Setzen eines Wachstumsreizes und dieser lässt sich nur durch progressives Training erzielen – ohne Ziele geht es nicht. Arnold Schwarzenegger, der God-Father des Bodybuildings, sagte einst sinngemäß: „Es gibt nur einen Weg, wie du herausfinden kannst, ob du in der Lage bist 250 kg zu heben – du musst es versuchen.“ Wer sich dessen bewusst wird, weiß, dass er Scheitern kann, doch er weiß ebenso gut, dass irgendwann ein Tag kommen wird, wo er Erfolg haben wird. Das Setzen von (Teil)Zielen und überwinden der eigenen Schwäche formt den Charakter. Man bekommt eine gewisse Wertschätzung für die eigene harte Arbeit. Geschenkt gibt es beim Bodybuilding nichts! Dieses Konzept von „harter Arbeit, die sich irgendwann auszahlt“ lässt sich vis-a-vis auf das restliche Leben – insbesondere im Beruf - übertragen. Wer dreistellig beugt, hebt und drückt, der dürfte nicht nur ein entsprechendes Erscheinungsbild besitzen und ordentlich Power unter der Haube haben – er kann auch zuversichtlicher den alltäglichen Herausforderungen des Lebens entgegenblicken. Er besitzt mehr Autonomie und ist weniger der Spielball von anderen, schließlich verlangt die Koordinierung von Training & Ernährung eine gewisse Disziplin und einen Ehrgeiz – die Fähigkeit auch mal „Nein“ zu sagen und sich nicht ausnutzen zu lassen. Stärke und Ausdauer zählen in unserer heutigen Gesellschaft leider nicht mehr viel, doch physische Stärke überträgt sich auf die Psyche – und fördert die Selbstständigkeit. Mit den Erfolgen (im Studio, wie im Beruf) wächst das Selbstvertrauen und es stellt sich ein gewisser Optimismus ein:  Eine Ich-kann-Mentalität.

2.Krafttraining für einen starken, schlanken & widerstandsfähigen Körper

Es ist gerade einmal wenige tausend (und hundert) Jahre her, da wirkte ein stärkerer Selektionsdruck auf die menschliche Spezies. Überleben konnten nur diejenigen, die erfolgreich bei der Jagd waren und die in der Lage waren, den Gefahren in der Wildnis zu trotzen. Auch mit dem Einzug der Sesshaftigkeit und des Ackerbaus war man nicht vor Dürreperioden und Hungerkatastrophen gefeit – körperliche Arbeit war stets eine Konstante im Leben des Homo sapiens. Mit der Dienstleistungsgesellschaft kamen Computer und Maschinen, die für uns schrittweise die harte Arbeit übernommen haben. Heute sitzen die meisten von uns in gekrümmter Haltung tagein tagaus – für mehrere Stunden - vor einem kleinen Bildschirm und kneifen die Augen zusammen, während sie mit fortschreitender Dauer immer unförmiger und fetter werden. Die meisten Erwachsenen haben starke Haltungsschäden, üble Verspannungen, können nicht einmal paar Runden um den Block laufen, ohne japsend zu Boden zu gehen - geschweige denn einen vernünftigen Liegestütz (oder Klimmzug) hinbekommen. Kurzum: Ein Großteil der westlichen Zivilisation degeneriert langsam und stetig. (Ein Lebensstil, der sich schon jetzt in einer Veränderung unseres Erbgutes, der DNA, zeigt – die Quittung bekommen unsere Nachfahren [7]) Auf der anderen Seite haben wir die hart arbeitende Bevölkerung (Handwerker) und Sportfetischisten, allen voran Kraftsportler und Bodybuilder. Anstatt den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen, suchen sie die harte körperliche Arbeit: der Handwerker, weil es sein Job ist und der Freizeitathlet, weil er sich verausgaben will, sich gut fühlen will, stark sein will. Ob Powerlifting oder Bodybuilding – die körperliche Ertüchtigung hinterlässt ihre Spuren im Genom und am Körper. Wie der Diamant, der durch großen Druck aus einem Kohlestück entsteht, setzt sich auch der engagierte Athlet einem Druck aus – dem Druck des Stahls. Die Folge? Er ist nicht nur leistungsfähiger, sondern zäher, schmerzresistenter und verfügt über eine stärkere Knochensubstanz, Bänder und Sehnen. Am treffendsten hat es Mark Rippetoe, Coach und Autor von Starting Strength [1] formuliert: „Strong people are harder to kill than weak people, and more useful in general.“ Klar, körperliche Stärke und Kraft sind sicherlich nicht alles, aber mal unter uns: Wer will schon klein und schwach sein – oder bleiben? LIGHT WEIGHT, baby!.

