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Krafttraining oder Cardio für schnelle Fettabbauergebnisse?

In der Praxis sieht es meist so aus, dass man in der Muskelaufbauphase viel intensives Krafttraining absolviert und mit dem Beginn der Reduktionsdiät, beispielsweise um die ideale Sommerfigur zu erreichen, das Cardiotraining mit in den Trainingsplan aufgenommen wird. Und diese Strategie hat sich ja nun auch schon millionenfach bewährt. Schließlich bedeutet mehr Cardio auch mehr verbrannte Kalorien. Entweder schaffen wir es alleine dadurch, in ein Kaloriendefizit zu gelangen, ohne unsere bisherige Ernährung verändern zu müssen oder aber wir müssen zu Beginn die täglichen Kalorien in deutlich geringerem Ausmaß kürzen. Das kann dazu führen, dass wir uns während einer Diät weniger eingeschränkt fühlen, da wir mehr Spielraum bei unserer Ernährung haben. Fakt bleibt jedoch, dass wir das Kaloriendefizit benötigen um Körperfett abzubauen, egal ob Kraft- oder Cardio-Training. Was allerdings interessant ist, ist die Beobachtung einiger Wissenschaftler, die feststellten, dass Personen die Krafttraining auf regelmäßiger Basis betreiben, tendenziell einen geringeren Körperfettanteil haben, verglichen mit Personen die eher viel laufen oder Fahrradfahren. Also diejenigen, die eben viel Ausdauersport betreiben.

Die Studie

Die Epidemiologen der renommierten Harvard Universität haben diese Korrelationsstudie [1] aufgesetzt. Es handelt sich dabei um Beobachtungen die gesammelt wurden bei einer groß angelegten Studie mit über 10 000 Männern und einem Zeitraum von 12 Jahren. Hierbei wurden die Männer immer wieder über Lebensumstände, Sportverhalten und Diät befragt und vermessen. Das Ergebnis legt nahe, dass Männer, die regelmäßig die Gewichte stemmen einen niedrigen Körperfettanteil und einen geringeren Bauchumfang haben, als Männer, die Ausdauersport mit moderater bis hoher Intensität betrieben hatten. Krafttraining scheint also einen positiveren Einfluss auf den Fettabbau zu haben als Cardiotraining. Vor allem auch langfristig betrachtet.

Kritische Betrachtung

Korrelationsstudien sind generell immer etwas mit Vorsicht zu genießen, da eine Korrelation nicht zwangsweise eine Kausalität darstellt. Zudem muss in vielen Dingen bei derartigen Studien auf den Teilnehmer vertraut werden. Denn dieser füllt in der Regel Fragebögen aus und gibt Informationen weiter. Die Fehlerquote ist hierbei nicht immer ganz gering. Positiv ist jedoch in jedem Fall anzumerken, dass es sich um eine sehr große Population handelt und der Versuchszeitraum ebenfalls sehr lange war. Somit kann davon ausgegangen werden, dass die Ergebnisse eine gewisse Aussagekraft besitzen, die entsprechend verwertet werden können. Stellt sich nur die Frage, ob es sich bei den Ergebnissen hier rein um die Effekte des Krafttrainings handelt? Denn dies kann leider aus der Studie nicht komplett ersichtlich gemacht werden. Oder haben Personen die regelmäßig Krafttraining betreiben vielleicht generell einen anderen Lebenswandel und ein anderes Bewusstsein für den eigenen Körper, die Gesundheit und das Verhalten im Gesamten? Denn wir kennen es als FitnessFreaks ja selbst auch. Wir lieben es, die Muskeln wachsen zu sehen, zu beobachten, wie das Fett am Bauch verschwindet und wie wir stärker werden und uns besser fühlen. Dafür versuchen wir unser Leben gesund zu gestalten. Achten auf unsere Ernährung und auf genügend Regenerationszeiten und Schlaf. Tut all das unser Nachbar auch, der dreimal die Woche die Joggingschuhe anzieht und ein wenig laufen geht oder mit seinem Fahrrad regelmäßig am Abend noch eine Runde dreht? Das ist die Frage. Ist es das reine Krafttraining oder der gesamte Fitness-Lifestyle der zu solchen Ergebnissen führt? Wir wissen es nicht mit Sicherheit. Was wir allerdings wissen ist, dass wir mit unserer Lebensweise scheinbar nicht ganz falsch liegen!
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