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Alpha-Liponsäure (ALA): Auswirkung, Ergänzung & Dosierung

Unter all den vielen Supplementen, die sich derzeit auf dem Markt befinden, zählt die Liponsäure (besser bekannt unter dem Namen „α-Liponsäure“, kurz: ALA) zu den weniger populären Ergänzungsmitteln. Natürlich kann man mag sich nun über das Für und Wider derartiger exotischer Substanzen streiten, doch derartige Diskussionen haben im Rahmen der heutigen Erörterung nicht zu suchen. Vielmehr soll der Artikel eine kleine Übersicht für all diejenigen unter euch sein, die sich für eine weitere potenzielle Optimierung des Stoffwechsels interessieren. Zu Recht, wie sich herausstellen wird, denn ALA verfügt über einige nette Eigenschaften. Bei der Alpha-Liponsäure handelt es sich erst einmal grundsätzlich um eine Fettsäure, die am Energiekreislauf des menschlichen Körpers – konkret: in den Mitochondrien – zu finden ist. Dies ist unter anderem auch ein Grund, weshalb sie gerne als Kombi zu L-Carnitin-Produkten vermarktet wird (eine weitere Substanz, dessen Wirkung aber relativ umstritten ist und fragwürdig bleibt). Zu den interessantesten Eigenschaften der Alpha-Liponsäure zählt die Fähigkeit die Anzahl anti-oxidativer Enzyme hochzuregulieren, den Blutzucker zu beeinflussen, die Insulinsensitivität zu verbessern und den Appetit zu hemmen.

Auswirkungen & Supplementation von Alpha-Liponsäure

ALA spielt eine trächtige Rolle in der Energiesynthese. Die Fettsäure wird in den Mitochondrien, den Energiekraftwerken der Zelle, aus Octansäure synthetisiert. Darüber hinaus ist ALA an zahlreichen weiteren Stoffwechselprozessen beteiligt (darunter als Co-Faktor in mitochondrialen Enzymen und bei der Produktion von Acetyl-CoA (ein Energiesubstrat des menschlichen Körpers). [1][2] Die Fettsäure wird mit einer lebensverlängernden Wirkung in Verbindung gebracht [3] und zeigte in Rattenstudien die Fähigkeit zur Steigerung der Sauerstoffaufnahme (bis zu 189 % in alten Ratten und 104 % in Jüngeren), - und damit eine Normalisierung der mitochondrialen Sauerstoffkapazität. [4] (VOR der Gabe besaßen die älteren Ratten schlechtere Werte ggü. den Jüngeren. Die ALA-Supplementation neutralisierte den Nachteil vollständig!) Ein identischer Effekt wurde auch in neuronalen Zellen festgestellt, was ALA zu einem potenziellen Mittel im Kampf gegen die Abnahme kognitiver Fähigkeiten (Demenzerkrankungen, Alzheimer) im Alter macht (zusammen mit ALCAR). [5][6] Andere Studien zeigen, dass ALA in der Lage ist den Appetit zu hemmen. Forscher vermuten, dass dies mit einem Einfluss auf den Hirnstoffwechsel zu tun hat, bei dem die Glukoseaufnahme des Hypothalamus positiv beeinflusst wird. [7][8][9][10] Zwar basiert ein Großteil der Ergebnisse auf Rattenversuchsexperimenten, doch konnten die Forscher um Kim (2008) einen identischen Effekt beim (schizophrenen) Menschen feststellen. [11] Durch Aktivierung des AMPK-Signalpfades und einer der Triglycerid Lipase Expression zeigt ALA zu dem eine zuverlässige, dosis-abhängige Fähigkeit zur Reduktion der Fettspeicherung in der Leber. Dies könnte für all jene Personen von Interesse sein, die mit der Problematik einer Fettleber zu kämpfen haben. Abseits der Appetitsuppression (Reduzierung des Hungergefühls), welche hauptverantwortlich für einen signifikanten Gewichtsverlust gemacht werden kann, sieht es zusätzlich so aus, als würde ALA noch einen weiteren gewichtssenkenden (geringeren) Effekt induzieren. [12] Für den ambitionierten Kraftsportler dürften jedoch noch weitere Effekte von Interesse sein: So erhöhte die 0,5 % Ergänzung der Nahrung mit ALA bei Ratten zu einer Erhöhung des Energieverbrauchs (bis zum Testzeitraum von 21 Tagen) und eine gesteigerte Aktivität von braunem Fettgewebe (jenes Fett, welche aktiv Energie verbraucht im Gegensatz zu „unliebsamen“ weißem Fett). [7][10] In einer groß angelegten Feldstudie an 228 übergewichtigen Personen, welche 1.200mg oder 1.800mg ALA erhielten, stellten die Forscher nach Beendigung der Studie (20 Woche) zu einer signifikanten Gewichtsreduktion bei der 1.800mg-Gruppe fest. Im Durchschnitt verlor die 1-200mg-Gruppe 1,49 kg, während die 1.800mg-Gruppe rund 2,76 kg verlor. [13] ALA_Gewichtsreduktion Auch die Muskulatur scheint von ALA zu profitieren, nämlich durch eine Hochregulation von Glukosetransportern, welche den Zucker in die Zelle befördern. [10] Dies bedeutet nichts anderes, als das ALA in der Lage ist die Insulinsensitivität von Muskelzellen zu verbessern. Es findet also eine Kalorienpartition zu Gunsten der Muskulatur statt (und eine geringere Gefahr der Fettspeicherung)

