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Satellitenzellen – Die kleinen Helfer des Muskelaufbaus

Heute begeben wir uns einmal ins Innere unseres Körpers und noch weiter ins Innere unseres Muskels um dort Bekanntschaft mit einer Zellart zu machen, die uns in Sachen Muskelaufbau äußerst wichtige Dienste leistet. Interessant zu wissen ist, dass ein Know-How zu diesen Zellen auch in der Praxis hilfreich sein kann!

Was sind Satellitenzellen?

Unsere Muskeln bestehen aus etlichen aneinander gereihten Muskelfasern. Hat sich eine Muskelfaser fertig entwickelt, befinden sich neben ihr längliche Myoblasten mit spindelförmigem Aufbau. Sie nennt man Satellitenzellen. Bei einem Myoblast handelt es sich um eine Vorläuferzelle. Im Falle der Satellitenzellen sind es Vorläuferzellen der Skelettmuskelfasern. Sie dienen als „Zellkernreservoir“ und übernehmen so eine wichtige Stellung für Muskelreparatur und Hypertrophievorgänge. Durch Satellitenzellen ist es Muskelfasern möglich, sich zu teilen und zu fusionieren. Hinweise deuten auch eine mögliche Beteiligung von Satellitenzellen bei Hyperplasievorgängen an. Man versteht darunter nicht ein Dickenwachstum bestehender Muskelzellen einer Faser sondern eine vollständige Zellteilung und damit Neuentstehung von Muskelzellen. Auf wissenschaftlicher Basis geht man beim Erwachsenen zumindest von einer kleinen Neubildungskapazität von Muskelfasern aus, die nur über Satellitenzellen überhaupt möglich sein kann, da Sie die hierzu benötigten neuen Zellkerne liefern. Fazit 1. Satellitenzellen sind wichtig für den Muskelaufbau in der Wachstumsphase 2. Satellitenzellen spielen eine Rolle bei Hypertrophievorgängen in dem Sie mit der Muskelfaser verschmelzen 3. Satellitenzellen sind unabdingbar für die Regeneration von Muskelfasern

Wie aktivieren wir Satellitenzellen?

Ganz einfach – durch intensives Training! Untätige Satellitenzellen befinden sich so lange neben den Muskelfasern bis es durch Muskelverletzungen, ausgelöst durch beispielsweise Training, zu einer Verletzung (einem Trauma) kommt. Neben der reinen Aktivierung kommt es zusätzlich zur sog. Proliferation, also der Vermehrung von Satellitenzellen die sich jetzt zur beschädigten Muskelfaser begeben um dort mit ihr zu verschmelzen um so Reparaturen vorzunehmen. Der Vorteil dieser Reparaturen ist der, dass es nicht zur Ausbildung unfunktionellen Narbengewebes kommt. Wie oben dargestellt ist hier auch die Chance auf eine Hyperplasie von in Muskelfasern enthaltenen Muskelzellen gegeben. Das Endprodukt der Aktivität von Satellitenzellen ist eine neue regenerierte Muskelfaser mit zentralem Zellkern. Die Satellitenzellen selbst haben die Fähigkeit, sich nach erfolgtem Einsatz selbst zu erneuern und warten so auf den nächsten Einsatz. Fazit Satellitenzellen treten immer dann auf, wenn Mikrotraumata durch Krafttraining ausgelöst wurden.

Was bedeutet das für die Praxis?

Für die Praxis bedeutet die Beteiligung von Satellitenzellen, dass Sie unabdingbarer Bestandteil muskulärer Anpassungen an körperliches Training sind die wir alle gerne in Form von Muskelwachstum wahrnehmen. Keine Satellitenzellaktivierung – Kein Wachstum Dies unterstreicht die Notwendigkeit von ausreichend Intensität für Hypertrophievorgänge und möglicherweise sogar Hyperplasie. Leider ist das theoretisch sehr hohe Potenzial zur Proliferation (Neubildung) von Satellitenzellen in der Praxis nur wenig ausgeprägt und leider auch nur wenig trainierbar da es anscheinend einen Regulationsmechanismus gibt der dies unterbindet. Die Wissenschaft arbeitet derzeit an Möglichkeiten die Trainierbarkeit von Satellitenzellen zu modifizieren. Fazit Intensives Training ist die Grundvoraussetzung für Satellitenzellaktivierung und das damit verbundene Muskelwachstum

Anti-Aging

Interessant ist auch die Tatsache, dass man Krafttraining eben wegen seinem Einfluss auf die Satellitenzellaktivierung als Anti-Aging-Helfer ansieht, da diese die sog. Apoptose (den programmierten Zelltod) reduzieren. Letztlich geht man auch davon aus, dass Satellitenzellen je nach Belastungsart auch die sog Muskelfasertransformation beeinflussen, also eine Umwandlung von schnellen FT-Fasern in langsame ST-Fasern oder umgekehrt. Auch hier erfahren wir mit dem Altern automatisch eine Anpassung Richtung langsame Fasern die man möglicherweise mit gezieltem Krafttraining ausbremsen kann. Fazit Satellitenzellen werden auch als Anti-Aging-Helfer bezeichnet und das nicht ohne Grund!

Resümee

Ein kleiner Einblick ins Innere unserer Muskeln offenbart die Notwendigkeit von Krafttraining in einer bestimmten Intensität um damit einerseits Muskelwachstum auszulösen aber auch um unseren Körper jung und vital zu halten Quelle http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/fileadmin/externe_websites/ext.dzsm/content/archiv2007/heft01/6-11.pdf
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