3.Krafttraining für Herz-Kreislauf-Gesundheit

„What do you do for cardio?“ – „I lift weights.“ „No no, I mean what do you do for cardiovascular fitness?“ – „I lift weights…faster!“   Wenn es um die Herz-Kreislauf-Gesundheit geht, denken alle an stundenlange Cardioeinheiten auf dem Laufband bzw. joggen oder monotones Fahrradfahren auf dem Ergometer, (aerobisches Training) aber nur wenige denken daran an Kraftsport. (anaerobisches Training) Tatsächlich stellt das Training am Eisen eine der effizientesten Methoden zur Steigerung der Herz-Kreislauf-Gesundheit („fitness“) dar. [2][3] Forscher haben mittlerweile herausgefunden, dass kurzes hochintensives Training einen besseren Kosten-Nutzen-Faktor besitzt, als Ausdauersport bei niedriger Intensität. [4](Was unter anderem auch ein Grund ist, weshalb HIIT – Intervalltraining mit hoher Intensität – derzeit in aller Munde ist). Die kardiovaskuläre Fitness hängt im Wesentlichen von der Nutzung der vorhandenen Apparatur – also Herz, Lungen und Blutgefäße ab oder anders formuliert: körperlicher Anstrengung. Jeder, der ernsthaft am Eisen trainiert, kann von der Belastung ein Liedchen trällern und es ist kein Geheimnis, dass das menschliche Herz durch Eisensport hypertrophiert – stärker wird. Zusätzlich bietet Krafttraining nicht nur  einen größeren Schutz vor Muskelabbau, sondern wirkt auch einem absinkenden Stoffwechsel entgegen (etwa durch die Erhöhung stoffwechselaktiverer Substanz aka Muskulatur). Insbesondere ältere Semester, wo der Abbau von Muskulatur (Sarkopenie) ein großes Problem ist, profitieren eher von einem durchdachten Kraftprogramm, welches Muskelabbau vorbeugt UND das Herz-Kreislauf-System trainiert, als vom extensiven Cardiotraining. (Was nicht heißt, dass man es nicht ergänzend durchführen kann, sofern es einem wichtig ist). Kein Bock auf monotones Cardio? Dann probiert doch einmal das Training im hohen Wiederholungsbereich oder versucht es Zirkeltraining! [8]

Abschließende Worte

Natürlich liefert der Kraftsport noch eine ganze Menge weiterer Vorteile, darunter eine Verbesserung der Stimmung, mehr Energie im Alltag, geistige Fitness usw. – dies würde mit Sicherheit den Rahmen des Artikels sprengen (stellt es doch genug Stoff für einen weiteren Artikel dar!). Für viele von uns ist das regelmäßige Training – die gewollte körperliche Verausgabung – ein echter Lifestyle dar, den man nicht missen möchte. Dies gilt insbesondere dann, wenn man, wie oben dargelegt, den Großteil des Tages in einem Bürokomplex verbringt und sich nur wenig bewegt. Wir sind seit Anbeginn der Menschheit in Bewegung gewesen – der Mensch kann nicht ohne Bewegung und doch pflegen & benutzen wir unsere Körper, ein Vehikel, an das wir für den Rest unseres Lebens gebunden sind, so wenig wie noch nie. Ein schnelles Auto, ein großes Haus, viel Geld – was ist das alles wert, wenn wir krank, gebrechlich und von anderen abhängig sind? Don't be stupid - lift some weights.
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