Abschließende Worte & Dosierung

Alpha-Liponsäure zählt aufgrund seiner Effekte zur Steigerung der Sauerstoffkapazität in Körper- wie Hirnzellen, seiner appetithemmenden Wirkung und aufgrund der Verbesserung der Insulinsensitivität mit aller größter Sicherheit zu den interessantesten Substanzen, die es derzeit auf dem Supplementmarkt zu kaufen gibt (und das trotz fehlender Aufmerksamkeit). Dennoch muss man eingestehen, dass weitere Studien – vor allem am Menschen – notwendig wären, um sämtliche Effekte quantifizieren zu können. Die ALA-Supplementation wird im Rahmen von 1800mg/kg – 2400mg/kg als relativ sicher gesehen (zumindest zeigten derartige Gaben in Zeiträumen von 6-7 Monaten keine negativen Begleiterscheinungen). [15][16] Erst ab Mengen von 3-5g ALA täglich scheint es negative Effekte zu geben. Die typische Dosierung von ALA liebt im Rahmen von 300-600 mg/Tag. Trotz seiner fettlöslichen Qualität scheint ALA jedoch auch fett-unabhängig aufgenommen zu werden. Wer dagegen über die Ernährungsschiene seine ALA-Aufnahme erhöhen möchte, tut gut daran auf Spinat, Brokkoli, Tomaten und typische „Eingeweideprodukte“ wie Leber, Nieren und Herz zu setzen. Na denn mal guten Appetit! [17][18]

