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Training beeinflusst anabole Hormone - Und dann?

Der Titel lässt einen der unzähligen, bereits vorhandenen Artikel vermuten, der sich mit den überragenden Vorteilen eines Krafttrainings auf Steigerungen bei anabolen Hormonspiegeln wie Testosteron oder Wachstumshormon beschäftigt und Maßnahmen aufzeigt, wie man sich im Training verhalten sollte, um diese zu maximieren. Warum derartige Ansätze leider oftmals nicht zu Ende gedacht sind, werde ich Euch heute aufzeigen.

Maximierung anaboler Hormone – DAS sagen Studien

In der Tat existieren viele Studien die Vorteile bestimmter Trainingsmaßnahmen in Bezug auf eine Maximierung anaboler Hormone belegen. Unter dem Titel „Squat produces more growth hormone and testosterone than leg press” konnte eindeutig belegt werden, dass Kniebeugen zu einer deutlich höheren Ausschüttung anaboler Hormone Testosteron und Wachstumshormon führen, als ein Beintraining an der Beinpresse. Die Auswirkungen von Satzpausen auf die Testosteronausschüttung untersuchte eine weitere Studie und kam zu dem Ergebnis, dass mit 120 Sekunden von einer größtmöglichen Beeinflussung auszugehen ist. Einige Untersuchungen belegen eine Maximierung der Ausschüttung von Wachstumshormon bei einem exzentrisch betonten Training. Auch wellenförmig aufgebaute Trainingseinheiten wie Sie beispielsweise beim Pyramidentraining ausgeführt werden scheinen mehr Testosteron auszustoßen als Trainingseinheiten mit dem Fokus auf standardisierte Wiederholungen. Auch die erzwungene Wiederholung als Intensitätstechnik eingesetzt, kann dabei helfen die Konzentration an IGF-1 und Wachstumshormon zu maximieren. Um das Testosteron/Cortisol-Verhältnis nicht zum negativen zu beeinflussen wird angeraten, Trainingseinheiten nicht länger als 60-75 Minuten abzuhalten da darüber hinaus Cortisol eine dominante Rolle übernimmt. Fazit Etliche Trainingsvariablen können dazu eingesetzt werden, dass Milieu anaboler Hormone nach dem Training zu maximieren. Tatsächlich davon profitieren wird der Athlet oder die Athletin erst einmal nicht davon es sei denn, es finden sich auch Studien die einen Zusammenhang zwischen einer verstärkten Proteinsynthese und einer Maximierung anaboler Hormone während bzw. nach dem Training nachweisen

Der Knackpunkt – Der direkte Zusammenhang fehlt in einigen Studien!

Leider finden sich Studien die sich genau mit diesem Zusammenhang befassen und zu negativen Ergebnissen kommen. Im Journal of Applied Physiology wurden zwei unabhängige Arbeiten hierzu veröffentlicht. In Studie 1 ließen die Forscher weibliche und männliche Probanden eine Serie intensiver, volumenreicher Unterkörperübungen absolvieren, die sich aus fünf Sätzen a 10 Wiederholungen an der Beinpresse zusammensetzen. Die Sätze wurden mit 90% des 10 RM (10-er Maximums) abgehalten. Drei weitere Sätze wurden als Supersatz, bestehend aus 12 Wiederholungen an der Beinpresse und der Bein-Curl-Maschine mit einer Intensität von 90% 12 RM (des 12-er Maximums) ausgeführt. Zwischen den Sätzen verweilten die Probanden 60 Sekunden. POST-Workout wurden 25g Molkenprotein verabreicht. Muskelbiopsien und Blutproben wurden unmittelbar nach, sowie 24, 26 und 28 Stunden im Anschluss an die  Trainingseinheit entnommen. Im Ergebnis konnte festgestellt werden, dass trainingsinduzierte Steigerungen der zirkulierenden Menge an Testosteron keine nützlichen Wirkungen in Bezug auf eine gesteigerte Proteinsynthese bis 28 Stunden nach der Belastung zur Folge hatten Studie 2 untersuchte die Hormonreaktionen an 56 jungen männlichen Probanden nach einem intensiv gestalteten Beintraining über 12 Wochen und stellte keinerlei signifikante Zusammenhänge zwischen Anstiegen bei Testosteron sowie Wachstumshormon  und einer Veränderung an Muskelzuwachs und Kraftzuwachs fest.

Resümee

Training beeinflusst unmittelbar nach dem Training das Aufkommen anaboler und kataboler Hormone im Körper. Signifikante Zusammenhänge zwischen diesen und tatsächlichen Vorteilen in Hinblick auf eine gesteigerte Proteinsynthese und Muskel- bzw. Kraftzuwachs konnten in den beiden zitierten Studien nicht festgestellt werden. Die Frage nach dem „WAS sonst wenn nicht anabole Hormone“, könnte mit dem Einfluss auf muskelspezifische Wachstumsfaktoren und auf Satellitenzellen beantwortet werden, den wir durch Training ebenfalls ausüben.
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