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2 Gründe warum du jede Muskelgruppe öfters als bisher trainieren solltest!

Es stellt sich für uns außer Frage, dass wir mit zunehmendem Leistungsstand mit immer höherer Intensität trainieren. Wir wollen unsere Trainingsgewichte immer weiter steigern und stärker werden. Von einem anfänglichen Dreisatztraining gehen wir dann vielleicht in der Satzzahl nach oben oder fügen weitere Übungen für eine Muskelgruppe hinzu, um neue Trainingsreize zu setzen. Und bei all dem, sind wir der Meinung, dass sich unser Körper in Form von verstärktem Muskelwachstum anpasst. Und das ist ja bis zu einem gewissen Punkt auch zweifelsohne so. Die Frage ist nur, warum wir unserem Körper nicht zutrauen, sich auch an eine erhöhte Trainingsfrequenz pro Muskelgruppe anzupassen? Warum denken wir, unser Körper könne immer besser mit immer schwereren Gewichten und immer mehr Intensitätstechniken umgehen, mit immer mehr Sätzen, mehr Wiederholungen und mit mehr Gesamtvolumen? Lediglich mit der Frequenz scheint er nicht klar zu kommen!? Klingt doch irgendwie seltsam, oder? Überlegen wir uns also einmal, welche Gründe es für eine Steigerung der Trainingsfrequenz pro Muskelgruppe geben könnte!?

Intermuskuläre Koordination

Der erste Punkt ist eine Verbesserung der intermuskulären Koordination. Das Bedeutet, das Zusammenspiel unterschiedlicher Muskelgruppen bei einer bestimmten Bewegung. Sozusagen eine Ökonomisierung des Bewegungsmusters. Und je besser das funktioniert, desto effektiver können wir dann trainieren. Nehmen wir einen Handstand als Beispiel. Wer einen Handstand lernen möchte tut was? Man macht Handstand. Wer wird den Handstand schneller lernen. Derjenige der einmal pro Woche einen Handstand versucht oder jemand der täglich mehrfach einen Handstand versucht? Mit Sicherheit derjenige der öfters trainiert. Denn diese Person lernt effektiv schneller, welche Muskeln sie anspannen muss, wie das Gleichgewicht zu halten ist usw. und kann dann schneller zum nächsten Schritt voran schreiten. Dem Handstand Walk. Und genau so ist es beim Krafttraining auch. Wer eine Bewegung öfters trainiert wird diese perfektionieren und eine immer bessere Technik entwickeln, was uns dann wiederum erlaubt mit einer höheren Intensität zu trainieren. Wer ein Bewegungsmuster nur sehr selten trainiert wird erstmal eine lange Zeit mit der Verbesserung der koordinativen Eigenschaften beschäftigt sein, bevor ein wirklich produktiver Trainingsreiz einsetzt.

Die anabolen Reaktionen

Nach einem Training steigt die Proteinsynthese in der Muskulatur an die trainiert wurde an. Das bedeutet, während einer aktiven Proteinsynthese kommt es verstärkt zum Aufbau von Proteinen in der Muskulatur aka Muskelwachstum. Dieser Effekt dauert in Abhängigkeit der Trainingserfahrung unterschiedlich lange an. Das Interessante ist, dass je länger man trainiert, diese anabole Reaktion immer kürzer wird. Das bedeutet umgekehrt, je fortgeschrittener man ist, desto häufiger muss man trainieren um diese anabolen Reaktionen auch wirklich ausreizen zu können. Doch wie sieht die Realität aus? Je fortgeschrittener ein Sportler wird, desto seltener trainiert er eine Muskelgruppe in der Regel. Also genau das Gegenteil von dem, was möglicherweise Sinn machen würde. Funktioniert das trotzdem? Natürlich! Denn ein infrequenter Trainingsreiz ist natürlich besser als gar kein Trainingsreiz. Die Frage ist also vielmehr, ob es mit höherer Frequenz nicht einfach besser funktionieren würde? Versuchen sollte man es in jedem Fall! Dabei sollte man allerdings drauf achten, dass man zunächst einmal das gleiche Volumen das man in einer Trainingseinheit für eine Muskelgruppe absolviert, zunächst einmal auf 2-3 Trainingseinheiten aufteilt und dann langsam damit beginnt das Volumen der einzelnen Trainingseinheiten zu steigern und mit dem Volumen dann später auch die Intensität.
Tags: HFT, HIT, HST
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