Quellen

[1] Reed, LJ. (1998): From lipoic acid to multi-enzyme complexes. In: Protein Sience. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9514279. [2] Hiltunen et al. (2009): Mitochondrial fatty acid synthesis type II: more than just fatty acids. In: The Journal of Biological Chemistry. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19028688. [3] McCarty et al. (2009): The "rejuvenatory" impact of lipoic acid on mitochondrial function in aging rats may reflect induction and activation of PPAR-gamma coactivator-1alpha. In: Medical Hypotheses. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18789599. [4] Hagen et al. (1999): (R)-alpha-lipoic acid-supplemented old rats have improved mitochondrial function, decreased oxidative damage, and increased metabolic rate. In: FASEB Journal. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9973329. [5] Liu et al. (2002): Memory loss in old rats is associated with brain mitochondrial decay and RNA/DNA oxidation: partial reversal by feeding acetyl-L-carnitine and/or R-alpha -lipoic acid. In: Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11854529. [6] Liu et al. (2002): Age-associated mitochondrial oxidative decay: improvement of carnitine acetyltransferase substrate-binding affinity and activity in brain by feeding old rats acetyl-L- carnitine and/or R-alpha -lipoic acid. In: Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11854488. [7] Kim et al. (2004): Anti-obesity effects of alpha-lipoic acid mediated by suppression of hypothalamic AMP-activated protein kinase. In: Nature Medicine. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15195087. [8] Cheng et al. (2011): Reciprocal effects of α-lipoic acid on adenosine monophosphate-activated protein kinase activity in obesity induced by ovariectomy in rats. In: Menopause. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21505371. [9] Timmers et al (2010): Prevention of high-fat diet-induced muscular lipid accumulation in rats by alpha lipoic acid is not mediated by AMPK activation. In: Journal of Lipid Resarch. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19690335. [10] Wang et al. (2010): alpha-Lipoic acid increases energy expenditure by enhancing adenosine monophosphate-activated protein kinase-peroxisome proliferator-activated receptor-gamma coactivator-1alpha signaling in the skeletal muscle of aged mice. In: Metabolism. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20015518. [11] Kim et al. (2008): A preliminary investigation of alpha-lipoic acid treatment of antipsychotic drug-induced weight gain in patients with schizophrenia. In: Journal of Clinical Psychopharmacology. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18344723. [12] Kuo et al. (2012): Alpha-lipoic acid induces adipose triglyceride lipase expression and decreases intracellular lipid accumulation in HepG2 cells. In: European Journal of Pharmacology. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22819708. [12] Butler et al. (2009): Lipoic acid improves hypertriglyceridemia by stimulating triacylglycerol clearance and downregulating liver triacylglycerol secretion. In: Archives of Biochemistry and Biophysics. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19232511 . [13] Koh et al. (2011): Effects of alpha-lipoic Acid on body weight in obese subjects. In: The American Journal of Medicine. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21187189. [14] Gupte et al. (1985): Lipoic acid increases heat shock protein expression and inhibits stress kinase activation to improve insulin signaling in skeletal muscle from high-fat-fed rats. In: Journal of Applied Physiology. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19179648. [15] Ziegler et al. (1999): Treatment of symptomatic diabetic polyneuropathy with the antioxidant alpha-lipoic acid: a 7-month multicenter randomized controlled trial (ALADIN III Study). ALADIN III Study Group. Alpha-Lipoic Acid in Diabetic Neuropathy. In: Diabetes Care: URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10480774. [16] Ziegler et al. (1995): Treatment of symptomatic diabetic peripheral neuropathy with the anti-oxidant alpha-lipoic acid. A 3-week multicentre randomized controlled trial (ALADIN Study). In: Diabetologia. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8786016. [17] Moini et al. (2002): Antioxidant and prooxidant activities of alpha-lipoic acid and dihydrolipoic acid. In: Toxicology and Applied Physiology. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12127266. [18] Merry et al. (2008): Dietary lipoic acid supplementation can mimic or block the effect of dietary restriction on life span. In: Mechanisms of Ageing and Development. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18486188.
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  • Klingt ja schon interessant

    Klingt ja schon interessant, könnte, vielleicht, evtl. usw. bringt keine wirkliche Erkenntnis und auch sind Versuche an Ratten in der Wissenschaft zwar üblich aber auch hier ist eine Relevanz für den Menschen nicht unbesingt gegeben...
    ich würde empfehlen saubere Studien abzuwarten, die wirlich signifikante Ergebnisse bringen oder eben nicht...

    Mit sportlichen Grüßen

    Peter K l u g

  • Hi an alle sportlich motivierten Menschen

    Hi an alle sportlich motivierten Menschen ;-}
    Ich habe ca. Feb 2013 mit dem Rauchen aufgegeben.
    Resümee – Gewichtszunahme bis 22. Dezember 2013 von 78kg auf 103kg, Tallie 110cm, Hüfte 105cm.
    Man muss beachten, dass ich ein Stress-Raucher war und es einfach mit Zucker und Fett kompensieren konnte. Somit bin ich vom Ex-Raucher zum Nicht-Raucher geworden. Der Job im Büro, 95% Sitzen, Rest Auto, hat auch dazu beigetragen.
    Ich bin 31Jahre alt, 181cm groß und hatte eine Jeansgröße von 31W/33L. Nun war ich auf 38/33 mutiert. Dazu muss ich sagen, dass meine Oberkörpermuskulatur komischerweise proportional zugenommen hatte, ohne jegliche Betätigung.
    Nach dem meine beiden Kinder (2&3) im Januar 2014 komischerweise das Lied „Papa ist ein Fettsack“ erfunden haben und fröhlich rumtrellerten ZOG ICH DIE NOTBREMSE!
    Ernährungsumstellung von ursprünglich min. 2000Gramm fastCarbs (Nudeln, Kartoffeln, Reis, Vollkornbrot, Mais, etc.) pro Tag auf 0Gramm. Absoluter Verzicht auf Zucker, d.h. auch kein Süßstof wie Aspartam, nur Stevia wenn überhaupt! Kein Fruchte mit hohem Zuckergehalt, nur 1 Apfel (Gala Royal) am Tag. Trinken nur Wasser, Grüntee und selten Kaffe.
    Proteingehalt war aber gleich oder ist sogar mehr geworden.
    1x am Tag Mahlzeit abends, Bspw. 6 Spiegeleier mit einem schönen Rinderfilet und dazu mit Essig und Senf angemachter Feldsalat.
    Zwischendurch habe ich mir ca. 100Gramm/Tag Süßmandeln reingehauen.
    Wichtig: Ich habe 5x die Woche Sport betrieben.
    Im Januar und Februar ausschließlich im Studio Konditionstraining:
    30min Laufband (interval, mittlere Stufe) ca. 600kalorien verbraucht
    25min Fahrrad (intervall, mittlere Stufe) ca 250kalorien verbraucht
    Hierbei habe ich mit proteinen gearbeitet, d.h. direkt nach dem Training einen hochprozentigen Whey-Proteinschake getrunken und vor dem schlafen gehen eine Mehrkomponentenvariante.
    Zudem habe ich durchgehend L-Arginin zu mir genommen.
    Fazit Anfang März: 90kg
    Jetzt habe ich mit der Kombination aus Muskeltraining und Laufband begonnen. Fahrrad habe ich ausgelassen.
    30min Laufband (interval, mittlere Stufe) ca. 600kalorien verbraucht
    30min Workout Dips, Klimmzüge, Bauchübungen, Schulterpresse, Brust
    Fazit Anfang Mai: 87kg
    Das hat mich demotiviert, daher habe ich mich entschlossen ALPHA LIPONSÄURE auszuprobieren.
    Jeweils an jedem Werktag eine Pille am Morgen, und ein paar Mandeln hinterher + einen Apfel.
    Fazit Heute: 84,1kg, Tallie: 84cm, Hüfte: 92cm
    Blutdruck ruhemodus: 120/74, Ruhepuls: 52
    Habe Blutwerte bestimmen lassen, welche wie folgt aussehen:
    Cholesterin (norm 40): 56
    Triglyceride (norm >150): 168 (13% über Tolleranzwert)
    LDL (norm >150): 80
    Blutzucker (norm 70-99): 92

    Als ich die Werte mit dem Letzten Bericht von vor 3 Jahren verglichen habe, musste ich feststellen DER TRIGLYCERIDE WERT HAT SICH VERDOPPELT. Vorher hatte ich 78.
    D.h. Alpha Liponsäure ALA wirkt wirklich, allerdings nehme ich es erst seit einem Monat und ich kenne die Nebenwirkungen von zu hohen Blutfett-Werten, wie bspw. Atherienverkalkung. Zudem habe ich Anfangs starke schmerzen im vorderen Stirnlappen des Gehirns gehabt und ich habe das Gefühl ein oder zwei Krampfadern bekommen zu haben (vielleicht früher nicht sichtbar). Waden schmerzen beim Autofahren (kannte ich vorher nicht) und direkt nach der Einnahme kribbeln die Unterschenkel und Waden.
    Naja, ich bin noch weit entfernt von 78kg und mit dem BMI von 25,6 bin ich noch lange nicht zufrieden. Vorallem habe ich immer noch einen kleinen ABER vorhandenen Rettungsring, der nicht gehen will.
    An die Ernährung habe ich mich gewöhnt, schmeckt auch alles besser, wenn man bewusster kocht.
    Dazu muss ich noch sagen, dass ich Student bin und so eine Art der Ernährung eigentlich „sauteuer“ ist.
    Ich werde jetzt noch bis Anfang August die Einnahme konstant halten, also 5x die Woche. Wenn ich nicht zwischenzeitlich verreckt sein sollte ;-} Melde ich mich zurück.

    LG,
    Victor

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